Na gut, dann versuch ich mich auch mal.
Erst mal kann man die Stücke aus Uruguay nicht mit dem " Brekzienachat " vergleichen. Die Uruguaystücke sind Scheiben oder Kopfenden von stalagtitischen oder stalagmitischen Bildungen, die äußerlich mit Achat/Quarz überwachsen sind. Somit ist der " Kern " recht einfach zu erklären.
Bei dem Brekzienachat handelt es sich dem Foto nach um eine Mandel. Da eine sedimentäre Bildung anhand des optischen Eindrucks sehr unwahrscheinlich ist, sollte es sich also um eine vulkanische Bildung handeln. Das bedeutet nix anderes, als eine ausgefüllte Gasblase in der Lava. Darin kann kein Konglomerat entstehen. Wohl können in solchen Mandeln Bruchstücke der Lava eingebettet sein, kaum aber Sande oder Gerölle. Das solche Mandeln Hohlräume haben ist nichts ungewöhnliches. Dass der Hohlraum im abgebildeten Stück schräg nach hinten zu verlaufen scheint, wird an der Schnittführung des Stückes liegen und sollte nicht verwirren.
Ergo bleibt nur die Möglichkeit der Bildung an einer sekundären Lagerstätte.
Hierfür gibt es zwei Erklärungen.
1.) Die Häufigere bzw. belegte.
Grade in den Moselkiesen findet man sehr oft Mandeln mit Hohlräumen, die mit Sand und kleinen Quarzkieseln ausgefüllt sind. Nicht selten ist diese Masse fest verbacken und geht nur mit einiger Mühe da raus. Betrachtet man diese Mandeln, findet man immer eine Öffnung, durch die diese Sande in das Mandelinnere eingedrungen sind. In den Kieslagerstätten herrscht nicht selten hoher Druck, so dass die Verfestigung des eingetragenen Materials durchaus erklärbar ist.
Die eingelagerten Sande und Kiesel sind immer kleiner als der Hohlraum. Ist ja auch logisch, weil sie sonst ja nicht hätten eindringen können. Dabei kann aber auch die Schnittführung einen optischen Streich spielen. Diagonale Schnitte gaukeln manchmal vor, das eine Einlagerung größer ist, als der Durchmesser des Hohlraums. Da muss man schon genau hinsehen.
Auch die unterbrochenen Lagen eines Achates, wie z.B. an Donat´s Stück, haben manchmal eine einfache Erklärung. An einem Hohlraum umschließen die Achatlagen selbigen. Bei einem ungünstigen Schnittwinkel kann es sein, dass diese Lagen quasi gekappt werden. Unser Auge zieht eine grade Linie und meint, da ist eine Unterbrechung. In Wirklichkeit ist die Lage aber genau an dieser Stelle nach oben um den Hohlraum herum abgeknickt und führte auf der gegenüberliegenden Seite wieder herunter. Da ist das Gegenstück dann von Bedeutung, weil man das daran erkennen kann. Ist nur mit Worten etwas schwierig zu erklären.
Zusätzlich könnte der Inhalt einer Hohlraumfüllung natürlich auch sekundär durch mineralisation verkittet worden sein.
2. ) Die Interessantere von Felsenmammut
Der Achat war selber Bestandteil einer Brekzie. Er muss dazu vor der Brekzienbildung dort abgelagert und eingeschlossen worden sein. Später ist er dann wieder ausgewittert und nur im Hohlraum hat sich die Brekzie erhalten.
Eine Bildung des Achates in der Brekzie halte ich in dieser Form für nicht wahrscheinlich. Man kann das auch nicht mit den Trümmerachaten vergleichen, die ja am Ort der Bildung zerstört und wieder verkittet wurden. Also ist der Kern dieses Brekzienachates nach m.M. in jedem Fall eine sekundäre Bildung, die nichts mit der Achatgenese zu tun hat, was ihn aber in keinem Fall uninteressanter macht.