Hallo Stefan,
eine interessante Frage. Ich habe mir im Folgenden kurz meine Literatur angeschaut, die ich dazu zur Hand habe:
"mafisch (mafic) Bezeichnung für die dunkel gefärbten eisen- und magnesiumreichen Silicatminerale (z.B. Pyroxen, Amphibol oder Olivin). Sie sind kennzeichnend für basische und ultrabasische Gesteine." Zitat aus Allgemeine Geologie von Press/Siever 2008. Dabei handelt es sich um ein aus Amerika übersetztes Werk.
"Mafische (dunkle) Minerale, Mafite: Glimmer, Amphibole, Pyroxene, Olivin u. a. sowie die opaken Minerale (z.B. Magnetit, Ilmenit) und weitere Akzessorien (z.B. Zirkon, Titanit, Apatit)" Zitat aus Mineralogie, Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde 9. Auflage von Okrusch & Matthes 2014. Ein deutsches Werk.
Auffallend ist, dass das amerikanische Buch explizit eisen- und magnesiumreiche Silikate hervorhebt, also dem Ausdruck 'ferromagnesian' gerecht wird und sich dabei vor allem auf den Chemismus der Minerale bezieht. Demnach würde ich mafisch und ferromagnesian als gleichbedeutend ansehen.
Allerdings werden beim deutschen Buch noch weitere Minerale, die kein Eisen oder Magneisum enthalten, aufgeführt. Demnach wird hier vor allem eine optische Beschreibung zur Klassifikation von mafischen Mineralen herangezogen.
Eventuell gibt es dabei regionale Unterschiede, wie die Begrifflichkeiten gehandhabt werden.
Bei den Gesteinen sollte es jedoch recht eindeutig sein: mafisch/basisch ist hier alles, was weniger als 52% SiO2 enthält. Ich denke, dass zumindest hier also 'ferromagnesian' den beiden Begriffen entspricht und auch noch ultrabasisch/ultramafisch einschließt.
Interessant wären noch weitere Definitionen, jedoch habe ich keine weiteren Bücher zur Hand.