Hallo Andreas,
das Du mit deinen Fotos ganz oben in der Rangliste der Mineralienfotografen agierst steht für mich außer Zweifel. Ich finde deine Bilder beeindruckend, vor allem weil die Lichtführung schon mit das Beste ist was ich bisher gesehen habe, Allerdings muß man auch sagen, das deine abgelichteten Stufen nicht die allerschlechtesten sind!!!!!!
Aber es macht Spaß deine Bilder anzusehen.
Aber gerade beim anschauen der Bilder ist mir aufgefallen, das es etwas Besonderes mit den Bildern auf sich hat. Ich kam mir vor, als schaue ich gerade in den neuesten Mineralogical Record. Da wird auch nur noch abgelichtet was allererste Sahne ist. Das hat seine Berechtigung, nicht umsonst habe ich den Record abonniert.
Trotzdem schaue ich mir auch sehr gerne Fotos an die, wie ich so gern sage, aus dem Leben kommen. Stufen die selbst gefunden sind, Stufen die gekauft wurden aber eben schöne Sammlungsware und keine Top-Exponate sind.
In dem Zusammenhang fällt mir Uwe ein.
Du bist, wie auch, ich ein Sammler der alten Schule. Wir heben jeden Dreck auf und finden ihn wichtig und toll in unseren Sammlungen.

Und genau hier muss man, wie ich finde, anfangen einmal darüber nachzudenken warum wir, also Du und ich, Fotos machen. Den ersten Preis in Fotoqualität gewinnen wir eh nie. Wir machen doch die Fotos eher aus Gründen der Dokumentation und weil wir Spaß an den kleine schönen Dingen haben. Es ist faszinierend zu beobachten was mit einem passiert, wenn man mal so eine der Dubletten, so eine richtig olle, nimmt und daraus mal ein Foto macht. Auf einmal ist da ein wunderschönes Bild...und der Krümel, den man doch eigentlich wegschmeissen wollte. Und dann merkt man, das in der Mikrofotografie ein unermessliches Potential liegt. Nur wenige meiner größeren Stufen sind so gut, das sie sich für ein Hochglanzfoto ala Andreas eignen würden, aber meine Kramkiste ist voll mit Klamotten die bei Bildbreiten von 1-5mm sehr schöne Fotos ergeben.
Und da ich jedes Stück behalte von dem ich ein Foto habe, ergibt sich die kuriose Situation, das ich viele Stücke nun aufhebe, die ich vor einem Jahr noch ohne mit der Wimper zu zucken weggeschmissen hätte.
Also, warum es nicht einmal mit der Mikrofotografie probieren...kostet nicht die Welt. Ein Mitutoyo muss es am Anfang nicht sein.
Ich spiele oft selbst mit dem Gedanken mein Nikon CFI gegen ein Mitutoyo auszutauschen. Dann aber wiederum fällt mir der Satz mit dem Spatzen und dem daruf schießen ein, und ich bin eigentlich ganz happy mit meiner Billiglösung, vor allem mit dem Katagon 2.8/50 für 30 Euro!
Viele Grüße
Ulrich