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Autor Thema: Chlorargyrit  (Gelesen 1275 mal)

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Offline Lexikon

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Chlorargyrit
« am: 06 Nov 18, 22:58 »
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Deutschland/Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Braunlage/St. Andreasberg, Revier/Beerberg/Grube Alter Theuerdank
Chlorargyrit

Offline ganomatit

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Chlorargyrit
« Antwort #1 am: 06 Nov 18, 22:58 »
In völlig dichten feinzelligen Quarz, vielen gut ausgebildete Chlorargyritkristalle auf, wie können die sich gebildet haben?
G. Schnorrer-Köhler TU Göttingen hatte keine Erklärung für das Phänomen.

Vielleicht hat im Atlas jemand eine Erklärung für das Phänomen?

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Re: Chlorargyrit
« Antwort #2 am: 10 Nov 18, 22:42 »
Moin

Ohne im Detail die Stufe zu kennen, aber ich gehe mal davon aus, das es "völlig Dicht", also einen hermetisch abgeschlossenen Hohlraum in einem Gestein, nicht gibt. Allein an den Korngrenzen einzelner Kristalle sind immer winzigste Kanäle und Kapillaren vorhanden, an denen Lösungen zirkulieren können. Bestenfalls innerhalb eines Kristalls, z.B. in einem Quarzkristall, könnte ein weitestgehend abgeschossener Hohlraum vorliegen.

Offline felsenmammut

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Re: Chlorargyrit
« Antwort #3 am: 10 Nov 18, 23:27 »
Glück Auf!

Ich kann cmd.powell ein bisschen zustimmen. "Völlig dicht" ist eine Frage der Zeit, der Temperatur, des Drucks und des chemischen Potenzials. Mit einigen Einschränkungen gibt es "völlig dicht" und ermöglicht die Analyse der Zustände von vor langer Zeit. Aber es kann ein winziger Riss, der anschließend mit dem gleichen Mineral wie die Umgebung wider zuwächst, oder eine anders bedingte Wegsamkeit, die sich später ebenfalls wieder schließt, genügen und "völlig dicht" war zwischenzeitlich doch einmal "undicht".

Beim Vorhandensein von autigenem Quarz sind sehr junge Quarzbildungen sehr gut möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut