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Autor Thema: Meinungen zu Schlackestück  (Gelesen 2982 mal)

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Offline Blauhund

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Meinungen zu Schlackestück
« am: 07 Nov 17, 23:16 »
Hallo ,

das Stück ist ca. 35x30x20 Millimeter groß. Es sind richtig tiefe Kavernen vorhanden, und besonders auf der Ansichtsseite 3 sieht man, dass die Schlacke dort ziemlich mit Sandkörnern durchsetzt ist. Hier könnte man auch meinen, kleine längliche Abdrücke von kleinen Stäbchen erkennen zu können.
In der Ansicht 2 zeigt sich eine längliche Struktur.
In Ansicht 4 ist eine gut erkennbare Farbtrennung zwischen dunklem Material und dem kreisförmigen, eher rötlichem Material.

Für alles an an Meinung und Erklärung bin ich dankbar.
Das Stück stammt aus einer sehr großen Windwurfwurzel. Der Boden dort ist bis auf eine recht dünne Humusschicht purer scharfer Sand, gefärbt von Rot im oberen Bereich, bis sehr hell in die Tiefe von eineinhalb Metern, wo langsam der Übergang ins granitene Grundgebirge beginnt. In dem Sandbereich scheints bis auf ein paar Granitstücke keinerlei Gesteinsbrocken zu geben.

Es kam jedoch ein grünliches Gesteinsstück zum Vorschein, zu dem ich in einem zweiten Beitrag Fragen habe.

Bis hierhin schonmal ein Danke!


Offline Stefan

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Re: Meinungen zu Schlackestück
« Antwort #1 am: 08 Nov 17, 07:11 »
Hallo,
wenn Deine Frage darauf abzielt ob das ein Meteorit ist, nein ist es nicht.
Mit Schlacke hast Du es richtig bezeichnet.
Viele Grüße
Stefan

Offline Schatten

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Re: Meinungen zu Schlackestück
« Antwort #2 am: 08 Nov 17, 07:20 »
Morjen Blauhund,

eine gezielte Frage wär echt hilfreich  ;)

Wenn ich mir die Bilder so ansehe, würde ich das gute Stück knacken.
Im letzten Bild ist in den Hölräumen eine Interessante grünliche Verfärbung zu sehen.
Mit etwas Glück könnten sich, nach dem knacken, sogenannte Mineralneubildungen zeigen.

Gruß
Silvio

Offline Blauhund

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Re: Meinungen zu Schlackestück
« Antwort #3 am: 08 Nov 17, 19:35 »
Meteorit war nie Gegenstand meiner Überlegungen.
Da ist nichts Grünes in den Kavernen, da täuscht das Bild.

 
Die Fläche von Bild 2 ist die einzige an dem Stück, die einen gewissen metallischen Glanz als auch diese strahligen Riefen aufweist. Kanns davon kommen, dass die Ursprungsschlacke hier an der Luft ausgekühlt ist? Die Gegenseite in Bild 3 wäre dann die, die direkt mit einem  sandigen Untergrund Kontakt hatte; dafür spräche die starke Vermengung mit Sandmaterial und die länglichen Abdrücke.

Wie hat man sich frische Schlacke bei einem altertümlichen Verhüttungsprozess überhaupt vorzustellen? Wär es denn überhaupt möglich, dass Abdrücke von organischem Material, zb.Tannennadeln, entstehen können?

Auf Bild 4 sieht man einen Farbunterschied von schwärzlichem und diesem rötlichbraunen runden Bereich. Ist das ein Anzeichen für eine, wie soll ichs ausdrücken, recht simple und urtümliche Schmelztechnik? Wenn man mit einem sehr kleinen Magneten an einer Schnur hängend drübergeht, ist der rötlichbraune Bereich der mit Abstand stärkste magnetische Bereich.


Ich find relativ oft Schlacke, mittelalterlich oder noch älter. Das vorliegende Stück unterscheidet sich doch sehr von bisher Gesehenem. Zudem finden sich jetzt in der gleichen Schicht Scherben aus der Vorzeit (Urnenfelderzeit, latenezeitlich...). Es gibt auch vereinzelt im Sand einer anderer Windwurfstelle 'rostige' und sehr feste Sandverklumpungen; wäre die Bezeichnung Raseneisenerz richtig? (Bild von so einem Stück später, wenns getrocknet ist)


Die Tage trenn ich die Schlacke mal vorsichtig bis zur Hälfte auf, und brech den Rest durch. 

Offline Harzsammler

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Re: Meinungen zu Schlackestück
« Antwort #4 am: 08 Nov 17, 23:35 »
Hallo,

Rennofenschlacke weist oft Abdrücke und Einschlüsse  von Holzkohle auf ( die Riefen).
Auch Schmiedeschlacken sind oft Holzkohlrhaltig aber nicht magnetisch.

Grüße,
Michael

Offline Blauhund

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Re: Meinungen zu Schlackestück
« Antwort #5 am: 28 Nov 17, 18:06 »
Nun endlich die Bilder vom aufgetrennten Stück:

ca. 1/3 mit dünner Trennscheibe, den Rest aufgespalten. Das Spalten ging sehr einfach, Schraubenzieher in den Spalt, kurz gedreht.

Bin nochmal mit einem kleinen Magneten am Faden hängend drüber. Das Gesamtstück hat drei 'Anziehungszentren', wobei der Bereich, den ich vorher mit rötlichbraunen Bereich bezeichnete, der stärkste ist.

Kann man aufgrund der Bilder vom Inneren noch etwas aussagen?



Offline Blauhund

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Re: Meinungen zu Schlackestück
« Antwort #6 am: 29 Nov 17, 22:24 »
Hallo,
wenn Deine Frage darauf abzielt ob das ein Meteorit ist, nein ist es nicht.
Mit Schlacke hast Du es richtig bezeichnet.
Viele Grüße
Stefan

Zu Stichwort Meteorit weils grad so schön passt:

Die letzten Tage hat mir der alte Waldbesitzer unserer Suchfläche erzählt, als 12jähriger sei beim Küheheimtreiben ein Stück hinter ihm eine Flammensäule empor, worauf ihn der Lokführer eines gerade vorbeizuckelnden Zuges per Handzeichen aufmerksam gemacht habe. Der Bub sei angstvoll heim, und mit dem Bruder wiedergekommen. Sie fanden einen relativ kleinen runden verbrannten Fleck, und haben nachgegraben. In 30 Zentimeter Tiefe sei dann ein handgroßer, schwerer Brocken ans Licht gekommen.
Den haben sie mit heim, und leider sei das Stück bei einem späteren Hausverkauf verschüttgegangen. Die wussten damals nichts mit dem Brocken anzufangen.

Wenn der Herr Waldbesitzer den damaligen Bereich noch grob identifizeren kann, geh ich mal systematisch mit Elektronik drüber. Erfolgschancen sind wohl äusserst gering, aber nachschauen muss man, schon alleine um den Fez willen.

 

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