https://fossilsworldwide.de/http://www.phillisverlag.de/Kalender-Shop/Mineralienkalender/https://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/

Autor Thema: Mineralienfotos als Anfänger  (Gelesen 5687 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline harzgeist

  • ******
  • Beiträge: 1.511
Re: Mineralienfotos als Anfänger
« Antwort #15 am: 26 Aug 17, 17:04 »
Habe bisher immer gezoomt.
Zoom und Makro-Modus sind gegensätzliche Funktionen! Zoom brauchst du NUR, wenn es nicht MÖGLICH ist nahe genug an die Stufe heran zu kommen, zum Beispiel in einem Museum, SONST NICHT.
Als nächsten Schritt solltest du den Umgang mit dem Selbstauslöser lernen (auch mal die Bedienungsanleitung lesen  ;)). Ohne Selbstauslöser wird es dir nicht gelingen trotz Stativ die Kamera während der Aufnahme ruhig genug zu halten. Wenn du unscharfe Bilder bekommst obwohl du im Sucher ein scharfes hattest, ist das ein sicheres Zeichen dafür.

Habe aber trotzdem noch eine Frage:
Wenn ich Bilder Mal machen will mit einer Bildbreite von 1cm oder niedriger wie mache ich diese? Nämlich irgendwann stößt das Objektiv auf das Mineral und dann kann ich nicht mehr näher heran.
Laut Datenblatt kannst du bis auf 1 cm an das Objekt heran gehen. Mehr geht dann mit DIESER Kamera eigentlich nicht mehr. Theoretisch gäbe es noch die Möglichkeit einer Vorsatzlinse (sog. Makrolinse) und dann auch wieder MIT Zoom. Aber erstens denke ich nicht, dass deine Kamera eine Möglichkeit zur Befestigung dieser Linsen bietet und zweitens sind bei so kleinen Bildbreiten ohnehin andere Techniken (Mehrschichtaufnahmen) erforderlich. Da ist eine Kamera mit auswechselbarem Objektiv und Zwischenringen die bessere Lösung.

Offline Embarak

  • ******
  • Beiträge: 1.474
    • Mineralienbilder
Re: Mineralienfotos als Anfänger
« Antwort #16 am: 27 Aug 17, 23:15 »
Zitat
Theoretisch gäbe es noch die Möglichkeit einer Vorsatzlinse (sog. Makrolinse) und dann auch wieder MIT Zoom. Aber erstens denke ich nicht, dass deine Kamera eine Möglichkeit zur Befestigung dieser Linsen bietet und zweitens sind bei so kleinen Bildbreiten ohnehin andere Techniken (Mehrschichtaufnahmen) erforderlich. Da ist eine Kamera mit auswechselbarem Objektiv und Zwischenringen die bessere Lösung.

Eben nur theoretisch.  ;) Ehe man sich mit Makrolinsen, Zwischenringen und Mehrebenenfotografie beschäftigt, sollte man sich
erstmal mit den Grundlagen der Fotografie vertraut machen. Bei Makrofotografie sind diese ganzen Automatikeinstellungen sinnlos.
Das ist nur für Urlaubsschnappschüsse.

Makro heisst alles manuell einstellen:
Nur im Weitwinkel kann man auf 1 cm ran. Siehe Datenblatt.
Je dichter man rangeht, desto kleiner wird der Tiefenschärfebereich der Linsen. Kann man aber über die Blende beeinflussen.

Die kleine Blende 8 ist meist richtig, weil sie größtmögliche Tiefenschärfe bringt.
(Man kann viele Blenden noch kleiner stellen, 11 etc., aber das führt wieder zu Qualitätsverlust durch Beugungsunschärfe.)
Kleine Blende bedeutet aber auch längere Belichtungszeit. Frei Hand geht also nicht, also Stativ.

Die passende Belichtungszeit ebenfalls manuell einstellen. Sieht man ja im Display, wann's gut passt.
Ein Zeitautomat ist nicht sinnvoll, da er einen Belichtungsmittelwert zwischen Hintergrund und Objekt bildet.
Die Priorität liegt aber auf dem Objekt. Ist manuell besser einzustellen. Das muss man üben.

Der ISO-Wert steuert die Empfindlichkeit des Sensors in der Kamera.
ISO 100 ist der Standardwert für sonniges Wetter bei sehr hoher Bildqualität. Dafür braucht man in der Dämmerung schon ein Stativ
wegen längerer Belichtungszeiten.
Mit  ISO 400, 800 oder 1600 kann man zwar im Dunkeln frei Hand fotografieren, dafür werden die Bilder sehr körnig.
Bei Makro willst Du maximale Bildqualität. Also wird die ISO-Wahl nicht der Automatik überlassen, sondern wird manuell auf 100 festgelegt.

Um das minimale Verreißen durch den Auslösefinger zu vermeiden, kann man mit Selbstauslöser 2 Sekunden Verzögerung aufnehmen.

Der Fokus sollte (im Makro-Modus) manuell (nix Autofokus!!)  nicht auf den dichtesten oder entferntesten Punkt des Minerals, sondern den mittleren Bereich gelegt werden.
Meistens deckt bei Kompaktkameras die Blende 8 den Tiefenschärfebereich weitgehend ab.
(Kompaktkameras haben konstruktionsbedingt eine größere Tiefenschärfe als die teureren DSLR-Kameras; ihr einziger Vorteil gegenüber DSLR's)

Viel Spaß beim Experimentieren
Norbert

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge