Hallo Joy,
da hätte ich jetzt auch noch ein paar Fragen dazu...
Wenn ich nicht abblende brauche ich schon beim 20x 2um Schrittweite.
Was ist das denn für ein Objektiv mit was für einer NA? Ist in der Angabe schon eine Ebenenüberlappung berücksichtigt?
Und dummerweise hast du bei einer Verdopplung der Vergrößerung schon ungefähr 4 Fach geringere Tiefenschärfe.
Dem würde ich gerne widersprechen wollen. Das sinken der Tiefenschärfe ist kein linearer Prozess und ist stark abhängig von der NA, welche für gewöhnlich langsamer als die Vergrößerung ansteigt.
Bei einem 40x bräuchte ich schon 0.5um Schritte
Auch das bezweifle ich stark. Dann hätten wir eine Tiefenschärfe im Bereich der Wellenlänge des Lichts! Wie soll das funktionieren und was soll dann bei 100x noch kommen?
Ich hatte mal ein Instrument das 0,1um auflösen konnte aber das war manuell.
Auch das bezweifle ich stark! Selbst Piezoelemente sind bei solch einer Auflösung am Limit, geschweige denn eine handbetriebene Mechanik und dann auch noch reproduzierbar. Hast Du alleine mal die Temperaturausdehnungskoeffizienten des Materials berücksichtigt? Da verleiden Dir schon Temperaturschwankungen von einem Grad die Reproduzierbarkeit...

die Grenze der optischen Auflösung erreiche ich jedenfalls mit 20x objektiv am balgen noch nicht
Das hängt von Deiner Pixelgröße und der NA des Objektivs ab. Die aller meisten Sensoren der gebräuchlichen Kameras schaffen das aber heut zu Tage.
Oder ich gehe mit nochmehr überlapp der Bilder Ans Werk und stelle mir den Vorschub auf 1-2um. Jetzt sollten die Bilder einen super Tiefenschärfe Verlauf haben und nicht wie du schreibst unnaturürlich wirken
Was hat der Tiefenschärfeverlauf mit dem Überlapp der Bilder zu tun? Dieser hängt ausschließlich vom Winkel Deines Lichtkegels bildseitig und der Pixelgröße des Sensors ab (optische Abberationen mal außer acht gelassen). D.h. um so kleiner die Schärfentiefe ist, desto abrupter der Unschärfeverlauf. zwischen 2um und 4um vermag das menschliche Auge keinen großen Unterschied erkennen...
Der cmos verfügt aber über den Sensor Shift und kann so das durch Blende verringerte auflösungslimit der Optik umgehen
Das ist Nobelpreisverdächtig! wie kann der Sensorshift die Physik aushebeln? Das Limit der Optik bleibt bestehen. Ob ich dieses auflösen kann oder nicht, hängt einzig an der Pixelgröße meines Sensors. Sobald ich mit selbigem das Nyquist-Kriterium erfülle, sample ich alle Informationen, welche die Optik physikalisch in der Lage ist aufzulösen. Da in den meisten Fällen die NA einer Objektivreihe nicht so schnell ansteigt wie die Vergrößerung, reichen hin zu hohen Vergrößerungen auch Sensoren mit großen Pixeln, um Nyquist zu erfüllen...
Auf Beugung gehe ich jetzt mal nicht ein.
Schade, denn diese stellt das optische Limit ja dar...
Ein im Vergleich zu plenoptischen Systemen ähnliches Ergebnis mit dem Unterschied dass eine Limitierung der Optik in Kauf genommen wird, die dank Sensor Shift relativiert wird.
Da war er wieder, der Nobelpreis. Siehe oben...

Ich sehe daher für das Stacking keinen Vorteil in dieser Kameratechnik, welche den immensen Geldaufwand rechtfertigt...
Just my 2 cents,
Gruß Markus