Hallo Leute,
mir ist völlig bewusst, das die einfachen Messungen mit einem, noch dazu ungeeichtem, SBM 20 Zählrohr nicht als Maß aler Dinge anzusehen sind. Als Vergleich an sich reicht das Zählrohr meiner Meinung nach aber völlig aus.
Da das Zählrohr konstruktiv nur Gamma und harte Beta messen kann, wird natürlich auch nur ein Teil der gesamten Strahlung gemessen. Alpha und "weiche" Beta bleiben völlig außen vor.
Beide Messungen hab ich direkt neben den Stufen gemacht. In ca. einem Meter Abstand ist keine nennenswert erhöhte Strahlung messbar. Als ich vor zwei Monaten das erste mal gesucht habe hatte ich allerdings auch in einem Meter Abstand durch eine Metallkiste immer noch leicht erhöhte Messwerte (na ja bei fast 10 Kg uranhaltigem Gestein auch sicher kein Wunder

)!
Diesmal hab ich es nicht so übertrieben, weniger aber qualitativ bessere Stücke.
Ich hab mal irgendwo gelesen, das im Verlauf der Zerfallskette erstens irgendwann ein Gleichgewicht innerhalb der Pechblende eintritt und zweitens die anfallenden Isotope je nach Beschaffenheit und Menge teilweise viel stärker gerade im Gammabereich strehlen als Uran an sich.
Ist das Gleichgewicht irgendwann erreicht, soll die Strahlung im Vergleich nicht ganz so hart sein.
Zitat aus Bergbau in Sachsen Band 14 "Geologie und Uranbergbau im Revier Schlema-Alberode"
"Bergbaulich von wesentlicher Bedeutung waren insbesondere die uranführenden Karbonatgänge der spätvaristischen kku-Formation sowie der postvaristischen mgu- und biconi-Formation.
Dabei stellen die Quarz-Calcit-Pechblende-Gänge der kku-Formation mit einem Pechblende-Alter von ca. 275 Mio. Jahren die primären Uranerzgänge der Lagerstätte dar.
Die Dolomit-Pechblende-Gänge der mgu-Formation und die Arsenid-Gänge der biconi-Formation sind überwiegend teleskopierte kku-Gänge und enthalten neben neu gebildeter umgelagerter Pechblende korrodierte Relikte und Bruchstücke der primären kku-Mineralisation.
Ich denke mal letzteres erklärt die höheren Messwerte bei Pechblende in Anwesenheit von Sulfiden bei viel kleinerer Masse als die massive Pechblende.
Da man ja nur auf der Halde sammeln kann, weiß man teilweise nicht genau aus welcher Zeit und Entstehungsepoche die Stufe stammt, gerade wenn kaum oder keine Matrix vorhanden ist, welche auf die Formation hinweist.
Somit kann man dort Stufen finden, welche bei viel weniger Masse höhere Messwerte abliefern als andere Stufen. Zumindest waren das meine bisherigen Beobachtungen.
Bis dann
Roadrunner