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Privater Kauf eines Spektrometers

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Alcest:
Hallo,

ich schrieb meine BSc.-Arbeit mit einem IR-Spektrometer. Mir erschließt sich nicht so ganz, wie man damit im Rohstoffsektor arbeiten kann. Die Messfenster waren zumindest bei meinem Gerät recht grob. Selbst in den Handbüchern stand, dass nur gewisse Minerale sinnvolle Spektren erzeugen.

Dazu gehören: wasserhaltige Minerale, Minerale mit OH-Gruppen, Carbonate, Sulfate, Quarz (wg. Wasser im Kristall), amorphe Kieselsäure (z.B. Opal) und ich meine auch teilweise Phosphate sowie Arsenate und Vanadate. Oder eben organischem Material. Bei Sulfiden hingegen sieht es sehr mau aus. Ebenso bei Feldspat, wenn es nicht gerade der Ammonium-Fsp. ist.
Messungen an idiomorphen Kristallen funktionierten nie und an Pulvern mitunter nur sehr eingeschränkt. Bei großkörnigen Gesteinen (z.B. Marmor) sah es auch schlecht aus.

Zudem spuckt ein solches Gerät eben ein Spektrum aus. Zumindest bei den von mir genutzten gab es eine Vergleichsdatenbank aber die war recht übersichtlich. Daher griff ich auf die Datenbank der Institution zurück, die jahrelang Daten erfasste.

Wenn mehrere messbare Phasen auftreten wirst Du als IR-Neuling sicherlich sehr große Probleme bei der Bestimmung haben.

Gruß
Jan

Fabian99:
Hallo Jan,

Raman ist da mit den Fluoreszenzen und bei dunklen Mineralien auch nicht viel besser.

LG

ThorBenOdin:

--- Zitat von: Fabian99 am 20 Jun 17, 18:51 ---Hallo Jan,

Raman ist da mit den Fluoreszenzen und bei dunklen Mineralien auch nicht viel besser.

LG

--- Ende Zitat ---

Vielen Dank Fabian,Axinit,Alcest,

Vielleicht hat Fabian mit seiner vorhergehenden Antwort ja recht
und ich suche die eierlegende Wollmilchsau.
Ich bedanke mich bei Euch für die aufklärenden Infos.
Es scheint so, daß ich mir doch einen Dienstleister suchen muss.

Nochmals vielen Dank Euch allen
e-l

joy:
Die häufigen Nicht-Sulfidischen Minerale lassen sich meistens schnell mit Raman-Spektroskopie bestimmen. Das ist meistens das erste, was ich versuche. Wenn es dann doch eine schwierigere Phase ist, kommt zunächst EDX und falls dann genügend Material da ist auch XRD in Frage.
Die Anforderungen an Phasenseparation und Ausreichende Menge sind bei der klassischen Pulver-XRD am größten. Und wenn man dann das Pech hat ;-)  ein neues Mineral zu finden, kommt man eh nicht drum herum an einer Uni Einkristallbeugung oder im Fall winzigster Fragmente Elektronenbeugung am TEM zu machen. Und dann gibt es ja noch die Synchrotrons...

Wenn du Raman und EDX Untersuchungen brauchst, schreib mich mal an.
Ich benutze beide Verfahren zur Bestimmung und wenn dann Kandidaten dabei sind, die weiter erforscht werden sollten, läuft das eben über ne Uni.



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