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Wettbewerb bester Eigenfund 2017
Hg:
Hallo,
wie gewünscht, möchte ich wieder einen Wettbewerb starten, in dem der beste Eigenfund des gesamten abgelaufenen Jahres präsentiert werden kann. Als Eigenfund können Mineralen und Fossilien eingereicht werden.
Schwerpunkt soll hierbei wirklich auf den Fund gelegt werden (am Besten mit der Geschichte dazu) und weniger auf das Bild zum Fund.
Das beste Fundstück kann mit 4 Bildern präsentiert werden. Aber bitte hierbei auf wirklich nur ein Fundstück einschränken, so schwer das vielleicht auch sein mag.
Funddatum bitte angeben!
Laufzeit: bis Sonntag, den 18. Februar 2018
Ich hoffe darauf, dass sich wieder möglichst viele mit guten Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligen (Funde gab es wie schon hier gezeigt wurde ;)).
Beiträge ohne Fund (Unterhaltungen und Diskussionen) werden aus dem Thema gelöscht, da hierdurch der Wettbewerb nur unschön zerrissen wird.
Grüße,
Andreas
Steinjäger:
Hallo,
dann will ich mal den Anfang machen: Im vergangenen Jahr hatte ich einige recht nette Funde, für den Wettbewerb habe ich mich für den abgebildeten Rhodochrosit von der Grube Rothenberg bei Oberneisen in Hessen entschieden. Gefunden im August 2017, das genaue Datum ist mir nicht mehr bekannt, bei Regenwetter an einer Pinge im dichten Gestrüpp. Auch wenn das Rheinische Schiefergebirge eine große Vielzahl klassischer Fundstellen für schöne Rhodochrosite zu bieten hat sind doch die aktuellen Fundmöglichkeiten sehr gering, um so mehr habe ich mich über diesen Fund gefreut.
Bildbreite übrigens jeweils ca. 2 cm.
Gruß und Glück auf!
Uwe
stoanklopfer:
Hallo,
ich mach auch wieder einmal mit. Das Foto ist nicht berauschend, aber der Fund hat mich sehr gefreut! 2017 wollte ich nach Jahren wieder einmal den Feigenstein in Nassereith besuchen. Der Aufstieg am 22.8. war höllisch heiß. Meine Frau zog es vor, mit dem Sohn den Schatten der Bäume aufzusuchen, während ich total verschwitzt war und knapp vor einem Sonnenstich stand. Nachdem zuerst nur kleine Calcitdrusen und derbe Galenitstückchen hergingen, wechselte ich auf die höchste Halde der Fundgrube. Hier das gleiche Bild: Calcitdrusen und hier auch etwas Schalenblende. Ich wollte eigentlich nicht mehr wegen der Hitze, schlug dann aber doch noch einen Brocken auseinander. Klar: Calcit. Aber die gelblichen Kristalle sahen dann doch untypisch aus, weshalb die Lupe herhalten musste. Und siehe da, es waren alles kleine pseudooktaedrische Wulfenitkriställchen um 1 mm! Dann auch noch eine schöne Smithsonitdruse, dann war der Tag perfekt.
elvslayer:
Tja ich hab das Stück hier ja hier schon einmal gezeigt.
Damals wollte ich wissen, mit welchem Mineral der Amethyst überzogen ist.
Nach dem Säuretest war klar, dass es sich um Calcit handeln musste.
Das Stück wurde beim zerteilen eines riesigen Felsbrockens bei Waldhambach gefunden.
Man hatte auf dem Felsbrocken schon von außen einige mit Calcit gefüllte, teils beschädigte Drusen gesehen.
Eine große Calcitdruse befand sich mittig im großen Block und zu der wollte ich mich vorarbeiten.
Eigentlich wirklich viel zu mühselig sagte mein Vater noch zu mir.
Aber wir habens mit dem großen Vorschlaghammer durchgezogen. Nach etwa 1 Stunde Arbeit haben wir den großen Brocken komplett zerlegt und dabei diesen wunderschönen Amethysten bergen können.
Mein Vater hat ein ähnlich großes Stück mit reinem Amethyst ergattert.
Die Calcitdruse, auf die ich es zunächst abgesehen hatte, haben wir liegen lassen, weil zerbrochen ;D.
Die Stufe hat die Maße von 16x14x15 cm.
oliverOliver:
2017 war für mich eigentlich ein recht erfolgreiches Jahr – und zwar (zum Glück) nicht was die Menge der Funde anbelangt, sondern bezogen auf die überdurchschnittlich hohe Anzahl von relativ guten Stücken.
So fand ich im Hausruckgebiet mein bislang größtes und zugleich bestes Holz von dort – (siehe https://www.mineralienatlas.de/viewF.php?param=1508659037 ) – dazu gibt’s noch keinen Forums-thread, obwohl die story dazu durchaus skurril ist und diejenige meines „Bestfundes“ locker toppen würde – kommt vielleicht noch …..
Ebenfalls in Oberösterreich gelang mir auf einer der Fundstellen bei Peuerbach (dazu einiges von anderen Autoren im thread bescheidene Hölzer aus Österreich, https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,7054.0.html ) der Fund wiederum eines „großen“ Holzes – das ist allerdings wenig fotogen, daher gibt’s noch nicht einmal ein Lexikonbild davon.
Und im Weinviertel fand ich in der HMF 2017 auch mein bislang größtes Kieselholz aus der Pannonium-zeitlichen „Urdonau“, zudem mit großem Astabgang und Insektenfraßspuren – das wäre ein ernstzunehmender Kandidat für den Wettbewerb gewesen, wenn ihm nicht wieder mal die Landwirtschaft gravierende Schönheitsfehler zugefügt hätte (siehe: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,30292.msg317791.html#new ).
Daher beteilige ich mich hier mit einem zwar kleinen, aber für mich sehr besonderen Stück – meiner ersten „Palme“ (siehe dazu schon https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,45529.0.html ). Unter Anführungszeichen deswegen, weil, wie mich Werner/Sargentodoxa dankenswerterweise aufklärte, Palmen und andere „stammbildende Monokotyledonen“ (SBM) in fossilem Zustand meist nicht eindeutig zu unterscheiden sind.
Ich hatte in diesem Fall wieder mal so was wie „Anfängerglück“ – gerüchteweise war mir zwar schon länger bekannt, dass in Schottern unklaren Alters im Bezirk Rohrbach im westlichen Mühlviertel (OÖ) ebenfalls – wenn auch eher selten – Kieselhölzer zu finden seien, ich war aber vorher noch nie dort Suchen, und ich hatte auch noch keines der Stücke selbst gesehen. Lediglich versehen mit etwas vagen Angaben zum Fundgebiet machte ich mich also gemeinsam mit einem Freund im September 2017 auf, um mir das mal näher anzusehen, und hatte eigentlich keine großen Erwartungen oder gar Fundhoffnungen – ich wollte einfach mal das Gebiet näher kennenlernen und mir einen Überblick über etwaige Fundmöglichkeiten verschaffen, sozusagen eine „Vorprospektion“ für zukünftige Touren durchführen. Aber wie es eben oft so ist – völlig ahnungslos und ohne jegliche Ortskenntnisse wählte ich einen kleinen Teilbereich des Gebietes zur näheren Erkundung aus, und fand auf Anhieb einige zwar kleine, aber teils gar nicht so schlechte Kieselhölzer, war also schon mehr als zufrieden mit dem Tag. Und dann kam die absolute Überraschung – eben das „Palmen“stück! Für mich eine doppelte Freude – erstens meine erste selbstgefundene „Pame“ überhaupt, was alleine schon Grund zum Feiern gewesen wäre, und zweitens war das Vorkommen von verkieselten Palmen/SBMs in diesem Gebiet anscheinend überhaupt unbekannt; zumindest hatte ich noch nie diesbezügliches gehört, und auch mein Sammlerfreund wusste nichts darüber.
Wettbewerb bester Eigenfund 2017
Wettbewerb bester Eigenfund 2017
Leider liegt überwiegend „canaliculatus“-Erhaltung vor, sprich die Leitgefäßbündel sind meist nur hohl, also sozusagen als 3D-Abdrücke erhalten, und nur in wenigen Fällen liegen sie – erkennbar als dunklere, scharf abgegrenzte Punkte – ebenfalls ver- bzw. eingekieselt vor. Überhaupt ist die Fossilisation nicht wirklich optimal – auch im „Grundgewebe“ zwischen den Gefäßbündeln sind kaum oder keine pflanzenanatomischen Details erkennbar, sondern es scheint sich um eine relativ homogene Kieselmasse zu handeln. Allerdings hatte ich das Stück noch nicht unter dem Bino, vielleicht ist da ja doch mehr zu erkennen als mit dem Fadenzähler. Nichts desto trotz – diese Tatsache schmälert zwar den wissenschaftlichen Wert, nicht aber meine Freude über den Fund!
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