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Autor Thema: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen  (Gelesen 6465 mal)

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Johannes Steiger

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Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« am: 27 Jan 18, 22:59 »
Guten Tag Mineralienfreunde mit Fotoerfahrung

Möchte mich mit dem Fotografieren (digital) von Mineralien und Fossilien im Nahbereich/Makrobereich beschäftigen. Bitte um Rat, mit welcher Art von Kamera (Ausstattung/Technik) ich beginnen soll um beste Qualtät (Auflösung und Tiefenschärfe) zu erreichen. Für gute Ratschläge bin ich dankbar!

Könnte mich eines Tages mit guten/interessanten Bildern für alle revanchieren.

Gruß aus dem Burgenland, Österreich.
Johannes
« Letzte Änderung: 28 Jan 18, 17:55 von oliverOliver »

Offline Sebastian

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Re: Fotos anhbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #1 am: 28 Jan 18, 13:08 »
Hallo,
Welche Stufengrösse möchtest du Fotografieren?
Danach richtet sich einiges. micromounts sind aufwendiger als normalstufen bis Thumbnails zu realisieren.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Andreas Schmid

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #2 am: 28 Jan 18, 21:21 »
Ist das erste mal dass ich das höre sebastian. Den beleuchtungs und hintergrundaufwand kann man bei mikros vergessen. Die aufnahmetechnik ist vergleichbar. Spezialobjektiv stacking etc sind aber vergleichbar.

Offline Alcest

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #3 am: 28 Jan 18, 21:42 »
Für ein brauchbares Foto mit >3 cm Bildbreite braucht man eine 100€-Kamera, 2 Blatt Papier und eine 10€-Lampe. Versuche mal brauchbare MM-Bilder mit dem Budget hinzubekommen. Für die gewünschte "beste Qualität" nehmen sich kleine und große Bildbreiten nicht allzu viel, denke ich.

Mit "bester Qualität" zu starten ist ein sportliches Vorhaben. Du könntest ~10.000€ in die Hand nehmen und z.B. den Tutorials von Stephan Wolfsried auf Mindat folgen. Hast du dieses Geld? ;-)

Offline Sebastian

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #4 am: 28 Jan 18, 22:26 »
Hallo Andreas,
Ich sprach von der Hardware.
Sprich: höherer Anspruch an quasi allem. Stabilität, Präzision und natürlich auch Güte der Optik. Das geht alles deutlich mehr ins Geld, denn das mehr an, bezahlt man am Ende immer.
Dies ist bei Handstufenfotografie alles deutlich einfacher zu bewerkstelligen. Da ich beides praktiziere (nicht auf Perfektion und Ästetik ausgerichtet) kann ich das denke ich auch behaupten.
Die eigentliche Aufnahme steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Und ich höre zum ersten Mal das bei Mikrofotos kein Hintergrund gestaltet werden muss. Wenn du das glaubst, solltest du dich mal bisschen umschauen bei den entsprechenden Bildern.
Gruß Sebastian

Online guefz

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #5 am: 28 Jan 18, 23:39 »
Wenn du bei Mikrofotos nicht gerade ein frei stehendes Kriställchen hast, ist der Hintergrund einfach der Rest der Stufe. Der ist vor dem Foto nicht beliebig konfigurierbar, nachher in der Bildbearbeitung natürlich schon...

Günter

Offline Andreas Schmid

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #6 am: 30 Jan 18, 08:59 »
Sebastian  Günter hat glaube ich zum Thema HG alles gesagt.  Bez. Hardware kann ich dir nur bedingt recht geben. Mehr Stabilität-ja. Bessere Optik und Kamera-definitiv nein. Eine Optik mit stärkerer Vergrößerung, Mikroobjektiv, bedeutet nicht unbedingt ein mehr an technischem (Konstruktion) oder finanziellem Aufwand gegenüber einem Makro. Gute Makroobjektive kosten von 900.- - 5000.- Da bist du bei Mikroobjektiven schon voll dabei. Und wenn wir in das preisliche Spitzenfeld vordringen ist bei beiden nach oben noch viel Luft. Und ja ein Minimum an Ausrüstung muss vorhanden sein. Aufnahmen mit Handys oder Billigkameras sind einfach niemals gut. Und hier meine ich die Qualität wie DOF, HG Rauschen........Aber das ist letztlich alles egal wenn das Auge und Händchen des Fotografen nicht mitspielt. Ausrüstungen um 20.000 oder 50.000.- machen noch kein gutes Bild wenn der Fotograf es nicht zulässt. Und perfekte Fotos ohne HG Rauschen etc. die nichts Brauchbares darstellen sind wertlos. In meinen Augen wird zu sehr über Hardware diskutiert und zu wenig über Beleuchtung, Motivauswahl, Plastizität, Kreativität und nicht zuletzt Nachbearbeitung.

BG
Andreas

Offline Andreas Schmid

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #7 am: 30 Jan 18, 09:03 »
Nachsatz
Wenn ich von Beleuchtung spreche meine ich nicht die Auswahl der Beleuchtungskörper sondern deren Positionierung und die Ausleuchtung des Motivs. Die unterschiedlichen Helligkeiten die Plastizität hervorbringen. Das Spiel mit Schatten und Licht um besonders schöne Stellen hervorzuheben oder auch einmal das Durchlicht das die oft unsichtbaren Seiten von Kristallen ins "rechte" Licht rückt. USW. USW.......Denn diese Aspekte unterscheiden gute von schlechten Bildern.

Offline Sebastian

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #8 am: 30 Jan 18, 10:00 »
Ohne Hardware kein Bild. Danach kann man über den Rest reden. Einige der Argumente kann ich nicht nachvollziehen, aber da das hier nicht Thema ist, lasse ich sie mal unkommentiert stehen. Ich denke das die Frage was fotografiert werden soll, entscheidend ist was gebraucht wird. Deshalb sollte sich der Threadersteller dazu nochmal äußern. Die Argumentation von Andreas ist hier einfach nicht hilfreich, zerreißt alles. Aber ich gebe dir in einem ganz sicher Recht:
Mit der teuersten Kamera kann man ganz einfach schlechte Bilder machen.
Deshalb bitte erstmal klären was und wie mit welchem Ziel fotografiert werden soll.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Alcest

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #9 am: 30 Jan 18, 10:22 »
Aufnahmen mit Handys oder Billigkameras sind einfach niemals gut.

Ganz großer Quatsch. Auch "Billiggeräte" zeigen, wie die Stufe in der Vitrine aussieht und man sieht, was man sehen soll. Wettbewerbe gewinnt man damit nicht aber für die Dokumentation im Internet reichen solche Gerätschaften im Bereich von Bildbreiten über 3 cm allemal. Oder findest du alle meine Bilder unbrauchbar und schlecht? Bei 2 mm Bildbreite ist das eine andere Sache aber du hast ja alle Aufnahmen über einen Kamm geschert. 

Deine Fotos in allen Ehren aber die Arroganz bezüglich dieser muss nicht sein. Ich sehe mir die Sachen mit Durchlicht gern an aber das ist nicht die Realität, wie die Stufen in der Hand oder in der Vitrine mit einer Leuchtdiode am Vitrinenoberteil aussehen und ich würde Stufen aufgrund solcher Bilder (wenn es keine Bilder mit Standardbeleuchtung gibt) auch niemals kaufen. Es gibt genügend Leute, die das anders sehen und dennoch hunderte € in die Hand nehmen.

Offline Harald Schillhammer

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #10 am: 30 Jan 18, 10:57 »
Den beleuchtungs und hintergrundaufwand kann man bei mikros vergessen. Die aufnahmetechnik ist vergleichbar. Spezialobjektiv stacking etc sind aber vergleichbar.

Andi, daran merkt man, dass du noch nie Mikros fotografiert hast. Der Beleuchtungsaufwand ist bei Mikros mindestens genauso aufwendig wie bei Makros und größeren Stücken. Du musst sogar noch genauer arbeiten, weil sich jede Änderung des Lichtwinkels und die Positionierung des Objekts im Bereich von wenigen Graden, resp. Bruchteilen von Millimetern abspielt. Dazu kommt oft noch der geringe Arbeitsabstand als limitierender Faktor. Manche Mikros lassen sich überhaupt nicht zufriedenstellend beleuchten, z.B. wenn ein Kristall mit 0,5 mm Größe am Grunde einer winzigen Höhlung in der Matrix sitzt und du nicht mit dem Licht reinkommst weil das Objektiv im Weg ist (was bei Schlackenmineralien oft der Fall ist). Da muss man halt dann Abstriche in den ästhetischen Wunschvorstellungen machen oder, so wie manche es handhaben, nur perfekt fotogene Stücke ablichten. Da bleibt aber dann der wissenschaftliche Dokumentationswert zugunsten der Reputation des Fotografen auf der Strecke.

Offline Embarak

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #11 am: 30 Jan 18, 11:12 »
Hallo,
Irgendwie läuft dieser thread aus dem Ruder.
Die ursprüngliche Frage eines Gastes ist:

Zitat
Möchte mich mit dem Fotografieren (digital) von Mineralien und Fossilien im Nahbereich/Makrobereich beschäftigen.
Bitte um Rat, mit welcher Art von Kamera (Ausstattung/Technik) ich beginnen soll um beste Qualtät (Auflösung und Tiefenschärfe) zu erreichen.

Sebastians Frage war genau richtig
Zitat
Welche Stufengrösse möchtest du Fotografieren?

Darauf haben wir noch keine Antwort.
Der Rest des threads ist ein Selbstläufer und ist für einen Gast eher irritierend.

Norbert

Offline Andreas Schmid

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #12 am: 30 Jan 18, 12:33 »
Jan
es hat nichts mit Arroganz zu tun Fotos kritisch zu betrachten. Ich bin immer noch mein eigener schärfster Kritiker. Aber ich sehe nicht ein warum ich einen Standard den ich versuche zu erreichen nicht auch bei anderen anlegen soll.
Aber egal. Die Kernfrage ist wie soll das Resultat aussehen. Und an dem orientiert sich letztlich auch die Antwort auf die oben gestellte Frage nach der Hardware. Meine Botschaft war nur gut gemeint indem ich versucht habe die Hardware Diskussion zu relativieren. Letztlich ist es nur ein kleiner Beitrag auf dem Weg zu einem guten Bild. Und ich meine keine Archivbilder oder Verkaufsfotos. Denn die müssen ja nicht besonders gut sein sondern sollen nur einen möglichst realistischen Eindruck einer Stufe vermitteln (mit jedem Handy möglich). So gesehen vermitteln aber fast alle Mikrofotos keinen realistischen Eindruck einer Stufe sondern sind nur Ausschnittfotos, wenn auch oft hochklassige.

Ja Hari da hast schon recht. Hier trifft ganz klar ästhetische Fotografie auf wissenschaftlich motivierte Dokumentationsfotografie. Ich denke nicht dass beide sich widersprechen. Es ist einfach eine andere Motivation dahinter. Leider werden qualitativ schlechte Fotos häufig mit der Argumentation rein wissenschaftlich bzw. dokumentativ motiviert zu sein gerechtfertigt. Und wir wissen beide dass es genug Fotografen gibt, du eingeschlossen, die gute Qualität mit wissenschaftlicher Dokumentation verbinden können. Ein wissenschaftliches Foto oder eines fürs Sammelarchiv soll doch auch so gut wie möglich sein (Schärfe, Farbwiedergabe......) und bedarf einer guten Ausrüstung.  Und davon ist der Markt voll. Und unzählige Tests beschäftigen sich mit diesen Fragen.
Am Schluss bleibt dann einfach nur noch eine Glaubensfrage übrig. Und jetzt zur Frage von Johannes: Gehäuse mit APS-C Sensor oder vergleichbar und ein Makroobjektiv 50 oder 90, 100 mm. Das ganze erwerbbar um 500.- - 1000.- neu und man ist für den Anfang perfekt ausgerüstet. Marke egal. Makroempfehlung Tamron 100 mm hat ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis. Wenn Geld keine Rolle spielt kann man auch gleich mit einer Vollformatkamera einsteigen. Übrigens stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite wo immer ich helfen kann. Kontakt: andreas.schmid@umena.at. Mikrobereich ist deine Baustelle Hari.

BG
Andreas

Offline Alcest

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #13 am: 30 Jan 18, 12:46 »
es hat nichts mit Arroganz zu tun Fotos kritisch zu betrachten. Ich bin immer noch mein eigener schärfster Kritiker. Aber ich sehe nicht ein warum ich einen Standard den ich versuche zu erreichen nicht auch bei anderen anlegen soll.

Es kommt bei anderen (nicht nur bei mir) aber arrogant an. "Billigkameras können keine guten Bilder machen" oder "Mikros sind keine Kunst" sind anmaßende Äußerungen und du siehst ja auch bei Sebastian und Harald, dass das nicht gut ankommt. Ein Bild mag unter deinem Standard liegen aber den musst du nicht allen anderen mit solchen Powersätzen immer wieder auferlegen. Nur so als Feedback. Ich bin jetzt raus aus diesem Thread, aber das lag mir schon seit einiger Zeit in den Fingern.

Offline Andreas Schmid

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Re: Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen
« Antwort #14 am: 30 Jan 18, 13:31 »
Also lieber Jan

wenn du es als Arroganz empfindest dann ist es eben so. Ich denke das gehört hier nicht her und würde mir wünschen dass diese Diskussionen auf einem mehr sachlichen Niveau geführt werden. Und die Behauptung Mikrofotos sind keine Kunst habe ich so nie gemacht. Auch kann ich nirgends den Vorwurf der Arroganz lesen, ausser bei dir. Lediglich sind Sebastian und Hari anderer Meinung. Was übrigens dazu führt dass jeder von dem anderen noch lerenen kann. Es gibt nichts unbrauchbareres als Echoblasen. Würde mit den Vorwürfen ein wenig vorsichtiger umgehen. Meine Aussage hat sich auf die unterschiedlichen Anforderungsprofile beider Arten zu Fotografieren bezogen. Und was die Handyfotos betrifft so lasse ich jedem natürlich seine Meinung. Aber meine Meinung werde ich ja noch kommunizieren dürfen. Also werde oder bleib glücklich mit Handyfotos und ich werde es hoffentlich einmal mit meinen Bildern sein.
Wünsch dir noch einen schönen Tag und Johannes einen tollen Start in dieses interessante wie schöne Hobby.

BG
Andreas

 

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