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Autor Thema: Topas oder Quarz / Quarz  (Gelesen 5762 mal)

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Offline gladhammar

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Topas oder Quarz / Quarz
« am: 20 Oct 18, 19:37 »
Hallo Gemeinde,
handelt es sich bei dem farblosen x eventuell um Topas oder ist es Bergkristall - wer kann helfen?
Die BB ist etwa 3mm und der Fundort Kråkemåla/Oskarshamn/Kalmar Län/Schweden.
Besten Dank schon mal für eure Mühe.
GA Detlef
« Letzte Änderung: 03 Jan 21, 20:06 von oliverOliver »

Offline uwe

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #1 am: 20 Oct 18, 21:53 »
Versuche es doch mal mit UV-Licht. Viele Topase fluoreszieren orange oder gelblich. Ich denke aber, es handelt sich um einen etwas "abenteuerlich" kristallisierten Quarz, zumal ja auch noch andere Quarzkristalle auf den Fluoriten sitzen. Irgendwie sollte ein Topas sich auch bei Tageslicht beispielsweise durch Glanz von den übrigen Quarzkristallen unterscheiden.

Gruß
Uwe

Offline gladhammar

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #2 am: 20 Oct 18, 22:05 »
Hallo Uwe,
danke erst einmal. UV Lampe habe ich leider nicht. Was mich nur etwas stutzig macht ist die Aussage eines Geologen den ich traf das es auf der Fundstelle richtig viel Topas geben soll.
GA Detlef

Offline guefz

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #3 am: 20 Oct 18, 22:27 »
Kannst du denn die Winkel zwischen den Flächen im Mikroskop einigermaßen genau erkennen? Auf dem Foto ist sowas ja kaum sinnvoll zu erkennen, da man das Stück ja nicht drehen kann, um einen besseren Eindruck der Winkel zu bekommen.

Offline loismin

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #4 am: 21 Oct 18, 11:30 »
Hallo.

Für mich ist das ein Quarz !

Loismin

Offline Roadrunner

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #5 am: 21 Oct 18, 13:45 »
Hallo,
das sieht auch für mich sehr nach einem verzerrten Quarz aus. Im direkten Vergleich zum Quarzkristall links daneben bin ich mir zu fast 100% sicher.
Die Bestimmung der genauen Härte wäre zwar hilfreich, aber sicher hier schwierig anzuwenden ohne Risiko für den kleinen Kristall.
Wenn Du aber auf der Stufe einen ähnlichen fraglichen Kristall hast auf welchen Du verzichten kannst, kannst Du da ja mit diesem die Härte bestimmen.
Quartz hat Mohshärte 7 und Topas 8. Mit solchen Härtetestsets, welche es im Handel gibt, geht das ganz gut, da man dort Vergleichsmineralien oder halt Werkstoffe mit definierten Härtegraden hat.
Wenn man mit dem Kristall auf einem definierten Stück mit Härte 7, wie Quarz einen Kratzer einritzen kann, ist es somit härter als Quartz und dann wäre sicher Topas in der ängeren Wahl.
Wenn Du aber keínen Kratzer hinbekommst ist das Probestück gleich hart und somit Quartz. Wenn das Probestück sogar weicher als die Unterlage ist, hast Du kliene Beschädigungen am Probekriatall und keine Spuren an der Unterlage. Dann wäre sogar Quartz vom Tisch.
Geht aber alles nur, wenn man einen Probekristall opfern kann.
Bis dann
Roadrunner

Offline gladhammar

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #6 am: 21 Oct 18, 14:11 »
Danke für eure Meinungen!
Härtebesteck hab ich, aber keine Probe.
Dann tüte ich es als Quarz ein.
Freundliches GA Detlef

Offline pseudonym

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #7 am: 24 Oct 18, 22:29 »
Wo gibts die Härtebestecke ?

Offline Tycho88

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #8 am: 24 Oct 18, 22:51 »
kleine Hilfe

Offline Gerdchen

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #9 am: 24 Oct 18, 23:24 »
Oh bitte,
ich weiß, dass ich mich jetzt wieder richtig unbeliebt mache.
Aber ihr wollt doch nicht wirklich ein Mineral anhand der Härteskala bestimmen.
Am besten eine Untersuchung machen lassen. Kostet nicht die Welt (RAMAN nur 15,-€).
Wende dich an Mineral Analytik (Joy hier im Atlas). Zuverlassig, günstig und genau. Dann weißt du sicher was es ist.
Siehe auch " Bestimmungssicherheit in Sammlungen" hier im Atlas.
Alles Andere ist Spekulation.
Gruß
Gerdchen

Offline uwe

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #10 am: 25 Oct 18, 08:40 »
Natürlich kann kein Mineral durch eine Härteprüfung bestimmen. Aber um beispielsweise Quarz und Topas auseinander halten zu können ist es schon eine gute Hilfe. Das schaft unter Umständen die gleiche Klarheit wie in anderen Fällen die Säureprobe.

Gruß
Uwe

Offline Roadrunner

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #11 am: 25 Oct 18, 09:16 »
Hallo,
man kann natürlich immer gleich bei jedem Stück was man sammelt gleich eine Analyse machen. Kostet ja auch nur 10 bis 30 Euro oder auch mehr. Ist ja nicht die Welt. Macht bei 100 Stufen dann nur 1000 Euro. Wenn ich jeden Krümel wo ich nicht sicher war hätte nalysieren lassen, wäre ich schon pleite!
Ich denke man sollte immer abwägen inwieweit sich das lohnt und ob man die Stufe nicht auch mit einfacheren Mitteln wie Ausbildung, kristallform, Paragnese usw. nicht eingrenzen kann um dann mit einfachen Mitteln, wie hier der Härte wenn möglich A von B zu unterscheiden.
Mann Leute bevor es diese neuen Methoden gab, haben die alten Bergleute auch recht sicher Ihre Stücke bestimmt. Genau das wird auch im alten Lehrbüchern, ja sowas gibt es auch noch, immer gelehrt. Erst die Minerale nach ihren äußeren Eigenschaften eingrenzen und erst dann ggf. Untersuchungen anstregen.  Dazu gehört neben der Farbe, Glanz usw. nun mal auch die Härte!
In diesem Sinne
Roadrunner

Offline Axinit

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #12 am: 25 Oct 18, 18:22 »
Servus,

Erst die Minerale nach ihren äußeren Eigenschaften eingrenzen und erst dann ggf. Untersuchungen anstregen.  Dazu gehört neben der Farbe, Glanz usw. nun mal auch die Härte!


Diesem Kommentar und einigen vorhergehenden Beitraegennschliesse ich mich - allerdings mit einer wichtigen Einschraenkung - an: Mineralbestimmung nach aeusseren Kennzeichen/einfachen nasschemischen Tests ist moeglich, und mit etwas Erfahrung bei makroskopischen Proben auch sehr zuverlaessig.

Je kleiner die Proben jedoch werden, desto weniger Material steht zur Verfuegung und desto schwieriger wird eine sichere Ansprache des vorliegenden Minerals  nach aeusseren Kennzeichen.

Im Gegensatz zu uns ging es den alten Bergleuten ja auch um makroskopische Mengen einer relativ kleinen Zahl wirtschaftlich relevanter Minerale.

Nach dem Photo haette ich den fraglichen Kristall auch als Quarz bestimmt.

In diesem Sinne,

Harald






Offline harzgeist

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #13 am: 25 Oct 18, 19:24 »
Im vorliegenden Fall stimme ich Gerdchen zu.
Der winzige Kristall ist offensichtlich das einzige zur Bestimmung zur Verfügung stehende Material und deshalb sollten die Tests nicht destruktiv und möglichst risikolos sein.
Wenn eine visuelle Inspektion zu keinem klaren Ergebnis kommt, muss man zu optischen Methoden greifen, wozu im weiteren Sinn auch Raman zählt, ebenso wie die bereits vorgeschagene Fluoreszenz.
Aber auch ein gut ausgerüsteter Juwelier wird in der Lage sein die optischen Konstanten zu bestimmen, um Quarz von Topas zu unterscheiden. Den Gang zum örtlichen Juwelier sollte es wert sein.

Thomas

Offline Roadrunner

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Re: Topas oder Quarz
« Antwort #14 am: 25 Oct 18, 22:07 »
Hallo,
der Tipp mit dem Juwelier ist super und vielleicht ja auch etwas preiswerter.
Mit Sicherheit ist er schneller als eine Analyse. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Super Tipp für solche Stufen! Inwieweit das anwendbar ist weiß ich nicht, aber einen versuch ist es allemahl wert bei solch fraglichen Stufen.
Bis dann
Roadrunner