Schönen guten Tag,
ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass sich dieser Beitrag an bestehende Richtlinien hält.
Ich habe kürzlich eine große Härteskala nach Mohs geschenkt bekommen, da ich mich im Rahmen meines Studiums auf das Modul "Mineral- und Gesteinsbestimmung" vorbereiten möchte. Wie der Titel es bereits vermuten lässt, habe ich Probleme bei der Anwendung.
Wenn ich ein relativ "weiches" Mineral mit einem relativ "harten" Mineral (so z.B. Calcit mit Quarz) ritze, so erkenne ich deutliche Kratzer auf dem weicheren Mineral und kann leicht bestimmen, welches der beiden das härtere ist.
Anders verhält es sich bei Mineralen, die sich in der Härte nicht so extrem unterscheiden. Versuche ich so zum Beispiel Apatit (Härte 5) mit Feldspat (Härte 6) zu ritzen, so fällt es mir extrem schwer - auch unter Zuhilfenahme einer Lupe mit fünffacher Vergrößerung - irgendwelche Kratzer oder Ritzspuren zu erkennen. Alles, was ich nach dem Ritzen ausmachen kann, ist ein weißes Pulver, von dem ich das Ursprungsmineral nicht bestimmen kann. Wenn ich dieses Pulver nun mit dem angeleckten Finger wegwische, so sehe ich einfach keine Kratzer.
Wir sollen letztendlich dazu in der Lage sein, unbekannten Proben eine Ritzhärte nach Mohs zuzuordnen. Erschwerend kommt hinzu, dass dies auch bei kleinen Korngrößen von Gesteinen - also Mineralaggregaten - geschehen soll.
Mache ich irgendetwas falsch? Ich würde mich über Anregungen und Tipps sehr freuen. Ich dachte da an Punkte wie Lichtverhältnisse, besonders geeignete Stellen zum ritzen oder Tipps um herauszufinden, von welchem der beiden benutzten Minerale letztendlich das entstandene Pulver stammt.
Viele Grüße,
Alex