Mineralien / Minerals / Minerales > Fluoreszenz, Lumineszenz / Fluorescence, Luminescence
Fluoreszierender Uranophan???
etalon:
Hallo zusammen,
ich konnte natürlich nicht warten, bis das Ding endlich fertig ist, und habe schon mal Tests gemacht. Anbei das Spektrum von dem Analysierten Sklodowskit aus der Grube Clara/Schwarzwald. Es hat mich doch sehr überrascht, dass selbiges so strukturiert ist. Das hatte ich so nicht erwartet und wird die Unterscheidung zum Uranophan doch schwerer machen, als gehofft... :-\
Naja, wir werden sehen...
Spektrum siehe #Antwort 64!
So, jetzt muss ich noch das Spektrum von Georgs Fluorit aufnehmen. Selbiges gibt es dann morgen...
Grüße Markus
etalon:
...so ich noch mal...
Wenn ich das Spektrum mit dem des Uranocircits vergleiche, so finde ich die selben charakteristischen Linien des Uranyl-Ions UO22+. Ich bin echt mal gespannt was der Uranophan liefert...
Auf jeden Fall werde ich noch mehrere Spektren von Sklodowskiten und Uranophanen aufnehmen und dann vergleichen. Mal sehen, was dabei heraus kommt...
Grüße Markus
Lynx:
Hallo Markus,
Super! Schaut itatsächlich etwas unerwartet aus (jedenfalls im Vergleich zu den wenig strukturierten Spektren, die ich gesehen habe)...
Hast Du die Messung an der ganzen Stufe gemacht oder an einem Bruchstück? Wie hast Du das System schlußendlcih kalibriert? (vorallem, was Intensitätsverhältnisse bei verschiedenen Wellenlängen angeht)?
Gruß, Martin
etalon:
Hallo Martin,
das aktive Messfeld objektseitig (FOV) beträgt bei diesem Spektrometer ca. 770my x 7,7my. Es wird daher nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Probe vermessen. Diesen positioniere ich dann auf dem zu messenden Mineral, so dass möglichst ausschließlich dieses am Messsignal beteiligt ist. Danach nehme ich ca. 10 Spektren auf, welche im Anschluss gemittelt werden, um ein besseres S/N zu erhalten (eine DSLR-Kamera ist für diesen Einsatzzweck eigentlich nicht die Kamera der Wahl, aber sie war halt nun mal da...).
Was die Kalibration des Spektrums betrifft, so war das etwas kniffliger. Ich besitze keine Kaltkathodenlampe, um ein Kalibrationsspektrum aufzunehmen. Also habe ich mit dem kompletten Aufbau ein Sonnenspektrum aufgenommen (ähnlich dem hier schon geposteten). Dieses habe ich dann anhand bekannter, prominenter Absorptionslinien mit sechs Stützpunkten wellenlängenkalibriert. Dann habe ich dieses mit einem professionellen, voll kalibrierten Spektrum für einen G2V-Stern (welcher unsere Sonne ist) gefaltet, was im Großen und Ganzen einem Schwarzkörperspektrum entspricht. Dabei bleibt eine Kurve übrig, deren Kontinuumsverlauf in der Hauptsache dem Effizienzverlauf des gesamten Spektrometers entspricht (also Sensor- und Gittereffizienz). Nun habe ich das Kontinuum mit vielen Messpunkten angefittet, und daraus dann die Efficiency des Spektrometers gewonnen. Mit dieser habe ich dann das aufgenommene Sonnenspektrum gefaltet und mit dem professionellen G2V-Spektrum verglichen. Dann habe ich den Fit so lange angepasst, bis mein aufgenommenes Sonnenspektrum bestmöglich dem G2V-Spektrum angeglichen war. Somit hatte ich meine Geräteeffizienz ermittelt, welche bei unveränderter Einstellung am Spektrometer für alle Messungen gilt.
Dann habe ich die Messung von dem Sklodowskit genommen, mit dem (unkalibrierten) Sonnenspektrum überlagert, und beide anhand des letzteren wieder mit sechs prominenten Absorptionslinien über den gesamten Spektralbereich wellenlängenkalibriert. Dann wurde das wellenlängenkalibrierte Sklodowskitspektrum mit der Efficiency gefaltet und der für uns interessante Bereich gecroppt. Danach noch skaliert, die Peaks beschriftet, und fertig.
Ich hoffe, das beantwortet Deine Fragen und war jetzt nicht zu verwirrend geschrieben. Ich schweife da manchmal etwas aus... :P
Grüße Markus
Fabian99:
Hallo,
wenn du mit deiner Lösung zufrieden ist ist doch alles gut :-)
Gerne werden aber auch Halogenlampen oder ähnliches für die Effizienz genommen. 12.0 Volt per Netzteil vorgeben, Ausrichtung und Abstand definieren und los gehts. Bei mir steht gerade ein kalibiriertes Spektralradiometer :-) Damit hast du keine Wellenlängenrichtigkeit, bist aber von den terrestischen Einflüssen (Staub, Wasserdampf) weg. Das Spektrum ASTM 1.5 hilft die vermutlich nicht, oder?
LG + gute Ausführung
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