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Ordovizium-Flint? / paläogener Flint

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Angler:
Hallo liebe Fachleute,
habe als erste Bestimmungsanfrage eine Art "Pseudo-Koralle". Ein Geschiebefund (Kiesgrube bei Berlin) der Größe 5,5 x 3,5cm, die ich (ein blutiger Laie) für einen stark verwitterten Flint des Ordoviziums halte. Die Oberfläche des Steines ist zu 90% weiß-grau (Kalk, Säuretest gemacht), während man an der Unterseite stellenweise grauen Flint erkennen kann, wie ich glaube.
Habe mit dem Hämmerchen einmal draufgehauen, worauf die hier gezeigten Bruchstellen sichtbar wurden, was - so hoffe ich - meine Flint-Theorie bestätigen sollte.
Zumal auch bei 30 facher Vergrößerung keine Fossilienspuren für mich erkennbar sind. Besonders interessiert mich, ob meiner zeitlichen Verortung zugestimmt werden kann oder diese, trotz der extremen Verwitterung, Euch zu gewagt erscheint. ;D
Ah, fast vergessen, die kleinen weißen Pünktchen auf der Bruchfläche, sind Kleberreste,sorry! ::)

MfG
Michael
   

stoanklopfer:
Ordovizischer Flint? Wie kommst Du darauf? ???

steinfried:
Hallo, ich vermute das die graue Kruste eine Art Verkieselung ist. Es für Feuerstein zu halten halte ich für falsch. Das Stück Kalkstein könnte schon aus dem Ordovizium stammen, wenn ein paar Fossilien drin wären, wäre es noch sicherer.

GRüße

Angler:
Hallo steinfried,
ja Fossilien wären ein Anhalt, sind aber im frühen Flint eher selten. Verkieselt ist die grau-weiße Schicht nicht. Wie schon einführend erwähnt, reagiert sie mit 30% iger Essig-Essenz, also definitiv Kalk.
Hallo stoanklopfer,
erstens, weil ich bei einem Kreide Flint noch nie eine derartige Verwitterung gesehen habe und
zweitens, weil ich glaube mich zu erinnern, vor einigen Jahren in Publikationen ähnlichen stark verwitterten Flint gesehen zu haben, welche von den Fachautoren ins Ordovizium verzeitet wurde. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, zu lange her. Deshalb hier die Anfrage an Euch.

Übrigens das graue Material innen - das ich für Flint halte - regiert auf die Säure nicht, so wie jeder gewöhnliche Kreide Flint es auch tun würde.

Nachtrag: Denkbar wäre schon, dass die innere graue Masse verkieselt ist, schließlich ist die chemische Zusammensetzung gleich. Wäre dann nicht doch eine ehemals organische Matrix wahrscheinlich? Dafür spricht, dass an der Bruchstelle die "Feuersteinsubstanz" mir etwas grobkörniger erscheint, als bei dem üblichen Kreide-Flint.
Dagegen, dass ich - wie schon erwähnt - keinerlei organische Strucktur erkennen kann. ???

Frage: Würde Euch ein Anschliff mit anschließendem Scann bei der Bestimmung helfen? 

MfG
Michael

Johannes Kalbe:
Hallo,

den Bildern nach gibt es keinen Hinweis der für einen paläozoischen Flint spricht. Ich halte das für einen mehr oder weniger typischen paläogenen/"alttertiären" Flint.

Beten Gruß

J.

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