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Autor Thema: Interessante Makrolinse  (Gelesen 6240 mal)

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Offline Sebastian

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Interessante Makrolinse
« am: 25 Jul 17, 11:28 »
Hallo,
Ich habe wieder mal von einer für unsere Art der Fotographie interessante Linse entdeckt.
Es geht um das 60mm f2.8 Laowa 2:1Makro.
https://www.venuslens.net/product/laowa-60mm-f2/
Was ich an testberichten gelesen habe ist beeindruckend. Der Preis ist für eine Linse wie diese (auch VOllformat geeeignet!) beeindruckend gering.
Noch günstiger ist allerdings das wohl etwas schwächere aber anscheinend trotzdem sehr gute Linse und bei 179Dollar kann keiner meckern.
https://www.amazon.com/Oshiro-60mm-2-8-Ultra-Macro-Digital/dp/B010R8MVK6/ref=pd

Für Freunde Großer Stufen ist diese Linse sicher interessant:
https://www.venuslens.net/product/laowa-15mm-f/
Ein 15mm Makro sodass man nah ran kann und trotzdem einen vernünftigen Hintergund generieren kann :bei breiten und großen Stufen interessant denke ich).

Ich hatte letztens ja schon eine Linse vorgestellt die Mitakon 20mm Makro für 4:1.
Hier nochmal der Link:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,43897.0.html
Dies sind denke ich gerade für unsere Ansprüche sehr interessante Linsen und gerade das 2:1 Makro Bietet einen einfachen und kostengünstigen Einstieg in die Mikrofotographie.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Sebastian

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #1 am: 25 Jul 17, 12:32 »
Das Oshiro gibt es bei Amaz.. schon für 120€, bei dem Preis kann man nicht meckern. Ich weiß zwar nicht wie die Qualtität ist, aber vielleicht finde ich ein paar unabhängige Tests. Sonst gibt es bei mir demnächst einen Bericht wie ich die finde  ;D
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Embarak

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #2 am: 29 Aug 17, 23:54 »
Hallo Sebastian,

Bisher hatte ich mit meiner EOS 600D nur mit den 1:1-Makroobjektiven von Canon fotografiert.
Egal, ob 60 mm oder 100 mm, der Abbildungsmassstab bleibt 1:1. Zusätzliche Zwischenringe hatte ich auch schon benutzt,
aber das Ergebnis hatte mich nicht vom Hocker gehauen.

Die Idee von einem rein mechanischen 2:1-Makroobjektiv für kleines Geld war ein Versuch wert.
( Das Canon MP-E 65mm f/2,8 1 - 5x Makro kostet schon einen schlappen Tausender. Hat da jemand Erfahrungen? )

Das 60mm 2:1 Laowa für knapp 400 € und das deutlich preiswertere Oshiro-Objektiv scheinen äußerlich fast baugleich zu sein,
allerdings sagt das nichts über möglicherweise unterschiedliche Vergütung der Linsen.

Kurz und gut: Ich habe mir bei Amazon das Oshiro 60 mm f/2.8 2: 1 LD UNC manuell ultra-macro ( für Canon) für 120 € besorgt,
das in Deutschland aus mir unbekannten Gründen unter dem Namen tatsuhiro ( von Oshiro) verkauft wird. Man bekommt aber das Oshiro.  ???
(Amazon.uk und -.com bieten es unter Oshiro an.)

Habe heute einen ersten Test gemacht. Stacken in gleichmäßigen, kleinen Abständen mit der EOS-utility-software geht damit natürlich nicht,
also habe ich den alten Standard-Makroschlitten (ohne Feintrieb) und die Fernbedienung rausgesucht.

Echte Wunder kann man bei dem Preis nicht erwarten, aber sooo schlecht finde ich das Ergebnis für einen allerersten Test nicht.

Boleit, Boleo, Baja California, Mexiko, Kantenlänge 4 mm
EOS 600 D, tatsuhiro 60 mm  2: 1 , ISO 100, Blende 8, 1/10 sec, 21 Aufnahmen, Zerene Stacker
( Originalformat, nur auf 1200x800 runterskaliert. )

Gruß
Norbert

Offline Sebastian

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #3 am: 30 Aug 17, 07:13 »
Hallo Norbert,
Sieht schon mal nicht schlecht aus.
Das mpe 65 mm soll sehr gut sein. Allerdings spielt es seine Qualitäten vorallem dadurch aus das es Vollformat geeignet ist. Stacking mit kleinen Schritten ist sowieso angesagt. Deutlich günstiger und anscheinend auch von der abbildungsleistung her besser soll das APO Rodagon 50mm 1:2,8 N sein, ein Vergrößererobjektiv in retrostellung.
Ich selber habe ein Schneider Kreuznach Componon S 50 mm f 2,8 Objektiv für 25€ was in den Ecken allerdings nicht die besten Ergebnisse liefert, ansonsten als Einstieg absolut zu empfehlen ist.
Das Oshiro kann man nur sinnvoll vergleichen wenn man die Auflösung misst und mit anderen Objektiven vergleicht, ich würde aber vermuten das blende 8 schon etwas zu hoch ist, f 4-5,6 sollte eher die maximale Auflösung erreichen.
beste Grüße Sebastian

Offline Harzsammler

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #4 am: 30 Aug 17, 17:47 »
Hallo,

ich trage mich schon lange mit dem Gedanken in teure Fotoausrüstung zu investieren.
Im Mikrobereich ist klar, aber ob es für den Makrobereich (so um 3mm Kristallgröße) wirklich nötig ist?
Bitte nicht falsch verstehen aber ich möchte hinterher nicht feststellen müssen, dass ich mich nicht deutlich verbessert habe:


Echte Wunder kann man bei dem Preis nicht erwarten, aber sooo schlecht finde ich das Ergebnis für einen allerersten Test nicht.

Boleit, Boleo, Baja California, Mexiko, Kantenlänge 4 mm
EOS 600 D, tatsuhiro 60 mm  2: 1 , ISO 100, Blende 8, 1/10 sec, 21 Aufnahmen, Zerene Stacker
( Originalformat, nur auf 1200x800 runterskaliert. )

Gruß
Norbert

Hier mal drei Vergleichsfotos: Nikon Coolpix S9700, Makromodus (keine manuellen Korrekturenan der Kamera), Tageslicht, aus dem Handgelenk geschossen.
Keine Nachbearbeitung, nur ausgeschnitten.
Um die Schwierigkeit zu erhöhen auf körnigen Calcit fotografiert.
(wenn ich mir Mühe gebe geht das besser)

Pyrit  (oxidiert) 3mm
Smaragd 4x3,5mm
Schörl 3mm

Mir geht es erst mal nur um den Makrobereich, wo man dann ja neben hohen Einstiegskosten auch noch mehr Zeit  in das Stacking und anschließende Bearbeitung investieren muss.
Was meint ihr dazu ???

Grüße,
Michael

Offline Josef 84,55

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #5 am: 30 Aug 17, 21:21 »
Hallo,

ich nehme bis 7 mm das Nikon CFI60 Plan 4x 0.10 WD 30 und darüber die Kombination eines Durst Neonon 80mm F5,6 mit der Raynox DCR250 in Normalstellung. Testfotos zeigten, dass die 50 mm Vergrößererobjektive  wie das Componon 50/2.8, EL Nikkor 50/2.8 oder das auch nicht bessere alte Apo Rodagon 50/2.8 in Retrostellung, in Auflösung, Farbe und Kontrast nicht mehr mit den moderner vergüteten Objektiven konkurrieren können. Auch ein frühes 50mm Photar F2.8 war eher entäuschend. Die angehängten Testfotos zeigen einen Prehnit mit Fuorit und Allanit vom Steinbruch Grub bei Rinchnach. Maßstab ca. 1:1, alles am Fotoaufbau mit Balgen, sonst hätte ich das Sigma 105mm Makro verwendet.

Grüße Josef

Offline Sebastian

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #6 am: 31 Aug 17, 08:30 »
Hallo,
Danke für den interessanten Vergleich. Was mich stutzig macht ist die Tatsache das fast alle mit dem rodagon
Hervorragende Bilder machen (unter 1:1!). Das objektiv was ich meine ist nicht das alte sondern die N Version.
Die sollte eigentlich deutlich besser vergütet sein. Außerdem vergleichst du ein 80mm mit einem 50mm objektiv. Die wurden meines Wissens  doch für andere vergösserungen gerechnet. Interessant wäre der Vergleich zwischen dem apo rodagon 80mm mit deinem Durst 80 mm. Bei einem vergrössererobjektiv, warum setzt du die raynox noch davor? Die würden doch schon so gerechnet das ein Auszug die Vergrößerung erhöht. Sollte das nicht evtl. Nicht sogar bessere Ergebnisse liefern als mit zusätzlicher Linse davor?
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Josef 84,55

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #7 am: 31 Aug 17, 19:47 »
Hallo,
mag sein, dass das Apo Rodagon N besser ist als meines ohne N, auch das Apo Rodagon D 75 mm D 1x oder D 2x sollen sehr gut sein, aber für einen vergleichbaren Preis zu diesen doch schon 30 Jahre alten Objektiven die für Mittelformat gerechnet wurden, bekommt man auch ein Mitutoyo 2x und zum Preis eines MP-E 65 die Mitutoyo's 2, 5 und 10x.
Von der Kombination mit der Raynox mit einem 80 mm Objektiv habe ich irgendwann bei photomacrography.net gelesen. Ich denke funktioniert ähnlich wie bei den unendlich korrigierten Mikroskop-Objektiven, also Vergrößernde Optik + Tele. Die Raynox Linsen sind dazu entwickelt, aus einem Tele ein makrofähiges Objektiv zu machen. Wenn man die Brennweite des Teles reduziert sollte das System eine bessere Auflösung leisten, vorrausgesetzt die Ecken sind noch brauchbar und es sind auch sonnst keine störenden Bildfehler zu sehen.
Ich muss mal testen, ob die Kombination der beiden Raynox funktioniert, ich brauche noch mehr Ringe...
Grüße Josef

Offline Sebastian

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #8 am: 31 Aug 17, 20:33 »
Hallo Josef
Also unter 5x, bzw. 4x würde ich nicht mit Mikroskopoptiken fotografieren.
Arbeitsabstände sind bei anderen Linsen besser, Auflösung, gerade in den Ecken ist deutlich besser bei
Vergrößerern etc.. Mikroskopoptiken nutze ich nur wenn es keine anderen Linsen gibt.
Es geht mir auch um Flexibilität, mit dem Vergrößerer am Balgen oder dem MPe 65 bekomme ich einen größeren Bereich abgedeckt als mit einzelnen Mitus.

Andere Frage: Warum willst du aus einem makrofähigem Objektiv (dafür gerechnet) mit einer Vorsatzlinse ein makrofähiges Objektiv machen?  ;D
Mich würde der Vergleich mal interessieren. Ohne und mit Vorsatzoptik bei gleicher Vergrößerung.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Josef 84,55

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #9 am: 01 Sep 17, 23:20 »
Hallo Sebastian,
ich hatte bei niedrig vergrößernden Mikroskopobjektiven auch meine Bedenken. Zumindest das 2x Mitutoyo funktioniert sehr gut, was die sehr guten Fotos von Markus zeigen. Es ist eben nicht nur ein Übersichtsobjektiv um das Objekt zu finden, sondern Teil eines Messmikroskops mit sehr großer Abgleichlänge.

Warum vor ein 80mm Vergrößererobjektiv eine Vorsatzoptik? Weil es bei 1:1 gut funktioniert und der Arbeitsabstand kleiner ist und so noch mit meinem Stativ einstellbar ist. Bei 2:1 ist diese Kombination nicht die Beste, was der Test im Anhang gezeigt hat.

Ein sehr kontrastreiches Motiv mit Reflexen die trotz weichem Licht leider teilweise überbelichtet sind.
Das CFI 4x zeigt die beste Auflösung und die Ecken sind bei 8,5mm Bildbreite (2:1) auch noch brauchbar, allerdings stören die, bei diesem schwierigen Motiv auftauchenden, blauen Farbränder und einige Flares.
Das El Nikkor 50mm/2.8 und das Apo Rodagon 50mm/2.8, jeweils bei Blende 5.6 in Retrostellung, sind bei 2:1 überraschend gut.
Am schlechtesten gefällt mir bei diesem Test die Kombination aus Durst Neonon 80mm und Raynox DCR250, jeweils in Normalstellung, die bei 1:1 gut funktioniert.

Anbei die 100% Ausschnitte (Olympus EPL5 16,2 MPixel, 17mm Sensorbreite)

Offline Josef 84,55

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #10 am: 01 Sep 17, 23:33 »
Und das komplette Foto. Aufgenommen mit dem El Nikkor 50mm/2.8.
Mitten etwas aufgehellt, Sättigung erhöht und nicht entrauscht oder geschärft.

Chalkotrichit; Chengmenshan, China; Bildbreite ca. 8,5mm

Grüße Josef

Offline Josef 84,55

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #11 am: 02 Sep 17, 10:42 »
Hallo Sebastian,
ich habe noch das Durst Neonon 80 mm in Retrostellung mit der Kombination Neonon + Raynox DCR250 in Normalstellung verglichen. Das 80mm Vergrößererobjektiv in Retrostellung ist gar nicht so schlecht. Der Kontrast ist etwas geringer, was mit einer Gegelichtblende verbessert werden könnte. Der Abstand Kamera zum Objekt ist mit ca. 30cm doch noch mit meinem Stativ möglich. Die Kombination verringert diesen um einige cm.

Getestet habe ich auch die Kombination Raynox DCR150 retro und Raynox DCR250 normal. Diese zeigt bei 1:1 nur Sternchen an den Ecken, funktioniert also nicht.


Offline Josef 84,55

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #12 am: 02 Sep 17, 10:44 »
und die Kombiantion Durst Neonon 80mm und Raynoc DCR250.

Chalkotrichit; Chengmenshan, China; Bildbreite ca. 17 mm

Grüße Josef

Offline etalon

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Re: Interessante Makrolinse
« Antwort #13 am: 02 Sep 17, 12:22 »
Hallo zusammen,

hier mal einen Vergleich von einem Schneider Kreuznach Componon S 80/4 und einem Mitutoyo Plan Apo 2x:

Componon S:

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Gehren
Interessante Makrolinse



Mitutoyo 2x:

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Gehren
Interessante Makrolinse



Das Mitutoyo hat 20mm mehr Brennweite, deshalb ist der Bildausschnitt etwas kleiner, sonst gleicher image train...

Grüße Markus

 

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