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Eklogit?

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Mampfbacke:
Okay, das leuchtet ein.
Wie sieht es eigentlich mit den hellen, weißlich erscheinenden Komponenten aus? Quarz? Plagioklas? Beides?

Alcest:
Bei einem "richtigen" Eklogit ist es Quarz (quasi die Bedingung für den Eintritt in die Eklogitfazies ist die Reaktion Albit = Jadeit + Quarz). Bei einem retrograd überprägtem Eklogit mag es wieder Feldspat sein.

Beim Granatperidot kann ich nicht mit Wissen glänzen. Aber wie gesagt - retrograd (also Metamorphose rückwärts) ist die weiße Phase nicht unbedingt ausschlaggebend.

Harzsammler:
Erstmal danke für die Antworten!

Was ich sicher bestimmen kann ist Granat, Quarz und Glimmer und in machen Granaten ist Pyrit zu sehen.
Außerdem hat das Stück für seine Größe ein ordentliches Gewicht.

Der helle Anteil ist ein ein schneeweißes bis leicht graues Mineral, dieses bildet keine Kristalle sondern dichte Massen und wird von der graugrünen Matrix deutlich durchädert. Es ist auch recht weich denn es wurde beim Polieren etwas abgetragen/ausgewaschen.

Feldspat, Plagioklas kann ich nicht erkennen.

Grüße,
Michael



Alcest:
Bzgl. der Schleifhärten kenne ich mich nicht aus.
Ich weiß jetzt auch gerade nicht, inwiefern sich die Korngröße bei den Hin- und ggf. Rückreaktionen ändert. Oft hat man bei Pseudomorphosen ja deutlich kleinere Korngrößen des Materials, welches nach der Reaktion verbleibt. Was sich dann mechanisch und bei der Bearbeitung anders verhält als ein größeres Einzelkorn. Wenn da einst ein Plagioklaskorn war, das feinkörniger ersetzt wurde und diese Sache ggf. rückwärts lief, ist das nun vorhandene Material bestimmt schwieriger auszumachen (das bezieht sich auf: "Feldspat kann ich nicht erkennen").
Wie das beim Eklogit/GP allerdings genau ist, müsste ein anderes Mitglied sagen.

karlov:
Moin,
kein Amphibol enthalten? Ggf nochmal mit der Mineralbestimmung hier abgleichen:
http://www.kristallin.de/gesteine/minerale_5.htm

Ohne das Stück in der Hand gehabt zu haben und die Minerale mit eigenen Augen gesehen zu haben ist eine Bestimmung des Gesteinstyps schwierig. Granat, Quarz und Glimmer ließe doch eher auf ein sedimentäres Edukt schließen. Oder ein stark retrograder Mineralbestand?
Das Stück sieht nicht aus wie die häufigen plagioklasschlierigen Granatamphibolite (mit Plagioklas, Amphibol, Granat und etwas Quarz), die in SW-Schweden und Norwegen vorkommen, zudem ist wirklich reichlich Granat vorhanden. Auch die schwedischen Eklogite sehen anders aus, zumal sie nicht so stark retrograd überprägt sind.
Die grünlichen Massen könnten vielleicht wirklich Omphacit sein oder Symplektite, ist vom Foto her nicht zu bestimmen (und auch sonst schwierig). Es müßte mal jemand einen Dünnschliff machen  :)
karlov

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