Wenn man Sphärolithe unter dem Mikroskop betrachten und das diskutierte Bild als Verkleinerung sieht haben wir perfekte Parallelen.
Schau doch nochmal in die Bilder die ich aus den Kiesgruben hochgeladen habe (die mit den Sphärolithen - etwas zurück blättern)
da wird es schwer es mit Sagenit zu betiteln.
Möglicherweise reden wir nur etwas aneinander vorbei.
Sphärolithische Kristallisation ( kurz Sphärolith ) ist ein fester und klar definierter Begriff. Es handelt sich dabei um dicht aggregierte Kristallgruppen die aus einem gemeinsamen Kern wachsen. Dreidimensional gesehen sind es ( sofern Platz vorhanden ist ) vollkommen runde Kugeln. Der letzte Sphärolithenachat den Du hier eingestellt hast zeigt das sehr schön.
Das Stück von Axel ist aber keine Sphärolithische Bildung. Dabei handelt es sich um ein haarförmig, büscheliges Aggregat welches vollkommen unregelmäßig gewachsen ist. Sozusagen ein Fremdeinschluß der vor oder während der Achatbildung gewachsen ist. I.e.S. also eine Pseudomorphose, bzw. eine Perimorphose wenn die Häarchen hohl sind.
Der von Dir abgebildete Mesolith ist ein schönes Beispiel dafür. Gieß den in Kunstharz ein und trenn das Stück genau in der Mitte, dann kommt dabei in etwa sowas raus wie auf Axels Bild. Auf diesem Bild kann man außerdem bei genauer Betrachtung sehen, dass die einzelnen " Haare " nicht parallel zueinander stehen, sondern mehr oder weniger " verfilzt " wirken. Auch das spricht gegen eine sphärolithische Bildung.
Das der Begriff " Sagenitachat " irreführend ist, darüber sind wir uns einig. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich diese Bezeichnung jedoch für genau solche Bildungen eingebürgert und differenziert solche Stücke von anderen Pseudomorphosen oder Stücken mit sillikatischen Gewächsen.
Ich fürchte, das werden wir auch nicht mehr ändern.
