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Autor Thema: Objektiv in Retrostellung und was daraus wurde  (Gelesen 30267 mal)

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Offline harzgeist

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #30 am: 25 Aug 17, 23:33 »
...aber das Motiv einstellen  :P

Ein aufgeklebter Pfeil, an dem man sich entlang "hangeln" kann, erleichtert das Auffinden des Motivs erheblich. Übrigens richte ich die Stufe unter dem Bino aus, wobei sie in einem Bett aus Hülsenfrüchten (oder ähnlichem Granulat) liegt, das sich im Deckel einer größeren Jousi-Box befindet. Die Box samt Stufe kommt dann unter die Fotoeinrichtung. Ein kleiner Magnet am Boden der Box hilft beim groben Ausrichten (entsprechender Untergrund vorausgesetzt). Feinausrichtung dann mit x/y-Tisch.

Thomas

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #31 am: 26 Aug 17, 09:42 »
Hallo,

ich stelle das Motiv auch unter dem Stemi ein, der Diffusor gibt dabei die Richtung des Lichtes vor. Flächen einspiegeln oder entspiegeln mit einem Stück schwarzen Isolierband. So ist das Ausleuchtung schon fast fertig, wenn ich zum Fotoaufbau umziehe, bei dem die Richtung des Einstell-lichtes vom Blitz in etwa die Gleiche ist.
Zum wiederfinden des Motivs, vor allem bei höheren Vergrößerungen, nehme ich die Kamera vom Balgen und leuchte mit einem über dem Aufbau montiertem Licht in den Balgen. Mit dem Lichtkreis findet man am Stück das Motiv normal recht schnell, vorausgesetzt man hat sich die Stelle gemerkt. Der bei mir nicht geschlossene "Diffusorring" ermöglicht diesen Einblick und verhindert auch, dass ich mit dem Objektiv die Stufe berühre. Danach die Feinausrichtung der Beleuchtung, wobei der Drehtisch recht nützlich ist. Eventuell noch eine zusätzliche Lichtrichtung mit einem Spiegel. Höhenbeireich einstellen, Anzahl der Bilder, Belichtung, stacken, nachbearbeiten....
Mein Ablauf ist sicher nicht der schnellste, es gibt viele die das besser organisiert haben, aber wenn es nichts mehr zum verbessern gäbe, währ's ja langweilig  >:D.

Grüße Josef

Offline robodoc

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #32 am: 26 Aug 17, 13:01 »
A Hund bist scho!

Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #33 am: 28 Aug 17, 16:11 »
So ist es, man mus ja immer was zum basteln haben :-) So hab mir ein Mitutoyo Mikroskopobjektiv M Plan APO 20 geschossen. Jetzt geht die Bastellei bald wieder los.

Jatzt hab hier bereits an die 50 Adpaterringe herum liegen und brauch trotzdem wieder einen anderen Adapter dafür. Man sollte meinen irgendwann hat man genug. Ich hoffe heute Abend komme ich dazu mal das Aufbau-Foto nachzuliefern.

Des werd no ...
Viele Grüße
Stefan
 

Offline Sebastian

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #34 am: 28 Aug 17, 16:21 »
Glückwunsch,
Ich hoffe dein Aufbau ist stabil oder blitzen ist angesagt.
20x ist schon eine Herausforderung, mit dauerlicht konnte ich nicht mal bei 10x mit voller Auflösung fotografieren. Geschweige denn 20x. Deshalb steige ich auf Blitz um.
Viel Spaß damit und nicht so viele graue Haare beim ausprobieren. Als tubuslinse empfehle ich die Raynox 150 wie auch die 250. beide preiswert und mit Hilfe von Rainer (stonemaster) einfach zu adaptieren.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #35 am: 28 Aug 17, 16:33 »
Die Raynox 250 hab ich schon Zuhause. Braucht es da noch irgendiw Tube-Extensions oder was hast Du von Rainer benötigt?Er hat ja wirklich tolle Produkte!

Viele Grüße Stefan

Offline Sebastian

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #36 am: 28 Aug 17, 16:47 »
Die Raynox 250 gibt dir mit einem 20x Objektiv 12,5 fache Vergrößerung. In retrostellung sollte es die besten Ergebnisse geben. Die Adapter sind etwas exotisch, deshalb der Hinweis auf Rainer. Die tubuslinse sollte auf unendlich gestellt werden, das heißt für eine 125mm Linse bräuchte es vom Sensor aus 125mm für die unendlichstellung. Also Auflagemaß beachten! Zwischen der Linse und dem Objektiv muss nicht aber kann ein Abstand sein.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #37 am: 28 Aug 17, 23:58 »
Hallo,

ein Artikel, der anschaulich zeigt, dass bei harter Beleuchtung und hoher Vergrößerung, die Reflexe nicht unscharf werden und daraus die Flares entstehen, weil die Stackingsoftware sie falsch scharf erkennt.

https://pylin.com/2017/05/05/diffuse-your-light-or-else/

Grüße Josef

Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #38 am: 09 Sep 17, 11:06 »
Hier mal ein Testchart mal mit einem Mitutoyo Plan Apo 20 ein Teilstrich sind 0.01 mm Das ist die volle Auflösung der Kamera mit minimalen Entwicklungskorrekturen (RAW) und Weißabgleich. Bei voll aufgezoomten Bild kann man auch die Flanken der Farbe erkennen. Auf den Einsatz der Raynox habe ich verzichtet. Ich weiß noch nicht so recht wofür die gut sit. Mein Test hat keine Verbesserungen, eher Verschlechterungen mit Raynox gebracht.


Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #39 am: 09 Sep 17, 11:26 »
Hier mal der Aufbau
« Letzte Änderung: 09 Sep 17, 11:37 von Stefan »

Offline Josef 84,55

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #40 am: 09 Sep 17, 14:18 »
Hallo Stefan,

ich gehe davon aus, dass Du den Live View Modus mit EFSC nutzt (siehe http://www.krebsmicro.com/Canon_EFSC/).

Falls die Doppelränder des Einzelbildes bei einem Stack nicht verschwinden, könnte man diese Bildfehler durch eine "Tubuslinse" mit kurzer Brennweite, zumindest kleiner machen. Bei den Bildern von Stephan Wolfsried habe ich Bildbreiten bis 3mm mit dem 20x0.42 und der DCR250 gesehen, wobei ich nicht weiß, ob diese eventuell nicht aus mehreren Stacks zusammengesetzt sind.
Ohne Tubuslinse habe ich meine ähnlichen Objektive noch nicht ausprobiert, eigentlich sollten sie mit Zwischenoptik besser sein. Mein endlich korrigiertes JML 20x/0.30 war mit TL deutlich weniger scharf.

Grüße Josef

Offline Sebastian

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #41 am: 09 Sep 17, 15:12 »
Hallo Stefan,
Es gibt endliche und unendlich korrigierte Mikroskopobjektive. Dein Mitu ist unendlich korrigiert.
Das heißt: dein Bild muss erst auf einen Punkt fokussiert werden um wirklich scharf und fehlerfrei abzubilden. Dazu nimmt man eine tubuslinse. In deinem Fall eine Raynox 250 mit 125mm Brennweite. Da dein mitu für 200 mm gerechnet ist ergibt sich also eine Vergrößerung von 12,5 x. Deine Raynox muss hinter dem Objektiv einen Auszug von 125mm erhalten um unendlich gestellt zu werden. Dabei muss du aber auch dein Auflagemass beachten. Das Bild muss deutlich besser mit tubuslinse aussehen.
Gruss Sebastian

Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #42 am: 09 Sep 17, 16:48 »
Hallo Josef, interessanter Artikel, ich hatte das schon so eingestellt. Es gibt aber noch einen Geräuschlos Modus 2, den versuche ich auch mal.

Hallo Sebstian, wenn ich das Raynox 250 benutze, wie müssten dann die Abstände sein? Mitutoyo zu Raynox und Raynox zu Kamera. Ist die Einbaurichtung des Raynox egal?

Viele Grüße
Stefan

Offline Sebastian

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #43 am: 09 Sep 17, 16:59 »
Hallo Stefan,
Der Aufbau ist: mitu  --> Abstand 0-7cm Raynox --> 125 mm  minus Auflagemaß.
 
Der Abstand von Objektiv zu Raynox kann maximal 7cm betragen. Kann aber auch verlustfrei weniger betragen.
Ob Retro oder nicht spielt erstmal keine zu große Rolle. Meistens wird Retro bevorzugt. Dann muss die Raynox unendlich gestellt werden. Also 125 mm bis zum Sensor.
Beste Grüße Sebastian

Offline Stefan

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Re: Objektiv Retrostellung
« Antwort #44 am: 09 Sep 17, 18:51 »
Hallo Sebastian, vielen Dank, das hilft weiter.

Hier ein Testbild mit besagter Config. ohne Nachbearbeitung nur Weißabgleich.

Viele Grüße
Stefan

 

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