Hallo
Ich möchte zwar keine große Diskussion lostreten, finde die Anfrage spannend und wäre auch sehr an der "endgültigen" Einordnung dieses Stückes interessiert, da ich auch dieses Stück (wie viele Stücke aus Bernd`s Sammlung) kenne und unter dem Bino betrachten durfte.
Manche können die Entscheidung, sich gegen eine wissenschaftliche Untersuchung auszusprechen, nicht nachvollziehen, doch ich kann ihn auch verstehen. Ich spreche aus einer 20 jährigen Erfahrung mit Abgabe / Ausleihung von Fundstücken und habe reichlich positive, aber auch negative Erfahrungen machen müssen. Ich habe zwar vieles nur mit Handschlag weitergegeben, aber auch ein Schriftstück reicht nicht aus, wenn der Bearbeiter, wie in meinem Fall, eine Stelle übern großen Teich angenommen hatte und mein Vergleichsmaterial war in den Weiten des Depots "verschwunden. Ist der Bearbeitungsort nicht gleich um die Ecke, so kostet das Wiederauffinden Zeit, Nerven und Fahrtkosten. Und wie weiter, wenn wichtige einmalige Sachen für immer weg sind!!!
Deshalb sind für mich heute in erste Linie 3 Dinge wichtig:
- Dauer der Bearbeitung ( Zeit unbedingt festlegen, da viele nur befristete Verträge an Museen besitzen)
- Bearbeitungsmethoden (ich glaube nicht, das man hier für eine evtl. Neubeschreibung ohne Schnitte auskommt)
- sollte es was Neues sein, wie wird mit dem Holotypus verfahren?
Viele namhafte Herausgeber veröffentlichen heute gar nicht mehr, wenn der Holotypus nicht in einem öffentlich zugänglichen Institut etc. hinterlegt wurde. Er verbleibt möglicherweise dann nicht mehr in Privathand. Dies muss alles vorher geklärt werden.
Mein Holotypus befindet sich in einem Depot eines Museums und mir bleiben die Fotos. Dies war aber meine bewusste Entscheidung! Werner aus der Lausitz