Hallo Nadine,
Da ich selbst erst (wieder) mit dem Mineralien sammeln begonnen habe möchte ich dir gerne meine persönlichen Erfahrungen mitteilen!
Falls du, wie ich auch, ausschließlich Eigenfunde sammeln möchtest ist dies sicher die befriedigendste wenn auch mühsamste Methode sich eine Sammlung aufzubauen.
Bei Eigenfunden geht es immer auch um das mit einem Fund verbundene „Abenteuer“ und die vielen Eindrücke die man dabei erlebt!
Es muss einem auch klar sein, dass man gerade zu Beginn nicht die spektakulärsten Funde machen wird…….
Wichtig ist sicher eine gewisse Ausdauer, denn nur wer sucht kann auch was finden!
Und nun zu deiner eigentlichen Frage ……
Gerade in der alpinen / hochalpinen Disziplin sind einige Dinge vorauszusetzen um zum Erfolg zu kommen – reines Glück kann man natürlich immer haben!
Wichtig ist meiner Meinung nach schon eine gewisse Systematik in der Vorgehensweise……
Was will ich finden? (z.B. Bergkristall, Rauchquarz, ……)
Wo kann man das finden? (z.B. alpine Klüfte)
Wie erkennt man alpine Klüfte? (Kluftanzeichen suchen und finden)
Wie geht man dann an der Kluft vor? (geeignetes Werkzeug, etc.)
Was die rechtliche Situation angeht gibt es natürlich auch einiges zu beachten!
Beim Sammeln, speziell bei Werkzeugeinsatz, sind natürlich die spezifischen Regelung von z.B. Nationalparks zu beachten.
In Kärnten z.B. ist das Sammeln über das Naturschutzgesetz geregelt und man benötigt bei Einsatz von Hammer und Meisel einen „Mineralien Sammelausweis“.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass man immer die Erlaubnis des Grundstückbesitzers einholen sollte bevor man irgendwo mit „Grabungen“ beginnt!
Die rechtliche Situation ist zugegeben nicht ganz einfach für „Eigenfundsammler“ und jeder geht auch anders damit um!
Es gibt den Typ „wo kein Kläger da kein Richter“, den Typ „Gesetz ist Gesetz“, den Typ „Ermessenssache“,……….
Ich möchte dir nicht die Lust am Sammeln nehmen, aber die Entscheidung wie du persönlich damit umgehst, musst du aufgeklärt und eigenverantwortlich treffen!
Glück Auf und schöne Funde!
Jürgen