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Autor Thema: Uranopal  (Gelesen 4532 mal)

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Offline Philip Blümner

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Uranopal
« am: 01 Jan 18, 12:38 »
Hallo,
kann "Uranopal" als uranhaltige Var. von Hyalit angesehen werden? Kann ich das im Lexikon so eintragen oder gibt es dafür schon eine andere Bezeichnung?
Nach Weissensteiner (1975) als "uranhältiger Glasopal" bezeichnet, also Hyalit. Link
Nach Kirchheimer (1963) als "uranhaltiger Hyalit" sowie "ungefärbt vorkommende Kieselgele mit schwankendem Urangehalt". Dort steht auch was von grüngefärbten Opalen in Avondale-Pegmatiten bei Philadelphia Link

LG und Frohes Neues Jahr
Philip

Online smoeller

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Re: Uranopal
« Antwort #1 am: 01 Jan 18, 14:15 »
Hallo,

Denke schon. Die Kaiserstühler Hyalithe sind jedenfalls nicht so U-haltig, dass sich daraus etwas für die Nomenklatur ergeben würde. Das sind allenfalls Spuren, die Stücke sind sogar farblos. Man merkt den U-Gehalt v.a. daran, dass einige der Stücke unter UV-Licht grün leuchten.

Glück Auf!
Sebastian

Offline waldi

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Re: Uranopal
« Antwort #2 am: 01 Jan 18, 14:54 »
Hallo
Auch in den Steinbrüchen um Flossenbürg in der Oberpfalz kam intensiv grün fluoreszierender Hyalit vor. ;)
Mfg. waldi

Offline Philip Blümner

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Re: Uranopal
« Antwort #3 am: 01 Jan 18, 15:16 »
Im Lexikon steht bei Hyalit, dass die Fluoreszenz meistens durch Urangehalt verursacht wird. Kann man somit davon ausgehen, dass Hyalit nur bei U-Gehalt fluoresziert, also dass fluoreszierender Hyalit Uranopal ist?

Offline uwe

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Re: Uranopal
« Antwort #4 am: 02 Jan 18, 09:23 »
Haltet mal Eure Hyalite unter kurzwelliges UV. Es fluoresziert immer grün. Hyalit fluoresziert generell grün. Demnach müßte Uran eine Bildungsvoraussetzung für Hyalit sein - glaube ich nicht.

Uwe

Offline Emil Box

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Re: Uranopal
« Antwort #5 am: 02 Jan 18, 21:57 »
In "Ultraviolet guide to minerals" S.Gleason (1960): Wenn Phosphoreszenz, dann kein U oder Th. Hyalit ist farblos aber brilliant in SW. United States Geological Survey gibt an: Uranhaltige Hyalit Opale enthalten 0,000048 bis 0,064 % U, daher der niedrige Geiger-Wert.
Ein frohes neues.
Milo

Offline heli

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Re: Uranopal
« Antwort #6 am: 03 Jan 18, 09:42 »
Hallo,

durch die Diskussion angeregt, habe ich mal einige Stufen mit Hyalit unter UV gelegt. Fast alle zeigen mehr oder weniger einen grünen Farbton. Teilweise sehr stark (Tarcal) bis fast nicht (Valec). Die meisten liegen irgendwo dazwischen. Interessant ist, dass auf einigen Stufen ohne offensichtlich unterschiedlichem Aussehen der Stufe ein extrem unterschiedlicher Farbton (ein richtiger Fleckerlteppich) in der Intensität der Farbe entsteht.

Wenn wirklich immer U der Auslöser der Farbgebung unter UV ist, dann müsste es eigentlich fast nur Uranopal geben. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das so ist. 

Offline Philip Blümner

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Re: Uranopal
« Antwort #7 am: 03 Jan 18, 09:51 »
Das habe ich mich auch gefragt. Uran gibt's zwar öfters als man denkt, aber sicher nicht überall dort, wo es Hyalit gibt. Ich besitze keinen, kann also nicht selbst prüfen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass Hyalit in uranhaltiger Paragenese U annimmt, aber nur dann.

Dort steht auch was von grüngefärbten Opalen in Avondale-Pegmatiten bei Philadelphia Link

Dazu habe ich gerade hier in der pdf auf S. 4/30 was gefunden.
Rand, T.D. et al. (1892): Mineral Localities of Philadelphia and Vicinity.  Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia
Vol. 44 (1892), pp. 174-202

https://www.jstor.org/stable/pdf/4061866.pdf

Zitat
Muscovite, biotite and pyrite and two specimens of hyalite colored yellow by uranium were found


Und was über tageslichtfluoreszierende Hyalite irgendwo aus Mexiko. Sie weisen unter UV auch eine starke Fluoreszenz auf, aber leuchten bei Tageslicht offenbar auch schon:

Mexiko/Zacatecas, Estado
Uranopal
Mexiko/Zacatecas, Estado
Uranopal
« Letzte Änderung: 03 Jan 18, 10:24 von slugslayer »

Offline smaragd123

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Re: Uranopal
« Antwort #8 am: 03 Jan 18, 10:33 »
Musst mal in die Januar Ausgabe der Lapis gucken, da sind auch stark, grün fluoreszierende Hyalite aus Valeč in Tschechien drin.

Offline Rockhounder

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Re: Uranopal
« Antwort #9 am: 03 Jan 18, 11:30 »
Auch die Hyalite der Zinster Kuppe zeigen eine schöne grüne Farbe im UV-Licht,aber nicht jedes Stück!
Eine Uranparagenese gibt es in diesem Basaltbruch allerdings auch nicht.

Gruß Norbert

Deutschland/Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Tirschenreuth, Landkreis/Kulmain/Zinst/Zinster Kuppe (Rothenhof)
Uranopal

Offline Sebastian

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Re: Uranopal
« Antwort #10 am: 03 Jan 18, 12:04 »
Bei dem Begriff Uranparagenese sollte man aber aufpassen wovon man spricht! Hier handelt es sich ja Spurenelemente. Primäre uranminerale müssen nicht in der Nähe sein. Alleine Zirkon usw. Enthalten denke ich genug Uran um als Spurenelement irgendwo eingebaut zu werden.
Maßstäbe beachten!
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Rockhounder

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Re: Uranopal
« Antwort #11 am: 03 Jan 18, 17:20 »
Eine messbare Radioaktivität dürfte es aber dann bei solcher geringen Menge auch nicht geben.Kann man da trotzdem von Uranopal sprechen?

Gruß Norbert

 

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