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Autor Thema: Stein von Moraene in Suedwestdeutschland  (Gelesen 1815 mal)

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Offline wschweizer

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Stein von Moraene in Suedwestdeutschland
« am: 26 Aug 17, 03:37 »
Hallo,
weiss jemand, um was es sich hier handeln koennte?
Gefunden in einer Kiesgrube der Moraene Bittelschiess (Suedwestdeutschland, bei Pfullendorf, nahe Bodensee).
Der Stein war ca. 20x20 cm und kam mir ziemlich schwer vor. Er war teilweise mehr rot-dunkelpink als auf dem Photo.
« Letzte Änderung: 26 Aug 17, 03:45 von wschweizer »

Offline uwe

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Re: Stein von Moraene in Suedwestdeutschland
« Antwort #1 am: 26 Aug 17, 08:27 »
Ich nehme mal an, es handelt sich um ein abgerolltes Stück Brekzie.

Gruß
Uwe

Offline wschweizer

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Re: Stein von Moraene in Suedwestdeutschland
« Antwort #2 am: 26 Aug 17, 08:40 »
Danke, ja, das habe ich eigentlich auch zuerst gedacht und denke es auch noch immer. Seltsam ist nur, dass ich in der ganzen Grube (und ueberhaupt noch gar nie anderswo) bisher einen aehnlichen Stein gesehen habe. Die Brekzien in der Grube sehen alle voellig anders aus.
Kann natuerlich Zufall sein, und ich habe einfach die anderen noch nicht gesehen.
Die schwarzen Zwischenraeume zwischen den roetlich-grauen Mineralien sind auch ungewoehnlich.
Die Brekzien in der Grube sehen meistens so aus wie im Anhang:

Offline oliverOliver

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Re: Stein von Moraene in Suedwestdeutschland
« Antwort #3 am: 26 Aug 17, 11:51 »
Das letzte Bild zeigt einen polymikten Konglomerat. Die können sehr junge Bildungen sein, sprich der Konglomerat ist vermutlich am Fundort (Moräne/heutige Grube) aus unterschiedlichen Komponenten verfestigt worden, während die monomikte (also vmtl. tektonische) Brekzie schon als Geröll dorthin gelangt ist, also nur eine einzelne Komponente des Schotterkörpers darstellt.

Zitat
Die schwarzen Zwischenraeume zwischen den roetlich-grauen Mineralien sind auch ungewoehnlich.

Es dürfte sich um ein metall- bzw. eisenhältiges Bindemittel handeln. Daraus gelöste Oxide haben dann den rötlichen Saum der einzelnen Klasten verursacht.
« Letzte Änderung: 26 Aug 17, 11:59 von oliverOliver »

Offline wschweizer

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Re: Stein von Moraene in Suedwestdeutschland
« Antwort #4 am: 26 Aug 17, 16:12 »
Danke!

Offline stoanklopfer

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Re: Stein von Moraene in Suedwestdeutschland
« Antwort #5 am: 26 Aug 17, 17:50 »
...die monomikte (also vmtl. tektonische) Brekzie schon als Geröll dorthin gelangt ist...

Oliver hat das absolut richtig erklärt. Das ist eine tektonische Breccie, was man v.a. auch an den vielen korrespondierenden Korngrenzen sehen kann.