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Kieselgestein aus dem ???
oliverOliver:
--- Zitat ---hat Quarz einen muscheligen Bruch, weswegen es auch Bruchflächen sein könnten
--- Ende Zitat ---
das mit dem muscheligen Bruch stimmt zwar, aber in diesem Fall handelt es sich eindeutig um Fossilien !
Angler:
Hallo Sebastian und Oliver,
der Stein bricht muschlig. Unser Peter hatte heute noch einen Spliter abgeschlagen und sich prompt an den messerscharfen Kanten geschnitten (nur ein bisschen). Im Unterschied zum Kreideflint ist das ebenfalls sehr dichte Gefüge nicht so feinkörnig und es fehlt der speckige Glanz. Während dort auch mit Lupe kaum eine Körnung erkennbar ist, so kam man hier die Körnung erkennen und auch die Bruchflächen wirken stumpf. Ich denke Ihr werdet das auf den zwei neuen Bildern besser sehen können. Nicht gut erkennbar ist die ausgeprägte konkave Form der Bruchfläche am Stein (Bild 1).
Bild 2 zeigt unser Schleifergebnis an der abgesägten kleinen Fläche. Ich hoffe sehr, dass meine „Fotokünste“ ausreichen, um Euch jetzt eine bessere Beurteilungsgrundlage zu geben.
Auch einige von uns hatten zuerst bei den „Hütchen“ auf was Fossiles getippt, dann allerdings bei Betrachtung unter 20facher Vergrößerung, sich der Mineralischenbildungsfraktion angeschlossen, aber das können wir nun wirklich nicht beurteilen und ist uns auch nicht so wichtig. Es sei denn, es könnte bei der zeitlichen Verortung helfen.
Wir waren bei unseren Nachforschungen soweit gekommen, dass es in unseren Norddeutschen Geschieben Silex-Gestein aus sehr unterschiedlichen Erdzeitaltern gibt und das diese selbst von Experten, wie Euch, oft nur sehr schwer zugeordnet werden können (Dan- und Kreideflint mal außen vor).
Deshalb würde uns auch ein vorsichtiges „Könnte in Richtung … gehen“ vollkommen ausreichen. Wir hätten dann einen eingegrenzten neuen Ansatz für weitere Nachforschungen.
VG Michael
P.S. Noch vergessen, dass größte Hütchen hat einen Durchmesser von 3mm
gnoisi:
Hallo,
ich würde das für einen Quarzit halten. Tertiärquarzite sind doch in Brandenburg recht häufig.
Viele Grüße
Marian
felsenmammut:
Glück Auf!
So von den Bildern her würde ich es für Feuerstein mit ganz vielen Resten von Moostierchen (Bryozoa) halten. Auch die Beschreibung würde dazu passen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
Angler:
Werte Experten,
es ist offensichtlich der erwartbare schwierige Fall. Wir haben zwischenzeitlich den Stein zwei Mitgliedern eines Vereins geologisch interessierter Laien gezeigt, die unabhängig voneinander ihn für einen Flint hielten, aber leider sich auch keine genauere bzw. zeitliche Zuordnung zutrauten.
Wir werden also, wenn hier keine weiteren Hinweise kommen, trotzdem auch in Richtung quarzitischer Sandstein weiter ermitteln. Olivers und Sebastians Hinweise auf Fossilien können dabei ein zusätzlicher wie hilfreicher Ansatz sein.
Eventuell gelingt es uns, den Stein körperlich einer wissenschaftlichen Einrichtung zur Begutachtung, vorzulegen.
Für Eure interessanten wie hilfreichen Beiträge möchten wir uns ganz herzlich bedanken und allen Mineralienfreunden ein erholsames Wochenende wünschen!
VG
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