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Autor Thema: Mineralsuchende Schwarzbefahrer  (Gelesen 14588 mal)

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Offline Kluftknacker

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #30 am: 13 Nov 17, 21:27 »
Es gibt aber auch Sammler, die sich lieber selber die Hände dreckig machen wollen, um zu einer Sammlung zu kommen.

Die Hände machen wir uns ja alle dreckig, nimmt man die reinen Börsenkäufer einmal aus. Die Frage ist, was man zum Aufbau einer Sammlung bereit ist zu tun, oder was man läßt. Bei echten Schwarzbefahrungen mit den typischen "Begleiterscheinungen" steht nur eines im Fokus: Die nackte Habgier!

Offline guefz

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #31 am: 13 Nov 17, 21:42 »
Bei echten Schwarzbefahrungen mit den typischen "Begleiterscheinungen" steht nur eines im Fokus: Die nackte Habgier!

Diese Fälle gibt es ohne Zweifel, aber sind nur das "echte Schwarzbefahrungen"? Alle, die keine "typischen Begleiterscheinungen" produzieren sind sind keine Schwarzbefahrungen? Die nackte Habgier sieht man auch immer mal wieder an übertägigen Fundstellen, aber sind das die einzigen Sammler? Sollte man deswegen das Sammeln grundsätzlich verbieten?

Offline Steinmetz

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #32 am: 13 Nov 17, 22:06 »
Wer aktiv Mineralien, Gesteine und Fossilien sammelt macht sich nun mal die Hände schmutzig und geht auch irgendwie immer ein gewisses Risiko ein. Nur durch Fleiß wird man hin und wieder mit einem schönen Fund belohnt. Ein (Geld-)Börsen-Sammler kann die Leidenschaft echter Sammler wohl nicht nachvollziehen. Aber soll doch jeder seine Sammlung aufbauen wie er es möchte, aber sich dabei im klaren sein; dass fast alle Mineralien die auf Börsen und in den Sammlungen zu finden sind fast immer unter den verschiedensten Risiken gefunden und geborgen wurden.
Mann sollte sich aber immer die Frage stellen ob es wert ist seinen letzten Fund im Rollstuhl zu betrachten, oder schlimmer....... :-[.
Und Habgier war noch nie ein Freund der Sicherheit ;).

In diesem Sinne Euch allen weiterhin ordentliche Funde; OHNE Neid !

Offline Lynx

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #33 am: 13 Nov 17, 22:59 »
Hallo zusammen

Die Debatte läuft auf das alte Dilemma hinaus, dass Freiheit und Sicherheit widersprüchliche, aber komplementäre Güter sind. Und wenn wir uns weltweit umschauen, dann gibt es genug Beispiele dieses Dilemmas mit genug widerdprüchlichen Lösungsansätzen.

Welches Risiko ist beim Autofahren vertretbar?

Welche Reise kann man noch sicher unternehmen? Für manche mag mittlerweile bereits eine Reise in die USA ein nicht hinzunehmendes Risiko bedeuten oder eine Reise in die Türkei. Zum Teil, weil echte Risiken im Raum stehen, die für andere wiederum real keine Bedeutung haben. (Da mag auch schon der falsche Name genügen).

Welches Riskio geht man bei seiner Berufswahl ein? Gründe ich meine eigene Firma - und riskiere vielleicht die Zukunft meiner Familie? Und trage etwas zur gesellschaftlichen Fortentwicklung bei? Und zu meiner persönlichen Freiheit?

Wähle ich eine Chemotherapie anstelle eines operativen Eingriffs? Und vielleicht dabei eine noch in Forschung stehende Variante?

Im Grund ist das ein klassisches philosophisches Thema: Sicherheit gegen Freiheit! Und das schlimme daran ist_ wir wissen darum und egal welchen Weg wir gehen, wird es zumindest teilweise falsch sein. Nix neues.

Und ehrlich - um über das Thema "Wieviel Freiheit gebe ich für wieviel Sicherheit?" nachzudenken gibt es im momentanen Weltgeschehen brennendere Krisen.

Nix für ungut
Martin










Offline Alcest

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #34 am: 13 Nov 17, 23:52 »
Es gibt im Weltgeschehen auch wichtigere Dinge als Mineralien zu sammeln...

Manche Risiken lassen sich nicht vermeiden. Ich stelle mir die Frage: welche Risiken sind unabdingbar und welche müssen nicht sein? Ich bin der Ansicht, dass Schwarzbefahrungen oder TNT-Einsätze im Hochgebirge für Kluftfreilegungen nicht sein müssen. Wenn andere das für nötig halten, sollen sie es halt tun. Gut finden muss ich das deshalb noch lange nicht.
« Letzte Änderung: 14 Nov 17, 10:39 von Alcest »

Offline Lynx

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #35 am: 14 Nov 17, 08:43 »
@Jan
Seh ich für mich auch so.

Darüberhinaus:
Um dem Bild entgegenzuwirken, das in der Öffentlichkeit durch Berichte vermittelt wird, wie möglicherweise ducrh den eingangs zitierten, könnte es helfen, alternative Herangehensweisen, Beweggründe und Informationen über unser Hobby in die Öffentlichkeit zu tragen.
Der Atlas hier ist sc ein Platz. Interviews in Zeitungen ein anderer.  Eine Art Gegendarstellung direkt an das "Magazin der Zeitenspiegel Reportageschule Reutlingen" zu schreiben, wäre auch möglich. In Vorträgen den Leuten  erklären, woher die seltenen Elemente kommen, die ihre LED zum Leuchten oder ihr Elektroauto zum Fahren bringen. Vielleicht hilft das.
Hier im  Forum können wir nur versuchen, die Grenzen (die rote Linie) zwischen Freiheit und Sicherheit auszuloten, in denen wir unser Hobby einerseits gesellschaftkonform und andererseits interessant und mit dem Anspruch auf Neuerkenntnis durchführen können. Ob wir da zu einem Konsens kommen? Nein, vermute ich.

Gruß, Martin

Offline Brodi69

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #36 am: 14 Nov 17, 08:59 »
Risiken, die jemand selbst eingeht und nur Ihn betreffen sind mir auch egal, scheiss egal sogar... er darf einfach nicht die Erwartungshaltung haben, dass ein anderer sein Leben einsetzt um ihn zu retten.

Probleme habe ich aber dann, wenn Einzelpersonen durch ihr Fehlverhalten andere in Mitleidenschaft ziehen. Wieviele Verbote sind dadurch erst entstanden? Und bei Missachtung von Verboten entstehen immer Pauschalvorwürfe, die undifferenziert denkende Naturschützer noch so gerne Ausschlachten. In solchen Fällen ist das Wort Gier durchaus passend und Betreffende sind dafür zu tadeln.

Schwarzbefahrungen könnte man etwas differenzierter zu betrachten. Wo ein erhaltenswertes Kulturgut (Kultur = von Menschenhand erschaffen) beschädigt wird, geht gar nicht. Ein nur aus Sicherheitsgründen gesperrter Stollen, na ja, soll er doch darin umkommen, mir egal (vgl. einleitender Satz).

Fazit: Etwas mehr über sein eigenes Handeln nachdenken und etwas mehr soziale Denkweise würden genügen, um Einigkeit in diesem Thema zu erreichen... Schade, dass wir (Gesellschaft) das verlernt haben...

Grüessli
Christian


Offline Sebastian

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #37 am: 14 Nov 17, 10:30 »
Vielen Dank Christian.
Ich glaube so kann man das stehen lassen.
Ich habe das nicht so gut ausdrücken können.
Die meisten kennen die Beispiele die zu Verboten
führen. Und gerade „viel Einsatz“ kann gerne über das Ziel hinausschießen. Da wird auf keinen Rücksicht genommen. Nicht alle, eher wenige aber es gibt die Beispiele zur Genüge.
Beste Grüße,
Sebastian
P.S. Das Thema ist aber auch schon so häufig zerdiskutiert worden, wie sollten es lassen. Und nein Neid ist eher der Grund warum Sachen zerstört werden,
Nicht das sich drüber beschwert wird. Ganz grobe Fehleinschätzung.

Offline Axinit

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Re: Mineralsuchende Schwarzbefahrer
« Antwort #38 am: 14 Nov 17, 18:46 »
Servus Christian,

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen - mehr gibt es zu diesem Thema nicht mehr zu sagen !

LG

Harald