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Autor Thema: Polieren von Achaten  (Gelesen 4537 mal)

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Offline elvslayer

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Polieren von Achaten
« am: 25 Jul 17, 17:29 »
Hallo zusammen,

ich hoffe mir kann hier jemand helfen.

Ich habe eine Flaschschleifmaschine von Homberg und Brusius um meine Eigenfunde (Achate) zu schleifen und zu polieren.
Außer den verschiedenen Körnungen der Diamant Schleifscheiben für die einzelnen Schleifgänge (100 bis 1200) haben wir auch eine passende Filz Polierscheibe und das dazugehörige Polierpulver. (2 verschiedene Sorten, u.a. Ceroxid)
Es ist die Schleifmaschine auf dem Bild rechts:
http://www.schneid-und-schleifmaschinen.net/mehr-flachschleifen.html
Vor dem Schleif- und Poliervorgang werden die Achate mit einer Steinsäge von Homberg und Brusius geschnitten.

Trotz vieler Versuche habe ich jetzt das Problem, dass die Politur nichts wird, bzw. das der Achat nicht richtig glänzt.

Manchmal sind auch Stellen auf den Achaten noch nach der Politur noch matt.

Ich habe schon gehört, dass das Problem mit einem unsauberen Schnitt (zu viel Druck) bis über nicht ganz plan geschliffene Stellen entstehen kann.
Leider sehe ich solche Stellen nicht oder nur schlecht. (Fehlende Erfahrung ?!)

Mir wurde damals gesagt, dass ich für die Politur die Maschine mit geringerer Drehzahl laufen lassen soll.
Dafür kann man einen anderen Riemen einsetzen. Das habe ich auch gemacht, aber ohne Erfolg.
Das Polierpulver (Ceroxid) soll zu einer Paste angerührt werden und danach in etwas die Konsistenz von Zahnpasta haben. Das habe ich auch gemacht.
Danach habe ich diese Masse mittig auf die Filzscheibe aufgebracht und den Achat mit leichtem Druck auf der langsam drehenden Polierscheibe bewegt.
Das Ergebnis ist aber nicht zufriedenstellend.

Gibt es evtl. andere Polierunterlagen als Filz, die besser für Achate geeignet sind ?
Wäre ein anderes Polierpulver besser geeignet ?
Wie lange muss ein Achat denn im Schnitt auf der Filzplatte poliert werden ? Ist das eine Sache von 5 Minuten pro Stück oder dauert das länger ?
Kann mir jemand Tips geben, woran es noch liefen könnte ?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Vielen Dank vorab.

Gruß

Michael




« Letzte Änderung: 25 Jul 17, 19:08 von elvslayer »

Offline felsenmammut

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #1 am: 25 Jul 17, 19:18 »
Glück Auf!

so wie sich das liest, vermute ich mal, Du hast fast alles richtig gemacht. Einen entscheidenden Fehler kann ich in der Phrase "mit leichtem Druck" sofort erkennen. Der Achat muss mit ordentlich Druck auf der Filzscheibe gehalten werden. Der Stein und die Filzscheibe werden dabei warm. Damit es nicht zu heiß wird und zwecks der Schmierung musst Du immer wieder Wasser auf die Scheibe geben. Manch einer würde sagen: "Das Wasser musst Du aus dem Stein pressen.", in Anspielung auf den erforderlichen Druck und das Wasser zur Schmierung.  Übertreiben muss man es aber mit dem Drücken nicht, sonst sieht man so unschöne Polierrillen auf dem Achat. Durch das Anpressen ist auch mehr Vorsicht geboten, dass man sich oder den Stein nicht verletzt. Wenn man viele Steine nacheinander poliert, ist das definitiv eine sportliche Betätigung. Die Polierdauer hängt von sehr vielen Faktoren ab. 5 Minuten sind bei mir für einen gut polierbaren Achat mit einem Durchmesser von 5 cm ausreichend.

Mit freunlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline elvslayer

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #2 am: 26 Jul 17, 07:31 »
Hallo,

danke schon einmal für den Hinweis.
Das mit dem mehr Druck beim Polieren werde ich ausprobieren. Mir wurde jetzt auch gesagt, dass man Spülmittel dazu geben soll.
Heißt das, dass ich bisher beim Polieren einfach auch zu wenig Flüssigkeit verwendet habe ?

Offline Fabian99

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #3 am: 26 Jul 17, 10:18 »
Hallo,

ich habe zwar ein anderes Material poliert, aber mit dem Spülmittel sehr knapp sein. Der Effekt war messbar, wenn du den Finger an den eingetrockneten Rand der Spülmittelflasche gesetzt hast und dann die Scheibe berührt hast. Tenside brauchen nicht viel um die Oberflächenspannung zu brechen. Aber das war beim Läppen!

LG

Offline elvslayer

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #4 am: 27 Jul 17, 14:56 »
Ich habe folgendes sehr interessantes Video zu dem Thema entdeckt:
https://www.youtube.com/watch?v=Xk4hs7JANY0
Am Ende, wenn es um das Polieren geht, wird aber wieder trocken poliert.
Ich nutze ja selbst angerührtes Ceroxid.
Also trocken oder nass polieren ?

Michael

Offline harzgeist

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #5 am: 27 Jul 17, 15:36 »

Also trocken oder nass polieren ?

Michael

Weder noch: "feucht" !  ;)

Thomas

Offline Blackminer

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #6 am: 27 Jul 17, 17:16 »
Hallo Michael,
die Scheibe wird von selber trocken. ;) Wenn der Stein schön warm geworden ist, sollte auch die Politur stimmen.
Falls nicht, nochmal polieren.
Mir wurde mal gesagt, wenn man die Wendel einer Glühbirne klar sehen kann, ists gut.
Leider gibts ja kaum noch Glühbirnen....

Danach kommt die nächste Fleissarbeit, das Polierpulver aus den Ritzen bürsten oder kärchern.

Bei matten Stellen, liegt es entweder am Material oder am Vorschliff. Beides kann man sehr gut bei den vorherigen Schleifgängen kontrollieren.
Geschliffene Fläche flach gegens Licht halten. Die Fläche sollte "gleich" matt sein, dabei die Kanten nicht vergessen!
Bei Verwendung von verschiedenen Scheiben kann es auch sein, dass die Schleifscheibe nicht mehr plan ist. Dann werden entweder die Mitte oder die Kanten geschliffen. Da ich mit losem Korn schleife, fehlt mir für Dia-Scheiben die Erfahrung.

Matte Stellen durch Materialunterschiede:
Achate sind ja höchstens rissig, aber manche Quarzschichten können einen zum Wahnsinn treiben, wenn zu viele Bläschen drinne sind.
Dann hilft nur mit Kleber arbeiten und die Poren schließen.
Fluorit mit Hornstein oder Achat ist auch so ein Kandidat. Da hilft nur ein extrem langer Feinstschliff.
Trotzdem sieht man bei der Sichtkontrolle die Schichten.
GA


Offline Fabian99

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Re: Polieren von Achaten
« Antwort #7 am: 27 Jul 17, 18:58 »
Hallo,

bei mir war es immer: "Wenn die Schrift auf den Leuchtstoffröhren zu lesen ist..." Klappte ;-) da sieht man gleichzeitig Welligkeit und Wölbung.

LG

 

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