http://www.phillisverlag.de/Kalender-Shop/Mineralienkalender/http://vfmg.de/der-aufschluss/https://www.chiemgauer-mineralien-fossiliensammler.de/

Autor Thema: Columbit aus Altsammlung  (Gelesen 3521 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline neuron

  • *****
  • Beiträge: 501
  • Kellerstrahler
Columbit aus Altsammlung
« am: 10 May 17, 06:34 »
Guten Morgen,

Habe keinen Geigerzähler. Wie stark strahlt Columbit, kann ich das im Haus lagern oder besser nicht? In einer Altsammlung gefunden.

Danke vorab,
Swen

Offline Schatten

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.310
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #1 am: 10 May 17, 06:45 »
Hi Swen,

Zitat
Habe keinen Geigerzähler. Wie stark strahlt Columbit, kann ich das im Haus lagern oder besser nicht? In einer Altsammlung gefunden.
 
Von dem Mineral selbst sollte keine bzw eine sehr geringe  Radioaktivität ausgehen.
Natürliches  Niob ist nicht radioaktiv, Mangan und Eisen wohl eher auch nich.  ;)
Natürliches 181Tantal ist  zu fast 100 nicht radiaoaktiv, ein extrem winziger Anteil (ca. 0,012%) kann als das radioaktive Isotop 180Ta vorliegen.
Die Halbwertzeit von 180Ta ist extrem hoch, da dürfte Dir nicht wirklich was "um die Ohren fliegen"  ;D und von einem Geigerzähler an sich nicht erfasst werden.

Wenn kann nur etwas in der Matrix oder ein anderes Mineral auf der Stufe für einen höheren Ausschlag bei einem Geigerzähler sorgen.



Gruß
Silvio
« Letzte Änderung: 10 May 17, 07:05 von Schatten »

Offline neuron

  • *****
  • Beiträge: 501
  • Kellerstrahler
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #2 am: 10 May 17, 07:07 »
Ok Danke für Deine Expertise. Gruss Swen

Offline Schatten

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.310
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #3 am: 10 May 17, 07:28 »
Hi Swen,

einfache Recherche im Atlas und im Internet.
Da das gute Stück von Hagendorf stammt, kann wie (schon geschrieben) die Radioaktivität nur von einem anderem Mineral stammen.
Dort kamen einige radioaktive Mineralien vor.
Von daher ist eine reelle Einschätzung der tatsächlichen Aktivität schwierig  ;)
Hab grad gesehen, dass in Hagendorf-Süd "nur" Columbit-Fe vorkam...vergiss einfach den Tantalabschnitt  ::)

Gruß
Silvio

Offline Florian

  • *****
  • Beiträge: 803
  • Steine Bergbau ... was gibts den schöneres?
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #4 am: 10 May 17, 08:29 »
Hallo Swen,

bei Hagendorf Columbiten würde ich aufpassen - hier sind ab und zu Uraninit xx in den Columbit eingewachsen - dann sieht es mit der Strahlung geleich anders aus.  Ich würde das Stück mit dem Geigerzähler überprüfen...

Siehe -> https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=293,3983,1

Gruß Florian

Offline Alcest

  • ******
  • Beiträge: 1.408
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #5 am: 10 May 17, 11:42 »
Hallo,

ohne das Thema loszutreten: die Strahlung der süßen Uraninitoktaeder von dort würde ich nicht überbewerten. Klar, offen im Kinderzimmer geht es nicht. Ich hätte bei denen keine Bedenken, sie außerhalb eines Bleitresors aufzubewahren...


VG Jan

Offline Harzsammler

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.887
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #6 am: 10 May 17, 15:06 »

Habe keinen Geigerzähler. Wie stark strahlt Columbit,
Ohne eine Messung am "lebendigen" Objekt kann das niemand wissen. Schließlich sind das keine standardisierten Proben.

Was die Aufbewahrung radioaktiver Mineralien angeht so ist dies ein endloses und teils leidiges Thema...

Grüße,
Michael

Offline smoeller

  • ******
  • Beiträge: 5.369
  • Diplom-Mineraloge
Re: Columbit aus Altsammlung
« Antwort #7 am: 10 May 17, 18:09 »
Hallo,

Überbewerten würde ich das nicht.Die Uranmenge ist immer recht klein, aber stets vorhanden. Das mit dem Uraninit stimmt aber, fast immer ist der mit dabei. Wenn dir das Stück zu heikel ist, würde ich es dir abnehmen, etwa im Tausch gegen garantiert nichtstrahlende Mineralien wie Fluorit oder Baryt oder Pyromorphit...

Glück Auf!
Sebastian