Glück Auf!
IMG_8717 und IMG_8718 zeigen ein typisches Erscheinungsbild für Schlacke.
IMG_8712 bis IMG_8714: Die niedrige Dichte und die gute Polierbakeit sind für Gläser (hier amorphe, siliziumreiche Masse) durchaus typisch. Bei der niedrigen Dichte ist wohl eher von einem schwermetallarmen Glas bzw. einer schwermetallarmen Schlacke auszugehen. Natürliche Gläser wie Pechsteine würden zu den angegebenen Eigenschaften passen. Im potentiellen Liefergebiet sind mir keine Gläser mit derart kräftig grünen Farbbereichen bekannt.
Je nach dem wie vertrauenswürdig die Dichtemessung ist: Es gibt neben den natürlichen Gläsern nur wenige Gesteine zum Beispiel aus der Phonolith-Familie, die derart niedrige Dichtewerte erreichen. Diese haben, wenn man sie in der Lausitz findet, immer eine weiche Verwitterungsrinde. Die Polierbarkeit ist aber eher mäßig (auf Filz und anderen eher weichen Schleifunterlagen). Aufgrund der Si-armut sind die Glasanteile auch eher selten gegeben. Die Phonolithe/Trachyte aus den Liefergebieten enthalten meist geringe Anteile Magnetit, auf die ein Magnet in der Regel anspricht. Der Senftenberger Elbelauf, der in der Region Lauta für die meisten Kiesablagerungen verantwortlich ist, ist für vieles bekannt, aber nicht gerade für Phonolithgerölle, da die Platznahme der Phonolithe überwiegend zeitlich erst nach den Ablagerungen des Senftenberger Elbelauf erfolgte.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut