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Begriffserklärung bei Makrofotografie

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palpatine:
Hallo liebe Mineralienfreunde und Fotografierer,

regelmäßig lese ich ich mit großem Interesse eure Beiträge zum Thema Fotografie und bin begeistert von euren Bildern. Durch diese Beiträge weiß ich zumindest, wie die Hardwareseite dafür aussehen sollte.

Dennoch gibt es einige Begriffe, die ich noch nicht ganz verstanden habe. Bei euren Bildern gebt ihr immer eine Bildbreite (BB), z.B. 1,5 mm, an. Bezieht sich dieser Wert auf die Breite des Motivs, das ich durch den Sucher der Kamera sehe, oder liege ich da völlig falsch.

Zum Anderen frage ich mich, wie läst sich die Vergrößerung eines Mikroskopobjektives (z.B. 10x) an einem Balgen oder Zwischenringen mit der Vergrößerung eines Mikroskopes vergleichen? Oder anders gefragt, wie hoch ist die Vergrößerung eines Kristalls von z.B. 5mm mit einem 10x Mikroskopobjektiv an einer APS-C Kamera mit einer Sensorgröße von 22,5 x 15,0 mm Cropfaktor 1,6 (Canon 650D)?

Und zum Schluß, läst sich der Arbeitsabstand von Mikroskopobjektiven anhand der aufgedruckten Daten berechnen?

Evtl. könnt ihr mir dies mit einfachen Worten erklären, bin kein Wissenschaftler.

Schönen Abend noch

Gruß aus Franken

Marcel

guefz:
Zur Frage mit der Bildbreite: ich mache für jede von mir genutzte Kombination/Einstellung von Balgenlänge und Objektiv ein Foto eines Lineals (Stahl mit 0,5 mm Teilung) oder eines Objektmikrometers (für sehr kleine Bildbreiten mit feinerer Teilung). Damit kann ich dann die Breite des Fotos einigermaßen Exakt ausmessen, siehe Beispiel. Ich kann damit auch angeben, wie viel Pixel auf 1 mm kommen und damit letztlich auch Ausschnitte bemaßen. Das Beispiel zeigt ein Foto mit meiner Nikon 1 am Balgen mit 0 mm Auszug und einem 35 mm-Objektiv in Retrostellung, ergibt nach Pixelzählung eine Bildbreite von ca. 4,3 mm.

Günter

Sebastian:
Hallo Marcel,
Die Bildbreite ist die Angabe der Erstreckungen der Horizontalen Bildachse.
Sprich wie breit ist das Bild in Natura (z.B. 1,5 mm).
Hast du eine Aps-C Kamera mit einer sensorbreite von 22,5 mm ist eine 1x Vergrößerung eine Bildbreite von 22,5 mm.
Mit einem 10x Mikroskopobjektiv bekommst du mit dem richtigen Abstand (bzw. Tubuslinse) die Kennvergrösserung von 10x, sprich 2,25 mm Bildbreite. Mit 20x bekommst du 1,125 mm und mit einem 5x entsprechend 5,5 mm.
Der Arbeitsabstand ist eine aufgedruckte Größe bei den meisten Mikrsokopoptiken. Ansonsten gilt: je höher die Numerische Apertur, desto geringer der Arbeitsabstand. Unterschiede zwischen Herstellern existieren!
Ich hoffe das hilft, ansonsten einfach weiter fragen.
Gruß Sebastian

palpatine:
Hallo Günther und Sebastian,

danke für eure Antworten. So in der Art habe ich mir das schon gedacht.

Also Sensorbreite / Vergrößerungsfaktor = Bildbreite, verstanden.

Je höher die Aperatur bei Mikroskopobjektiven, desto kleiner der Arbeitsabstand, habe ich so schon mal irgendwo gelesen aber wieder vergessen. Das dies von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist, dessen bin ich mir bewust.

Eine Frage hab ich noch. Wenn ich durch ein Mikroskop z.B. ein Objekt bei 90x Vergrößerung sehe (Vorsatzlinse 2x - Objektiv 4,5x - Okular 10x), welches Mikroskopobjektiv müste ich zum Fotografieren benutzen, um des Objekt in der gleichen Größe, wie beim Mikroskop zu sehen?

Die Fragerei hat folgenden Hintergrund. Ich bin MM Sammler und habe derzeit Kristalle, die so unverschämt klein (>1mm) sind. Da mein Budget
Mitu's, Nikon's und Co. nicht zulässt, suche ich nach bezahlbaren Objektiven, mit denen ich diese kleinen Dinger ablichten kann.

Gruß Marcel

Sebastian:
Ein 9x Mikroskopobjektiv. Denn die Vergrößerung beim betrachten setzt sich zusammen aus: objektivvergrösserung x Tubusfaktor (meist 1x) und Okularvergrösserung.
Die letzte fällt ja weg, da man nur mit dem Mikroskopobjektiv fotografiert.
Gruß Sebastian

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