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Diskussion: Feuersetzen in St. Andreasberg /urspr. Bilderdisk.: Silber- Reicherz (Feuersetzprodukt)

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Lexikon:
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ganomatit:
Feuersetzprodukte aus Sankt Andreasberg!

In einer kürzlich geführten Diskussion über die Bildung von gediegen Blei, wurde das Feuersetzen für Sankt Andreasberg als gängige Abbaumethode deklariert!
Ich hätte gern einmal einige Meinungen dazu gehört, denn diese Technik war vielleicht in den Anfängen versuchsweise genutzt. Aber üblich für Sankt Andreasberg war sie meiner Meinung nicht, oder?

Frank Heise

argentopyrit:


--- Zitat ---Dass es sich um metallisches Blei handelt, wird von mir nicht angezweifelt. Ebensowenig ziehe ich den Fundort in Zweifel, womit auch glaubhaft ist, dass sich nicht nicht um ein Hüttenprodukt handelt.
Allerdings stelle ich die natürliche hydrothermale Bildung in Frage und vermute eine Entstehung durch Feuersetzen, eine in Andreasberg gängige Praxis!

Eine sensationelle Entdeckung von hydrothermalem Blei (überdies in einer Lokalität von Weltruf) hätte seinerzeit sicherlich höhere Wellen geschlagen und wäre in Fachkreisen sicher nicht unbemerkt geblieben. Ich bitte daher in Beitrag unter dem obigen Link die Antwort von "smoeller' zu lesen, wonach alle in Deutschland bekannten Bleifunde anthropogener Natur sind.
Ich gehe daher davon aus, dass Herr Schnorrer einem Irrtum unterlegen ist, übrigens nicht sein erster.

Mit freundlichem GA
Thomas
--- Ende Zitat ---

Thomas,
Du vermittelst in Deiner Ausführung den Eindruck man könnte mit Feuersetzen Elemente herstellen. Stimmt das? Oder hast Du Dich geirrt und nicht der Herr Schnorrer? Da Du ja in den Raum stellst, das Feuersetzen gängige Praxis war in Andreasberg, kannst Du uns allen ja mal ein paar Informationen über das wie, wann und wo und das warum zukommen lassen. Über aufklärende Infos wären Dir hier sicher alle sehr Dankbar.

Glück Auf
Argentopyrit
 


Edit: Zitat als solches kenntlich gemacht

argentopyrit:
Thomas,

Übrigens,das hat 1701 schon jemand versucht, nämlich Johann Friedrich Böttcher, der ist damit allerdings kläglich gescheitert.

Gruß Manfred Groß aus dem schönen Lengede

ganomatit:
”Vom Feuersetzen auf der Grube Theuerdank im Bereich des Sankt- Annen- Stollens (Reiche- Troster- Gang) berichtet ein Befahrungsprotokoll aus dem Jahr 1681:; “(...) Viertzig Lachter ist auf diesen Stollen bis vors Ohrte zu Beforderung der Wetter ein wolgelegtes Tretwerk geschlagen. Weils aber solches zu beständigen Wetterwechslung nicht suffisant, so wirdt zu deßen künftiger Abgang, ohnweit hinter dem Ohrte durch Feuersetzung ein Durchschlag über sich in den sogenannten Hildebrandt Stollen zu machen gesuchet, welcher auch, so baldt bey angehenden Frost die ietzo ermangelnde Wetter auß gemeldeten Teuerdanck durch aldar angelegte Lutten und eiserne Goßen das Feuer auch so viel beßer anblasen werden, des Marscheiders Angaben nach innerhalb 3/4 L. erfolgen soll. Worauf dann folgendts auch in wenig Lachter zehlen durch fleißige Forttreibung des Ohrtes in den alten Teuerdancker Tageschacht erschlagen zu werden vermuhtet wirdt. Wes auf solchen Erfolg ferner zuhofen, muß die Zeit geben.” aus LIESSMANN" Der Bergbau am Beerberg 2002", S.29

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