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Referenzen

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Uwe Kolitsch:
"Ich bin dagegen. Begründung : Sehr viele Mineralien werden hier selbst gefunden. Woraus also soll die Referenz dabei  bestehen ?"

Ganz einfach: z.B. "Sammlung Thomas Krassmann", wobei dann wie gesagt entweder "visuell identifiziert" oder die Analysenmethode anzuklicken wäre.
Wenn das technisch nicht gehen sollte, dann z.B. "Sammlung Thomas Krassmann (visuell identifiziert)" oder z.B. "Sammlung Thomas Krassmann (REM-EDS- und Raman-spektroskopisch analysiert von XXX. YYYY.))".

Wenn bei einem gekauften Stück nicht bekannt ist (und auch nicht eruiert werden kann), wie es analysiert wurde, sollte man vermutlich auch eine entsprechende Option anklicken können (z.B. "gekauft oder getauscht, nach Angaben der Quelle analysiert, aber Methode unbekannt", mit optionaler Angabe des Händlers).

Brodi69:
Der Atlas ist wie Wikipedia auf dem Prinzip der Freiwilligkeit aufgebaut. Ich verstehe, dass es im Einzelfalls hilfreich sein kann, die Referenz zu kennen, v.a. in nicht offensichtlichen Fällen.

Mir persönlich würden da unkonkrete Hinweise wie "visuell bestimmt" oder "gemäss Angaben des Fotografen", die mit grosser Wahrscheinlichkeit die Mehrzahl ausmachen würden, eher stören als nützen. Von denjenigen, denen eine Referenz wichtig erscheint, die Bestimmung mit Literatur vornehmen oder eine spezielle Untersuchung veranlassen, erwarte ich, dass sie dies auf freiwilliger Basis ganz im Sinne des Atlas dies auch tun.

Mit einem Zwang setzen wir eine Hürde, die auch mehr Schaden als nützen könnte. Ich gehe davon aus, dass wenn mit etwas Sachverstand eine Zuordnung angesehen wird, nur in wenigen Fällen Zweifel aufkommen werden, die einer Referenz bedürfen. Dies falls würde ich mich direkt an den Verfasser wenden oder meine Frage im Forum posten.

Grüessli
Christian

Florian:
Hallo, ich bin auch klar für eine Referenz. Mineralien ohne Referenz sollten nicht in die allgemeine Fundstellenliste aufgenommen werden - oder zumindest gekennzeichnet werden - sonst kommt es bei Fehlbestimmungen bzw. Falscheinträgen schnell zu dem Problem ob es dieses Mineral wirklich gibt / gegeben hat usw. oder ob es eben ein Fehler war - ist.

Gruß

Florian

Lynx:
Hallo zusammen

und gleich vorweg - entschuldigt bitte den etwas in die Länge geratenen Beitrag...

Dass ein Bewertung der Qualität eines Eintrags (insbesondere in die Mineralienliste einer Fundstelle oder bei Mineralienbestimmungen) wünschenswert ist, sehe ich durchaus als wichtig an. Meines Erachtens nach will aber eine Plattform wie der Mineralienatlas ja auch die Laien erreichen und aus den Beiträgen der verschiedenen User wachsen. Dass hier im Atlas eine Qualitätskontrolle (durch Peer-Reviewing) stattfindet sieht man immer wieder in den Lexikondiskussionen.

(1) Mein Vorschlag hier etwas Transparenz in die Qualität zu bringen wäre eher umgekehrt, z.B. mit einer Skala um die Vertrauenswürdigkeit eines Befundes zu kennzeichnen.

So etwas wie "Referenzstücke" sind z.B. auf der Skala die 10. Das könnten z.B. Stücke sein, die in einer relevanten Veröffentlichung behandelt wurden, Stücke, bei denen die Analyse mit veröffentlicht wird oder ähnliches. Solche Referenzfunde verlangen nach sichtbarem Beleg.

In weiteren Kategorien könnte man dann (als Selbsteinschätzung ? Offensichtlichkeit? und  Datenlage?) vielleicht auf einer Skala von 1 (unsicher) bis 9 (es gibt Analysedaten dieser oder jener Art) einstufen.

Etwas ohne Einstufung - nun ja- hat denselben Standard wie die meisten Beiträge aktuelle auch...

Umgekehrt könnten andere Nutzer dieser ersten Einschätzung ihre Bewertung entgegenstellen (z.B. 1-angezweifelt) aber bitte nur mit Begründung.

So ein System hätte den Vorteil, dass auch die bislang eingepflegte Information mit hineinwachsen könnte.

Für Fundstellen könnte man ähnliches machen.

(2) Meines Erachtens hätte ein Zwang zur Referenzierung einige ungeklärte Probleme:

-Urheberrecht.
Kann ich / darf ich die Analyse (die jemand anderer gemacht hat) offenlegen? Mit Namensnennung? Oder ohne?
Gibt es Benutzungsvorrang einer anderen Partei (bei einer weiteren geplanten Veröffentlichung) oder sind die Daten dann vorveröffentlicht?
Wenn der Student am XRD der Arbeitgruppe einen Freundschaftsdienst leistet und Analysen durchführt - bringt ihn die entsprechende Veröffentlichung hier im Atlas in Bedrängnis (und das ist noch eher eineinfacher Fall)?

-Klarheit
Eine Aussage wie, "visuell bestimmt" "Eigenfund" oder "wurde als xy von XY gekauft" ist m.E keine Verbesserung zum gegenwärtigen Standard.

-Zugänglichkeit zu Ressourcen
Wer kann denn tatsächlich Stufen analysieren - und mit welchen Methoden? Die meisten sind hier auf externe Unterstützung angewiesen. Das kostet Geld oder muss interessant sein und (bei den meisten institutionellen Forschergruppen) muss in das aktuelle Forschungsgebiet passen weil auch dort ein Rechtfertigungsdruck für die Ressourcenverwertung vorliegt. Da gibt es glücklicherweise hier im Atlas einige gute Geister, die das Thema mit ihrem Engagement entschärfen (Danke z.B. an Uwe Kolitsch).
Folglich werden die meisten Bestimmungen schlussendlich doch visuell sein. Insofern erscheint es mir sinnvoller, die gut charakterisierten Stücke explizit zu kennzeichnen als eine Vielzahl visuell bestimmter Stücke.

-Referenzen
Auch Veröffentlichungen können ungenau oder fehlerhaft sein. DIe Auflistung der an einer Fundstelle gefundenen Mineralien in einem Buch wurde sicherlich nach bestem Wissen und Gewissen (und im Kontext der Zeit und Möglichkeiten) durchgeführt - aber das erwarte ich auch von den Usern hier im Atlas... Und wenn sich (wie bei den Fundstellen z.B in Obernberg zum Thema Jamesonit bzw. bei den Mineralien zum Thema Clarait) neue Erkenntnisse ergeben sind die alten eben unzureichend - insofern haben auch Literaturangaben ihre Grenzen.

Vermutlich gibt es für die verschiedenen Standpunkte noch eine Reihe weiterer Argumente, die es Wert sind diskutiert zu werden.

Liebe Grüße,
Martin

heli:
Die "Altbestände" sind sicher ein Problem und werden es weiter bleiben.

Aber zumindest sollte bei Neueinträgen von Mineralien grundsätzlich eine Referenz notwendig sein.
Wie Markus schon angemerkt hat, kann man dadurch vielleicht die derzeitige Kultur etwas verbessern.

Aber die Entscheidung liegt bei Stefan. Sollten Referenzen kommen, sollten die Kriterien (Eigenfund/Tausch/Kauf; visuell bestimmt, bestimmt durch .., verschiedene Analysemethoden usw.) vorher noch festgelegt werden.

Grüße
Helmut

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