"... Auch in den österreichischen Alpen entdeckten sie neuartige Verbindungen: Fayalit und Forsterit, zwei Siliziumoxide, wurden in einer bronzezeitlichen Kultstätte in Goldbichl, Innsbruck, nachgewiesen. ..."
Diese Aussage klingt ja gerade so, als ob Forsterit und Fayalit erstmalig dort nachgewiesen wurden (somit wäre der Goldbichl "Typuslokalität"), was natürlich ausgemachter Blödsinn ist.
Da ist die Rede von Yttrium-Kristallen in Wavern und Chips als "Neo-Minerale", die natürlich nicht als Minerale gelten (der Definitions-Unterschied Kristalle - Minerale ist dem ORF-Redakteur scheinbar nicht bekannt). Etc.....
@anatasi: Welche Erkenntnisse? Ich seh nix Neues unter der Sonne. Aber deine Frage als Denkanstoß ist immer diskutierenswert.
Zum Thema Schlackenminerale (u.a. "anthropogene" Minerale): Man könnte eine Unterscheidung zwischen "vom Menschen gezüchteten" und "auf zwar von Menschen gemachten Strukturen (Tunnels etc.), aber auf natürliche Weise (ohne Eingriff von Menschen) entstandenen Mineralen" treffen, wenn man schon will. Z.B.: Sobald eine Verbindung nur durch unmittelbaren und absichtlichen Eingriff des Menschen entstanden ist (z.B. im Labor gezüchtet, oder bei der Zementproduktion , wo ja die Entstehung bestimmter Verbindungen durch den Menschen bewusst provoziert wird), kann man sie von den Mineralen ausschließen. Schlackenminerale oder sekundäre Minerale in Minen und Tunnels z.B. könnte man als Minerale betrachten. Der Knackpunkt wären die Begriffe "unmittelbar" und v.a. "absichtlich".
Aber diese Diskussion ist hier ja schon mehrfach geführt worden. Und ich sehe immer noch nur die zwei extremen Lager in dieser Diskussion...