Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Halde 235 Antonsthal

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Alcest:
Außer Gips und einem Gas, welches sich in der Wohnung oder auf dem Balkon schon verabschiedet, bleibt nichts über. Wegen 2-3 Tropfen H2SO4 - sofern der "Versuch" abgedeckt wird - wird niemand auch nur an das Schadstoffmobil denken. (Anmerkung: würde ich auch nicht. Ich halte es im übertragenen Sinne dennoch für fahrlässige Körperverletzung, zu Flusssäureexperimenten bei Mineraliensammlern zu raten.)

Es gibt im Mineralienreich genau fünf Versuche, die ich niemals auch nur ansatzweise raten würde: Arsennachweis mittels Marshscher Probe, Geschmacksprobe an unbestimmten farblosen Phasen an Arsen-Cobalt-Nickel-Erzen, Leckerei an grönländischen Fluoriden, Leckerei an vermeintlichen Berylliumoxiden (Bromellit) und Fluoritnachweis via H2SO4. Das können Profis im Labor machen (zumal ich bisher noch keinen - promovierten - Chemiker gefunden habe, der den Arsennachweis freiwillig auf diesem Wege vollbringen mag) - im Hausgebrauch hat das nichts verloren. Irgendein DAU könnte das lesen und nach dem Motto "viel hilft viel" Fluorit in massig H2SO4 baden. Davon kann man im Internet ausgehen.
Google mal "Dimethylquecksilber" mit einem Leerzeichen dahinter und schau auf die vorgeschlagenen Ergebnisse. Genau so sollte man im Internet vorgehen - es gibt immer den worst case.

Es wundert mich übrigens, dass durchschnittliche Pechblendestufen hier als Krebsquelle bei Postboten diskreditiert werden, so etwas aber stehen bleibt. Wobei - hier wundert mich ehrlich gesagt nicht mehr viel.

Ob der Post wohl stehen bleibt?

pseudonym:
Hm naja so gesehen haste auch wieder nicht ganz unrecht ,zumal das ja auch im Vandalismus benutzt wird und eigentlich schwer zu beschaffen ist , ich glaube das war ein Fehler .....

Bitte alles löschen ...

Alcest:
Um das klar zu stellen: du hast vollkommen Recht, dass das ein geeigneter Nachweis für Fluorit wäre und in akademischen Nebenfachpraktika (d. h. minimal über Gymnasialniveau) auch praktiziert wird - und nicht nur von Gefahrenstoffchemikern ;-) Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, ob "ein paar Krümel" schon sichtbare Resultate zeigen.

Die Sache mit dem Dimethylquecksilber zeigt mir aber, dass viele Internetnutzer auf solche Sachen stoßen und dann herumprobieren ohne nachzudenken. Lars will ich das nicht vorwerfen aber aus Erfahrung gehe ich im Netz immer vom worst case aus und ich kann mir durchaus vorstellen, dass manche Kandidaten nach dem Motto "viel hilft viel" einen Liter H2SO4 96% kaufen würden und ihren Fluorit darin großzügig baden würden. Siehe das angehangene Bild zur Suche "Dimethylquecksilber". Bis solche Nutzer auf Karen Wetterhahn stoßen, ist das Kind 3x in die Flusssäure gefallen.

pseudonym:
ja das war ne krasse Geschicht mit der Frau Wetterhahn ....

Brutus:
Ich kann die wenigen vorhandenen Bruchflächen mal Ablichten wenn das reicht?!
Da ist wirklich keine Stelle dran wo man was abschlagen kann....

Andere Idee, Apatit ist lösslich in HNO3. Fluorit nicht oder? Ich hab zwei kleine Bruchstücke von den Kristallen, die könnt ich so testen. Dann wäre der Apatit raus (oder auch nicht) und am Ende der Fluorit übrig....

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