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Wettbewerb bester Eigenfund 2016

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Hg:
Hallo,

wie in den vergangenen Jahren, möchte ich wieder einen Wettbewerb starten, in dem der beste Eigenfund des gesamten abgelaufenen Jahres präsentiert werden kann. Als Eigenfund können Mineralen und Fossilien eingereicht werden.
Schwerpunkt soll hierbei wirklich auf den Fund gelegt werden (am Besten mit der Geschichte dazu) und weniger auf das Bild zum Fund.
Das beste Fundstück kann mit 4 Bildern präsentiert werden. Aber bitte hierbei auf wirklich nur ein Fundstück einschränken, so schwer das vielleicht auch sein mag.

Funddatum bitte angeben!

Laufzeit: bis Sonntag, den 26. März 2017

Ich hoffe darauf, dass sich wieder möglichst viele mit guten Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligen.
Beiträge ohne Fund (Unterhaltungen und Diskussionen) werden aus dem Thema gelöscht, da hierdurch der Wettbewerb nur unschön zerrissen wird.


Grüsse,
Andreas

pery:
Hallo!

Heuer bin ich auch endlich mit dabei  ;)

Nach unzähligen Topfunden letztes Jahr muss ich dennoch nicht lange überlegen.
Ein Stück übertraf sie einfach alle!

Mein Stinkspat mit Baryt von der Bergsicherung Wölsendorf / Pfeifferschacht 2016.

Gefunden Ende November bei nasskaltem Wetter.
 Nach ein paar kleinen Funden wollte ich eig schon zusammenpacken, habe mich aber kurzentschlossen entschieden noch einen größeren Brocken der unter all dem Schutt lag, auszugraben und zu zerklopfen.
Nach einem schweißtreibenden Kraftakt habe ich das freigelegte Ding gewendet und die "Schlammkruste befühlt". Eindeutig scharfe Kanten im rechten Winkel! Also ab damit ins Auto und sich zuHause überraschen lassen.
Was dann da zum Vorschein kam hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen  ;)

Das Stück misst 50 x 35 x 20 cm und dürfte geschätzt um die 40 kg wiegen.
Kantenlängen der X bis 8 cm.

Bild 1-3: Stinkspat mit etwas Baryt
Bild 4: der Fundort

Beste Grüße und Glück Auf!

Felix


oliverOliver:
Hallo,
auch ich möchte mich wieder beteiligen.
Bei den eigentlichen Hölzern gab es bei mir diesmal keine wirklichen Sensationen (außer dem extrem raren, aber leider ebenso unfotogenen Wienerwald-Flysch-Kieselholz; sh.: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,33929.msg306149.html#msg306149 ) – also schicke ich einen Farn ins Rennen …  :D

Ich habe 2016 meine ersten beiden Osmunda-Rhizome im Hausruckgebiet (OÖ) gefunden – und die sind dort weitaus seltener als in Trimmelkam und können als echte Raritäten gelten (siehe dazu auch: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,43305.0.html ). Ich war zwar auch 2015 (oder sogar bereits 2014? Mein Gedächtnis!) schon ein paar mal in diesem Fundgebiet, habe dabei aber immer „nur“ Kieselhölzer gefunden, aber keine Farne.
Diese zwei Stücke waren also für mich die eigentlichen Sammel-Highlights des Jahres, und ich habe lange überlegt, welches davon ich für den Wettbewerb auswählen soll.
Ich habe mich für dieses hier entschieden – gefunden im Frühsommer 2016:
 Wettbewerb bester Eigenfund 2016

Es ist zwar nicht völlig komplett (alter/natürlicher Bruch) und auch sonst vielleicht nicht ganz so gut erhalten wie das zweite, zeigt aber deutlicher die Osmunda-typischen Charakteristika wie die Petiolenquerschnitte in Form von „Augen“.

Wettbewerb bester Eigenfund 2016

Ich hoffe, das Stück gefällt euch genauso gut wie mir !

Rübezahl:
Hallo,
Mein bester Eigenfund 2016 stammt aus dem Teufelssteingebiet bei Lauter-Bernsbach im Erzgebirge.

Das Teufelssteingebiet liegt am Schwarzwasser Richtung Schwarzenberg.
Im Fundgebiet selbst gibt es viel Altbergbau und viele Quarzgänge die nur darauf warten entdeckt zu werden.
Gefunden habe ich das gute Stück im April 2016.
Oft bin ich an der Fundstelle vorbeigelaufen ohne den Schatz zu entdecken der in der Erde schlummert,
bis mir dann an einem Regentag im April einige interessante Felspartien aufgefallen sind.
Nachdem ich die aufliegende Erde entfernt hatte und einige Felsplatten weggehebelt hatte
konnte ich die ersten Kristallspitzen auflesen.
Danach kamen dann mehrere große Platten mit Quarz die aber leider beschädigt waren und erst Zuhause nach der Reinigung wieder teilweise rekonstruiert wurden konnten.
Als weitere Besonderheit kamen auch einige Quarzgruppen die komplett mit Siderit überzogen waren zum Vorschein.

Die Quarzgruppe ist die größte die ich in meiner bisherigen Sammlerlaufbahn gefunden habe.
Größe: 30cmx20cmx15cm

Lars23:
Hallo zusammen  :)
Nachdem ich 2016 sehr viele und gute Funde in ganz Norwegen gehabt habe, fiel mir die Auswahl meines besten Fundes doch etwas schwer. Aber schließlich habe ich mich für diese Stufe entschieden.
Eine Stufe 16cm x 12cm x 8cm, mit einem 4cm x 2.5cm großen Gadolinitkristall zusammen mit Orthit/Allanitkristallen bis 9cm Länge.
Auch wenn Gadolinit vielleicht nicht zu den schönsten Kristallen/Mineralien gehört so ist er doch in dieser Größe und Qualität eine echte Rarität unter den Seltenen Erden.   
Am 29. September entschied ich mich nach der Arbeit noch ein paar Stunden auf einer meiner Unbekannten Lieblingsgruben (Pegmatit) in der Ivelandkommune in Südnorwegen suchen zu gehen, nur etwa 20 Minuten Autofahrt von meinem Haus entfernt.
Auf der Halde dieser alten Grube habe ich eigentlich immer super Funde gemacht wie Allanit, Aquamarinkristalle, Ilmenitkristalle und Gadolinitkristalle bis 10cm, nie habe ich diese Grube ohne einen Guten Fund wieder verlassen.
Es war ein typischer Spätsommertag in Norwegen, es regnete wie aus Eimern.
An diesem Tag habe ich ein neues Loch angefangen zu Graben und ich dachte nach 3 Stunden dass ich wirklich nichts mehr finden würde, ich fand nichts aber auch Garnichts, nicht mal die Spur von einem Beryllkristall oder Gadolinit.
Nach 4 Stunden erfolglosem Buddeln war ich nass bis auf die Knochen und hatte keine Lust mehr. Ich nahm meinen Klappspaten, Hammer und Brechstange und machte mich auf dem Weg zu meinem Rucksack der ca. 10 Meter von mir entfernt war und dachte mir nur dass es nicht sein kann das ich heute zum ersten Mal hier nichts finde. Fast an meinem Rucksack angekommen ca. 3 Meter davor bemerkte ich einen Pegmatit brocken ca. 20cm x 20cm mit etwas Allanit.
Da ich aber wirklich keine Lust mehr hatte und eigentlich nur noch zum Auto wollte habe ich eigentlich nur sehr lustlos, vielleicht 3 mal mit dem Hammer auf den Stein gehauen, dieser teilte sich genau in der Mitte entlang der Allanitkristalle und zwischen diesen sitzt ein wunderschöner, absolut unbeschädigter Gadolinitkristall mit einer stolzen Größe von 4cm x 2.5cm .

Ich konnte es nicht fassen und dachte mir nur, na klasse jetzt muss ich diese Museumsstufe nur noch unbeschädigt zum Auto bekommen, wickelte die Stufe schliesslich in meine Jacke ein und begab mich auf den Fußmarsch zum Auto.

Das sind wohl die schönsten Momente eines Mineraliensammlers  :)

Allen Mineraliensammlern wünsche ich ein erfolgreiches Jahr und schöne Grüße aus Norwegen  :)
   

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