Hallo Thomas und Christian
Die Quarze stammen aus einem sehr großen Diapir aus Gips, Salzbrekzien (Ton, Mergel, teilweise verwitterten Ophiten, Dolomit) und allochtonen Gesteinen. Der Diapir entstand in der Trias (Keuper); die kristallinen Gesteine sind paläozoisch.
Die Ophite sind dunkelgrüne, körnige bis dichte Gesteine aus Plagioklas und uralitischer Hornblende mit hellem Augit, Hornblende, Ilmenit und bisweilen Diallag, auf den Klüften mit gelbgrünem Epidot und Hämatit, begleitet und vergesellschaftet mit grauem und ziegelrotem Gips, eisenschüssigen, bunten Tonen und violetten, roten, grünen oder grauen Mergeln.
Die allochtonen Gesteine sind magmatisch (Granit) und / oder metamorph (Gneis, Glimmerschiefer, Grünschiefer, Quarzit, metamorphisierter Kalkstein (Marmor) mit großen Aggregaten Aktinolith)
Die Quarze kommen in limonitisierten Mergel-Tonschichten vor, aus welchen sie ausgesäuert wurden.
Der Begriff "Prasem" wurde aufgrund der grünen Färbung der Kistalle vom Erstfinder vergeben. Christian, Dein Einwand bzgl. Aktinolith ist gerechtfertigt; allerdings (s.o.) kommt ebendieser Aktinolith recht deutlich in den allochtonen Gesteinen vor. Im übrigen könnte Deine Einschätzung richtig sein, nämlich dass die Quarze durch Zersetzung des ursprünglichen Wirtgesteins im Paläozän in die Sedimentation eingebracht worden sein könnten. Das würde zumindest die heutige Lage der Quarzkristalle in den Sedimentschichten klären.
Wie allerdings die Quarze entstanden sind, durch welche geologischen Vorgänge die Kristalle zerbrachen und wieder verheilten und das ständige Begleitmineral Mikroklin - alles offene Fragen.
Danke erstmal für die Denkanstöße.
Gruß Peter