Hallo,
also ich kann euch versichern das bei der Wismut sorgsam mit vorhandenen Bohrkernen umgegangen wird, schon allein weil auch ich öfters damit zu tun habe

Natürlich werden nach Abschluss bestimmter Projekte (Sanierungprojekte) der neuer Zeit auch Kerne entsorgt. Das gleiche trifft auch auf alte Bohrkerne aus der Erkundungs- und Produktionsphase vor 1990 zu. Es ist unmöglich alle Bohrkerne die bei der Wismut angefallen sind aufzubewahren, dürften einige Mio. m sein.
Bei bestimmten Sanierungsprojekten ist vorgeschrieben das die Bohrkerne 10 Jahre aufzubewahren sind. Außerdem gibt es von allen erkundeten Lagerstätten Stamm- bzw. Musterbohrkerne die entweder in der Wismut oder auch in den sächsischen und thüringer geologischen Landesämtern und auch in der Bergakademie Freiberg archiviert werden. Bevor die Wismut Bohrkerne entsorgt werden die zuständigen Behörden informiert die die Bohrkerndokumentationen einsehen und gegebenenfalls auch Bohrkerne in ihren eigenen Archive umlagern.
Im Gelände des Schachtes 371 Hartenstein gibt es ein zentrales Bohrkernarchiv in dem ausgewähte Bohrkerne aus allen Betriebsteilen der Wismut lagern. Hier befindet sich auch das zentrale geologische Archiv der Wismut in dem alle Unterlagen der geologischen Erkundung von der Lagerstättensuche bis zur Abbaublockdokumentation. Ich weis nicht ob sich jemand vorstellen kann welche Menge von Unterlagen bei Wismuts allein mit geologischem Hintergrund in 60 Jahren angefallen sind

. Außerdem gibt es auf der 371 eine hervorragende Lagerstättensammlung des Erzgebirges die derzeit um einen thüringischen Teil der Uranerzlagerstätten erweitert wird.
Die oben abgebildeten Kerne mit 40er Durchmesser stammen entweder von Untertagebohrungen oder von sehr alten Übertagebohrungen. Der übliche Bohrkernduchmesser von Übertagebohrungen beträgt bei der Wismut 100 mm.
Wo die drei Stücke her stammen wird wohl nicht mehr zu klären sein.
Zitat von Bergmeister: "Hab gehört das nach der Wende mal so ganz kurzerhand das komplette Bohrkernarchiv der Lagerstätte Schlema-Alberoda-Hartenstein auf einen großen Haufen im Innenhof des Lagers in Schlema (?) landete und sich schließlich in alle Winde zerstreute" Dazu kann ich nur sagen, du hörst zu viel und plapperst es einfach weiter ohne dich mal bei Leuten sachkundig zu machen die wirklich damit zu tun haben, aber das sind wir ja mittlerweile von dir gewöhnt

Wenn da wirklich was vernichtet wurde dann lief das nach der oben beschriebenen Verfahrensweise ab.
Gruß Jürgen