Hallo zusammen.
Peakaufspaltung:
Die Bande (das breite spektrale Gebilde von rund 480 nm bis 600 nm) ist der elektronische Übergang aus dem angeregten Zusrtand. Die Peaks gehören dann (ausgehend von der Zero-Phonon Line) zu den vibronischen Zuständen. Symmetrische und antisymmetrische haben leicht unterschiedliche Energieabstände (z.B. 785 cm-1 und 880 cm-1 in synth. BaUO2Si2O6 bei He-Temperatur, Plaisier 1995). Wen die U-Sites nicht äquivalnt sind, dann spalten die Banden weiter auf (Größenordnung 10cm-1) - und das dürfte eben bei den komplexeren natürliche Stoffen leicht passieren.
Sklodowskit
Da habe ich nocheinmal die Literatur gewälzt.
Für Sklodowskit habe ich folgende Angaben gefunden (in nm):
Barmarin (fluomin.org): 503, 523,545,566
Gorobets (vis Cisro-luminescence database): 520, 535, 550
Wang 497, 517, 539,562
Sklodowskit (Clara) 504, (511), 524, 546, 570, 596
Sklodowskit (Musonoi/Kongo): 501,514,535,556,(607)
Die einzige mir zugängliche Referenz, bei der die Probe sicher Sklodowskit ist (Übereinstimmung via XRD-Daten genannt) ist Wang et al.
Dieses Spektrum nehme ich deshalb als Slodowskit-Spektrum an. Dazu passt (wenn auch nur im Rahemn von einigen nm Abweichung) nur das Spektrium Sklodowskit (Musonoi/Kongo).
Beim EDX Sklodowskit (Clara) kamen als signifikante Elemente Mg, Si, U, O vor, - H wohl auch aber nicht messbar. Auf die Mengen gebe ich erstmal nix.
Von Magnioursilit (bzw. Ursilit) - das Mineral enthält ebenfalls Mg, Si, O, U, H - gibt es Spektraldaten (Gorobets):
Ursilit (via Cisro-luminescence database) 502,523,546.
Die wichtigen Peaks von Ursilit würden sowohl zu Barmarin als auch zu Sklodowskit (Clara) passen. Inwieweit allerdings die Gorobets-Daten von Ursilit zuverlässig sind, weiss ich nicht.
Ob mineralogisch eine Verbindung zwischen Ursilit/Magnioursilit/Uranosilit und Sklodowskit besteht, weiss ich nicht. Da müssten sich jetzt die Spezialisten damit befassen-.
Liebe Grüße, Martin
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Plaisier, J. R., Ijdo, D. J. W., de Mello Donega, C., & Blasse, G. (1995). Structure and luminescence of barium uranium disilicate (BaUO2Si2O6). Chemistry of materials, 7(4), 738-743.
Wang, Z. et al, "Fluorescence spectroscopy of U(VI)-silicates and U(VI)-contaminated Hanford sediment", Geochimica et Cosmochimica Acta, Vol. 69, No. 6, pp. 1391–1403, 2005 (doi:10.1016/j.gca.2004.08.028) - den sollte man finden im Kontext von digitalcommons.unl.edu