Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Stein / Metall Bestimmung gefunden an der Steilküste bei Kiel / Markasit
Truxen:
Hallo,
mein Sohn an diesen Stein oder auch Klumpen Metall an der Steilküste gefunden. Er ist sehr schwer und es eher Kalt also fühlt sich eher an wie Metall.
Die Oberfläche ist leicht Gold schimmernden.
Hat evtl. Jemand eine Idee was es sein kann?
Die Waage zeigt 2,6kg, der Stein hat ca. 10cm in alle Richtungen.
Danke
Tycho88:
Glückwunsch,
das ist Markasit bzw eine Markasitknolle.
Wird aber wohl nicht lange beständig sein. Musst mal daran riechen..wenn es schon leicht schweflig riecht,dann schwefelt er aus und wird früher oder später zerfallen. Die Wahrscheinlichkeit ist eher groß :-\
Aber 2,6 Kilo..Hut ab..meine (bisherigen) Fundstücke sind kleiner, 1,3 kg
Gruß Ty
Truxen:
Hallo Ty,
vielen Dank :)
Gerochen hat er eigentlich nicht, aber ich werde heute Abend mal meine Nase ganz dicht dranhalten.
Sollten wir den Aufschlagen?
Wenn ja, ist dies schwierig? Einfach mit dem Hammer?
Grüße,
Bo
heli:
Sollten wir den Aufschlagen?
Nein. Denn sonst ist er kaputt. Es kommt eher nicht so oft vor, dass solch große Brocken - noch dazu ohne Bruch - vorliegen.
Wie bereits beschrieben, neigt Markasit öfters (aber nicht immer) dazu zu zerfallen. Und dabei gibt er Säure ab. Daher immer was Beständiges (z. B. Holz) unterlegen, sonst kann man böse Überraschungen erleben. Und vor allem trocken und ohne hohe Luftfeuchtigkeit lagern.
harzgeist:
Hallo,
Der Zerfall ist ein sich sebst beschleunigender Prozess, der früher oder später einsetzt. Dem kann man bis zu gewissem Grade vorbeugen, indem man latent vorhandene Säure und Eisensalze, die den Prozess in Gang setzten und dann weitere Säure produziert, beseitigt.
Das kann durch längeres Einlegen in eine gepufferte Dithionit-Lösung erfolgen. Alles was man dazu braucht gibts im Supermarkt
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,38099.0.html
Ein Glas mit dicht schliessendem Deckel verwenden und die Lösung erneuern, wenn sie sich verfärben sollte. Dann noch einige Zeit (Wochen! ) in der Lösung belassen, damit man sicher ist, dass auch der Kern ausreichend erreich wurde.
Eine Knolle zum Vergleich kann ich nicht zeigen, aber eine Pyritstufe, bei der bereits deutliche Zerfallserscheinungen sichtbar waren. Man beachte den Riss durch den Würfel unten links.
Nach der Behandlung hält sich die Stufe bereits mehrere Jahre unverändert und bekam sogar den bergfrischen Glanz zurück.
Thomas
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