Ich denke der Begriff dient vor allem zur charakterisierenden Beschreibung der entsprechenden Mineralabfolge der Erzgänge der kku-Formation, weniger als isolierter Bezeichnung für eine "besondere" Ausbildungsform des Quarzes.
Ist halt im "Seitenprofil" ein feinfaseriger Quarz, der recht dünne und definierte Bänder bildet und dadurch kammartig wirkt. Siehe Detailfoto unten.
Von "oben" ist es ein einfacher feiner Quarkristallrasen. Siehe hier ein Bild der selben Stufe von "oben":

Kammquarz
Hier noch ein weiteres Zitat:
"Die Quarz-Calcit-Pechblende-Gänge (kku-Formation) wurden im gleichnamigen Stadium der Uranvererzung gebildet und stellen die primären Uranerzgänge der Lagerstätte dar. [...] Die Quarz-Calcit-Pechblende-Gänge weisen meist symmetrisch-zonalen Aufbau mit aufeinander folgender Ablagerung der Mineralaggregate von den Salbändern zum Zentrum auf. An den Salbändern ist gewöhnlich Quarz zu finden, der zwei Varietäten bildet. Die ältere ist nicht überall anzutreffen und besteht aus dünnen Lagen kryptokristallinen Hornsteins mit Einschlüssen kleinster Adularkristalle. Die zweite, jüngere Varietät ist stets in Form krustenförmiger Kammquarz-Aggregate mit etwa 1 cm Mächtigkeit ausgebildet.
Diese sitzen direkt dem Nebengestein bzw. dem Hornstein auf. Man findet sie auch als Bruchstücke in den Karbonaten jüngerer Gangformationen. Die weißen oder farblosen Kammquarz-Aggregate zeigen in der Nähe von Pechblende Übergänge zu kupferroten
oder braunen Farbtönen. Lokal liegt Amethyst vor. Häufige Begleiter sind Hämatit und Lepidokrokit; selten sind Chlorit und Hydrobiotit anzutreffen. Speziell auf den oberen Sohlen findet sich in den kku-Gängen verbreitet Fluorit, der hellgrüne Oktaeder in Salbandnähe
bildet oder in Form violetter, zonar gebauter Hexaeder auf Kammquarz aufsitzt. Der würfelige Fluorit ist mit Spuren von Löllingit, Chalkopyrit und Pyrit assoziiert. Die Hauptausfüllung der kku-Gänge erfolgt durch spätigen bis grobkörnigen Calcit.[...]"
Hiller, A.; Schuppan, W., Geologie und Uranbergbau im Revier Schlema-Alberoda, 2008, S. 47
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/12174