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Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
cmd.powell:
--- Zitat von: Martin Esa am 27 Oct 16, 18:48 ---Wow!!! Der Kupfermann ist gruselig.
Aber ich sehe schon das ist nicht so einfach. Dazu ein kleines Gedankenexperiment. Ein urzeitlicher, etwa hasengroßer Säuger fällt in eine Grube und stirbt. Durch geologische Verwerfungen, oder ähnliches, schließt sich die Grube und füllt sich mit einer Sole. Das Tier wird von der Sole über Jahrtausende konserviert. In der Kaverne kommt es zu Bedingungen die denen der Naica Kavernen ähneln. Es wachsen große Kristallformationen und das Tier wird in einem Kristall gänzlich eingeschlossen. Welche Mineralien müssten oder könnten beteiligt sein um eine möglichst hohe elektrische Leitfähigkeit dieses Kristalls, inklusive des eingeschlossenen Säugers, zu gewährleisten. Und in welchen Zeiträumen wäre so ein Scenario denkbar, insbesondere im Hinblick darauf am Ende eine begehbare Höhle mit einem mächtigen Kristall (Naicamäßig), eingeschlossen in ihm ein nicht mehr ansehnliches Urzeiteumel, zu haben.
Hilfreich wären hier Zielführende Ideen. Ich bin Autor und bewege mich im Fantasy SF Bereich. Ich möchte zwar nah an der Realität bleiben, aber wenn es nicht geht dann kann man die Wissenschaft etwas beugen.
Natürlich versuchte ich, bevor ich Euch hier befragte, selbst eine einigermaßen Schlüssige Theorie zu basteln. Es ist aber zu weit für mich dieses Feld. Deswegen wende ich mich an Fachleute und bin für Ideen und Anregungen sehr dankbar.
Gruß
Martin
--- Ende Zitat ---
"Realistisch" wären in so einem Szenario wohl am ehesten Gips oder Halit, da sie in geologisch kurzer Zeit zu beträchtlichen Kristallen heranwachsen können. Allerdings ist die elektrische Leitfähigkeit eher bescheiden (praktisch gleich null). Vergleichsweise hohe Leitfähigkeit haben nur einige Sulfide, Oxide und natürlich Metalle, diese Kristalle benötigen jedoch auch recht lange, um zu den geforderten Größen heranwachsen zu können. Auch ein weiteres physikalisches Problem steht Deiner Idee entgegen: Die meisten leitenden Stoffe sind nicht transparent, das liegt in der Natur der Sache. Das liegt (stark vereinfacht) daran, das für eine gute Leitfähigkeit bewegliche Ladungsträge (z.B. Elektronen) benötigt werden. Hat man jedoch viele bewegliche Ladungsträger, so absorbieren diese automatisch elektromagnetische Wellen allerlei Frequenzen, so auch im sichtbaren Bereich. Konsequenz: Der Stoff wird undurchsichtig. Wie gesagt, stark vereinfacht. Wenn Dich das Thema interessiert, empfehle ich entsprechende Literatur und/oder Wikipedia.
Fabian99:
Hallo,
die vergisst die Ionenleiter ;-), siehe Kleber - Kristallographie. Aber in der Regel keine grosen natürlichen Kristalle. Oder die Temperatur muss höher werden...
LG
smoeller:
Hallo,
Was es im Salz auch gibt, ebenso im Eis und im Gips: Bakterien. Im permischen Steinsalz hat man Bakterien gefunden, die nach ca. 240 Mio. Jahren immer noch lebensfähig waren.
Glück Auf!
Sebastian
pery:
Hast du vor, in deinem Roman ein Urvieh im Kristall durch Blitzschlag zum Leben zu erwecken ? ? :D
Martin Esa:
--- Zitat von: peryperypery am 31 Oct 16, 01:50 ---Hast du vor, in deinem Roman ein Urvieh im Kristall durch Blitzschlag zum Leben zu erwecken ? ? :D
--- Ende Zitat ---
Das ist die logische Schlussfolgerung. Tatsächlich aber gebietet die Erfahrung der letzten Jahrzehnte möglichst weit um den heißen Brei herumzureden. Denn um die eine oder andere "Idee" wurde ich schon erleichtert. Das erschwert natürlich die Recherche. Bestimmt wird in diesem Forum, wie obere Nachfrage des Admins zu Bildrechten nahe legt, mit geistigem Eigentum vorbildlich umgegangen, aber ein Restrisiko bleibt immer.
Gruß
Martin
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