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Autor Thema: Andreas Schmids Mineralienbilder  (Gelesen 3520 mal)

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Offline etalon

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Andreas Schmids Mineralienbilder
« am: 25 May 16, 20:55 »
Hallo Andreas,

also ich finde Deine Bilder auch absolut fantastisch!

https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,5847.msg299179.html#msg299179

Vor allem die Ausleuchtung der Stufen, aber auch die Stufen selbst sind spitzenklasse. Darf man fragen, mit was für Technik die Bilder entstehen?

Grüße Markus
« Letzte Änderung: 03 Jan 18, 09:10 von slugslayer »

Offline uwe

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #1 am: 25 May 16, 22:39 »
Stimmt, an den Bildern gibt es aber gar nichts auszusetzen- sehr, sehr gut. Allerdings interessiert mich auch die angewandte Technik.

Gruß
Uwe

Offline Andreas Schmid

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #2 am: 26 May 16, 08:51 »
Vielen Dank für eure Kommentare.
Zur Frage wie die Bilder entstanden sind hier die wichtigsten Fakten:
Geduld, Beharrlichkeit, Konzentration, Frustration, Wut.......

Zur Technik:
Sony Alpha 65
Tamron Makro 90mm
Stativ
Unzählige Energiesparleuchten oder LEDs je nach Situation und Anforderung.
Spiegel
Glasplatten als Hintergrund

Das wars
Aja Nachbearbeitung mit GIMP. Denn den Staub kann man beim Stacken einfach nicht vermeiden. Der rieselt während der Aufnahme einfach wieder drauf.
Zerene Stack Programm. Einzelbilder werden mit der Hand aufgenommen. Dazu verwende ich einen einfachen Schlitten mit  manuellem Vortrieb.

So das war aber wirklich schon :-)

LG
Andreas

Offline uwe

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #3 am: 26 May 16, 12:27 »
Danke für die Bekanntgabe der technischen Daten. Die von Dir beschriebene Geduld und Beharrlichkeit sind schon ein Schlüssel zu Erfolg. Leider sind die Tamron Makroobjektive nicht billig. Werde wohl mal anfangen zu sparen  ;).

Gruß
Uwe 

Offline Andreas Schmid

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #4 am: 26 May 16, 21:50 »
Hallo Uwe
ein gutes Objektiv ist ein MUSS. Habe vorher mit einem mittelmäßigen gearbeitet. Aber nicht lange. Aus Frustration habe ich dann eine Zeit lang das Fotografieren gelassen. Bis ich mich eben zu dem Kauf des Tamron entschlossen habe.
Allerdings möchte ich hier auch einmal eine Lanze für die Ausdauer, Detailverliebtheit und auch das Verständnis für das Objekt brechen. Viel zu sehr wird auf die technische Ausrüstung geschaut. Wenn man einmal die Mikrophotographie beiseite lässt ( die in erster Linie von der Ausrüstung lebt - und dann auch eine eher leichte Übung ist) ist gerade die richtige Beleuchtung eine Sache die einem schon einmal einen Tag rauben kann bis man ein Foto im Kasten hat. Ich denke viele angehende Hobbyfotographen unterschätzen den Aufwand den es braucht bis ein Stück perfekt ausgeleuchtet ist. Wie bei vielen Dingen gilt auch hier: Für 90 % Qualität braucht man 10 % der Zeit. Und damit ist auch klar dass die letzten 10% eines guten Fotos alle Geduld und auch ein wenig Geschick des Fotografen fordern.

LG
Andreas

Offline uwe

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #5 am: 29 May 16, 22:04 »
Hallo Andreas,

meine Bemerkung auf ein gutes Objektiv zu sparen meinte ich durchaus ernst. Aber mal noch einige Fragen: Wieviel Pixel hat der Sensor Deiner Sony Alpha und ist das Deiner Meinung nach relevant? Hast Du vor den Tamron Makro mit Zwischenringen gearbeitet? Wenn ja, war das Makroobjektiv eine spürbare Verbesserung der Bildqualität?

Gruß
Uwe

Offline Embarak

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #6 am: 30 May 16, 09:18 »
@Uwe,
Wenn es die Sony SLT Alpha 65 ist, hat sie einen  APS-C-Sensor 23,6 x 15,8 mm mit 24,7 MP, ist also kein Vollformat.
Damit sollte das 90 mm Tamron Macro mit dem Crop-Faktor 1,5 auf 135 Tele-Macro kommen .
(Der Abbildungsmaßstab von 1:1 wird dadurch nicht verändert.)
Vom 90er Tamron gibt es verschiedene: u.a. ein außen- und ein innenfokussiertes.
http://www.digitalkamera.de/Objektiv/Tamron/SP_90_mm_F28_Di_VC_USD_Macro_11_F004/39307/126525.aspx
@Andreas. Welches nutzt Du?
Hatte das 90er Tamron mal an ein einer EOS und war von der Qualität sehr beeindruckt.
Mich hatte allerdings bei meinem die Außenfokussierung gestört.

Norbert

Offline Andreas Schmid

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #7 am: 30 May 16, 12:50 »
Hallo Uwe, hallo Norbert

hier gibt es viel zu sagen. Grundsätzlich spreche ich von Makrofotografie!! Im Gegensatz zur Makrofotografie ist bei der Mikrofotografie der Anspruch an die Technik größer. Letztlich lebt die Qualität der Mikrofotografie in erster Linie von der eingesetzten Technik und stellt an den Fotografen weit weniger Anforderungen. Außer dass er eben sein Gerät gut bedienen kann.
Für beides gilt aber dass das Kameragehäuse der mit Abstand unwichtigste Teil des Systems darstellt. Die Kamera und vor allem die Pixelanzahl wird weit überschätzt. In jedem Ding stecken im Prinzip dieselben Sensoren deren Signale von der Software der Kamera in ein Bild umgesetzt werden. Und hier wird erstmal auch die Nachbearbeitung zum wichtigen Thema. Es ist ein netter aber naiver Ansatz zu glauben ein gutes Foto ohne Nachbearbeitung machen zu können. Von Ausnahmen einmal abgesehen. Und eben mit der Nachbearbeitung kann man viele Eigenheiten einer Kamera verbessern oder die andere Kameras imitieren. Das hat natürlich auch Grenzen. Die Pixelanzahl ist auf keinen Fall ein entscheidender Faktor für ein gelungenes Foto. 12, 15, 24 egal. Es ist sogar so, dass es eine physikalisch machbare Grenzen dafür gibt. Dies gilt auch für Vollformat. Ganz egal welches Format der Sensor kann eben nur eine gewisse Dichte an Pixel gut vertragen. Ohne ins Detail gehen zu wollen. Diese Grenze ist sicher bei Halbformat bei den 24 MP und bei Vollformat ungefähr beim Doppelten. Ab dann wird die Qualität sogar wieder schlechter.
Das Objektiv hat da sicher den weitaus wichtigeren Stellenwert. Immerhin ist es das Bindeglied zwischen Objekt und Sensor. Und was das Objektiv nicht schafft kann der Sensor natürlich nicht abbilden. Zu der Frage mit den Zwischenringen ist zu sagen, dass Luft immer besser ist als Glas. So gesehen sind die Zwischenringe per se die bessere Lösung. Genauso wie der Balgen. Leider gibt es auch hier ein ABER. Denn auch der beste Balgen kommt nicht ohne Linse aus. Und hier haben wir wieder das Nadelöhr. Meist werden Normalobjektive verwendet die oft keine tolle Qualität besitzen. Super Normalobjektive kosten u.U. mehr als Makros. Und dann ist noch die Frage ob die Normalobjektive für die Art der Abbildung geeignet sind. Randunschärfen etc.
Übrigens gibt es Objektive auch gebraucht. Meines habe ich um 180.- auf eBay erstanden. Dachte schlimmstenfalls schicke ich es zurück. Kostet ein paar Euro. Aber es arbeitet seit 1,5 Jahren perfekt. Und was die Frage von dir Uwe betrifft ist die Fokussierung für mich nicht relevant da ich sowieso manuell scharf stelle. Und das ohne Ausnahmen. (beim Makro) Genauso wird bei mir die Belichtungszeit und Blende manuell eingestellt.
Noch was zur Sensorgröße. Der Unterschied zwischen Voll und Halbformat macht sich irgendwo bei Vergrößerungen ab 100 x 70 cm bemerkbar. Brauche ich nicht. Und wenn dann gebe ich das Bild einer Druckerei die das Foto mit vektorieller Bildbearbeitung auf 10 m vergrößern kann ohne Qualitätsverlust. Daher sind die Mehrkosten einer Vollformatkamera für mich nicht angebracht. Ein wirklicher Sprung (auch nur bei Vergrößerungen!!!!!!!!) sind dann Mittelformatkameras. Aber die Preise dafür sind schon gewaltig.
Fazit Objektiv wichtig, Gehäuse weniger. Ich muss dazu sagen ich bin resultatorientiert und nicht technikverliebt. Manche Puristen werden bei meinen Zeilen aufschreien. Aber für ein gelungenes Bild zählen bei weitem mehr das Können des Fotografen als die Technik. (Ausnahme Objektiv)
Apropos Nachbearbeitung. Diese ist wie viele meinen ein Derivat der Digitalfotografie. Stimmt nicht. Ich habe vor vielen Jahren beruflich mit Fotografie und Fototechnik zu tun gehabt. In diesem Zusammenhang haben wir auch Tests gemacht zum Thema Ausarbeitung. Es ging darum die unterschiedliche Qualität der Labors bei der Filmentwicklung zu testen. Und kurz gesagt alle Labors hatten völlig unterschiedliche Qualitäten. Und das lag an der Nachbearbeitung bzw Maschineneinstellung. Und das was damals gemacht wurde macht eben der Digitalfotograf heute selber mit GIMP oder PS.

LG
Andreas



Offline Embarak

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #8 am: 30 May 16, 14:11 »
Hi Andreas,
Ich wollte eigentlich nur wissen, welche Version des 90er Du verwendest.
Mit Fotografie und Bildbearbeitung komme ich ganz gut klar...  ;)
Norbert

Offline Sebastian

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #9 am: 30 May 16, 14:17 »
Also grundsätzlich muss ich dir Rechtgeben, das objektiv ist wichtiger wie der Kamerabody. Und die Belichtung macht das Bild am Ende. Aber im Bezug auf die Mikrofotographie redest du Unsinn. Hier gilt genauso, dass die Ausleuchtung über die Qualität des Fotos entscheidet. Nur weils scharf ist heißt es doch noch lange nicht das es ein gutes Foto ist? Und mit der selben Ausrüstung machen die meisten trotzdem unterschiedliche Fotos mit unterschiedlichen Stilen. Das ist einfach falsch zu behaupten die Mikrofotographie braucht nur die richtige Ausrüstung. Die ist wichtig für die Schärfe, das Foto gestaltet man IMMER selber. Egal wo. Egal mit welcher Ausrüstung.
Gruß Sebastian
P.S. Schöne Fotos

Offline Andreas Schmid

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #10 am: 30 May 16, 14:23 »
Norbert ich wollte die Antwort auf einmal geben. :-) Jetzt habe ich doch glatt die Version vergessen.
Ich habe keine Ahnung. Wie gesagt ich bin ausschließlich resultatorientiert. Wenn etwas gut läuft ist es ok wenn nicht schmeiß ich es raus egal ob Tamron, Sony oder Leica draufsteht. :-)
So habe es jetzt mit deinem Link verglichen. Weder noch. Allerdings sieht es dem rechten sehr ähnlich. Aber die Frontlinse ist zurückgesetzt.

Offline Andreas Schmid

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #11 am: 30 May 16, 14:34 »
Danke Sebastian. Und ich wollte auch niemanden vor den Kopf stoßen. Schon gar nicht ambitionierte Mikrofotografen oder die die es gerade werden wollen. Allerdings sind die Möglichkeiten der Beleuchtung in der Mikrofotografie extrem eingeschränkt. Auch die Wahl des HG oder der HG Beleuchtung ist meist kein Thema. Aber gerade die richtige Positionierung der Spots dauert of Stunden. Und das gibt es in der Mikrofotografie nicht da es rein geometrisch diese Möglichkeiten nicht gibt. Ich arbeite manchmal mit 9 Spots und bis zu 5 Spiegeln. Weiter ist auch der  richtige Blickwinkel auf das Motiv extrem eingeschränkt da die meisten Kristalle im Mikrobereich auf verschiedenen Seiten durch die Matrix abgedeckt werden.

All dies benötigt aber das Feingefühl und die Kreativität des Fotografen in der Makrofotografie. Oder wie bei mir die Sturheit und die Leidensfähigkeit. :-)
Und wie immer  gibt es da und dort Ausnahmen!!!!

Ich freue mich wenn dieses Thema hier diskutiert wird. Kann allen nur nützen. Denn offensichtlich ist es für sehr viele Nutzer hier ein Anliegen ihre Stücke auch zu zeigen. Und es geht dabei nicht um Spitzenfotos. Aber auch um einen Stein einfach gut erkennen zu können bedarf es einiger Grundregeln.

LG
Andreas

Offline Sebastian

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #12 am: 30 May 16, 14:51 »
Hallo,
die Position des kristalles, die perfekte Ausleuchtung etc braucht erheblich Zeit. Ich wäre vorsichtig mit solchen Aussagen wenn die persönliche Erfahrung fehlt. Ich wette mit dir die Ausleuchtungisz eines der kompliziertesten Themen. Und die Ausleuchtung, gerade weil es weniger Platz etc. gibt, ist anspruchsvoller als bei der Macrofotohraphie (eigene Erfahrung).
Ich will das jetzt nicht zerreden und stimme dir im Bezug auf die Macrophotografie zu, aber was die Microphotographie angeht sind die Einschätzungen meiner Meinung nach schlicht falsch.
Trotzdem schön das hier wieder diskutiert wird und ich freue mich auf weitere Beiträge.
Gruß Sebastian

Offline Andreas Schmid

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #13 am: 30 May 16, 15:14 »
Ok Sebastian. Dann lassen wir das hier so stehen.
Gerade die unterschiedlichen Meinungen machen eine Sache spannend und auch unterhaltsam.
Wir könnten darüber sicher ewig diskutieren. Und wie du richtig schreibst mir fehlt da die nötige Erfahrung. Darum habe ich auch nur meine Einschätzung UND die Erfahrung einiger Fotografen wiedergegeben die in beiden Themen Erfahrung haben.
Aber letztlich ist es wie bei allem wo der Mensch an seine Grenzen geht. Egal was man macht die Perfektion ist immer schwierig zu erreichen und fordert den Akteur bis an seine Grenzen. :-) :-)
Kannst du damit leben?

Offline Sebastian

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Re: Re: Mineralienbilder
« Antwort #14 am: 30 May 16, 15:18 »
Klar  ;D , den letzten Satz unterschreib ich sofort.
Nun können die Bilder wieder in den Vordergrund treten.
Beste Grüße,
Sebastian

 

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