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Autor Thema: Kobaltgruben im Odertal, Harz  (Gelesen 3147 mal)

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Offline Harzsammler

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Kobaltgruben im Odertal, Harz
« am: 16 Jan 18, 11:18 »
Hallo,

von den Kobaltgruben im Odertal habe ich einige Stücke gesäuert. Zum Vorschein kamen ca. 0,5mm große grau metallisch glänzende Kristalle die ich nicht ohne weiteres zuordnen kann. Es wird sich aber sicher um Nickel- oder Kobaltmineralien handeln, da der gesäuerte Calcit einen Anflug von Erythrin hatte.
Kann hier jemand weiterhelfen?

Weiterhin habe ich ein paar Stücke auf denen neben deutlich erkennbaren Arsenopyrit ein sehr dünne Nadeln bildendes, metallisch glänzendes Mineral sitzt. dieses durchspießt Calcit-XX und auch Quarz XX, bzw. wächst aus diesen heraus.

Vielen Dank schon mal,
Michael

Offline Sebastian

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #1 am: 16 Jan 18, 11:26 »
Also am ehesten kommt da Safflorit, Skutterudit und Löllingit in Frage.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline harzgeist

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #2 am: 16 Jan 18, 14:07 »
Ich meine in den Fotos kubische Formen zu erkennen (zumindest die größeren xx) und würde daher von Skutterudit/Nickelskutterudit ausgehen.
Cobaltit/Gersdorffit wäre auch möglich. Diese enthalten aber Schwefel, der sich mit der Hepar-Probe recht einfach nachweisen lässt.
Zu den nadeligen xx fällt mir im Moment nichts ein, was in diese Paragenese passen könnte, außer Arsenkies, der auch in gestrecktem Habitus auftreten kann.

Thomas

Offline Alcest

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #3 am: 16 Jan 18, 16:44 »
Hepar-Probe

Hältst du es für eine gute Idee, Arsenide zu schmelzen?

Offline harzgeist

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #4 am: 16 Jan 18, 17:41 »
Hepar-Probe

Hältst du es für eine gute Idee, Arsenide zu schmelzen?

Solange sich die Menge in unteren Milligramm-Bereich bewegt und man nicht unmittelbar seine Nase darüber hält - JA    ;D

Man sollte natürlich wissen, WOMIT man es hier zu tun hat. Ich gehe aber davon aus, dass dich der Fragesteller über die von Arsen(dämpfen) ausgehenden Wirkungen durchaus bewusst ist.




Offline wilbi

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #5 am: 16 Jan 18, 17:53 »
Hallo Thomas,
mein erster Gedanke war auch Skutterudit. Bei den Nadeligen könnte es sich um langgestreckte Arsenkieskristalle handeln. Vielleicht kannst Du die Endflächen daran erkennen.
Gruß und Glückauf
willi

Offline harzgeist

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #6 am: 16 Jan 18, 22:45 »
Hallo Willi,

Ich bin nicht der Besitzer der Stufe, kann es sein, dass du dich in der Anrede vertan hast?   ;)
Aber wie schon geschrieben, außer Arsenkies fällt mir auch nichts passendes ein.

Thomas

Offline wilbi

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #7 am: 17 Jan 18, 16:37 »
Hallo,
ja Thomas, Du hast recht, ich hatte eigentlich den Michael gemeint,   aber Dein Name war mir bekannter durcheinen Sammler aus Leverkusen, der Dich immer als besonderen Kenner von Harzmineralien benennt. Aber ich denke mal, daß Michael hier auch mitliest.
Gruß
willi

Offline Harzsammler

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #8 am: 17 Jan 18, 20:17 »
Hallo,

Danke für eure Antworten!

Ja, die XX auf dem Stüfchen sind kubisch mit ungleichmäßig geschrägten Ecken. Die Kristalle sind aber nicht hohl wie man das manchmal am Aufgeklärten Glück vorfindet.
Im Bruch zeigen sie keine Spaltbarkeit und eine dunkelgraue Farbe.

Bei den Nadeln kann ich keine Endflächen erkennen, ebenso kann ich den Querschnitt keiner Geometrie zuordnen - unregelmäßig halt.
Die Nadeln werden auf jeden Fall von Arsenopyrit begleitet.
Möglich dass es das selbe Mineral ist, ich fand nur ungewöhnlich wie die Nadeln  Calcit und Quarz durchspießen und gleichzeitig von typischen Arsenopyrit begleitet werden.

Grüße,
Michael


Offline harzgeist

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Re: Kobaltgruben im Odertal, Harz
« Antwort #9 am: 18 Jan 18, 17:52 »
Hallo Michael,

Ich denke, den Skutterudit vom Aufgeklärten Glück kann man nicht mit dem anderer Vorkommen vergleichen bzw. verallgemeinern. Dort ist er oft mit Nickelin und fast immer mit Bismuth verwachsen. Ich finde es erstaunlich, dass dies auch bei äußerlich "normal" aussehenden xx der Fall ist. Bereits bei relativ mäßiger Hitze platzen diese auf und kleine Kügelchen von geschmolzenem Bismuth treten hervor.

Thomas

 

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