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Autor Thema: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was  (Gelesen 14884 mal)

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Offline Collector

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Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« am: 13 Jun 05, 16:12 »
Gibts einen ganz einfachen, für Sammler durchführbaren Arsentest ? ( qualitativ, nur Nachweis )

(Glasröhrchen, ohne Giftschein kaufbare Chemikalie, Gasflamme ???? )

Dankbar für Info

collector

Offline uwe

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #1 am: 13 Jun 05, 17:52 »
Arsen gibt beim Erhitzen einen üblen knoblauchartigen Geruch von sich, der typisch ist. Diese nach Knoblauch riechenden Dämpfe sind allerdings nicht gerade gesundheitsfördernd und man sollte nach dem Geruchstest gut lüften.

Glück Auf
Uwe

Offline Hg

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #2 am: 13 Jun 05, 18:28 »
Hallo Collektor,
meiner Meinung nach gibt es keinen einfachen und leicht durchführbaren As-Nachweis. Um die von uwe erwähnte Möglichkeit des As-Nachweises würde ich persönlich einen großen Bogen machen. Das nach Knoblauch stinkende AsH3 oder auch As2O3 ist extrem giftig (Nervengift).
Zitat http://gasekatalog.airliquide.de/sdb/arsin.pdf
"Schwere Vergiftungserscheinungen bereits ab 0,1 ppm, lebensbedrohlich ab 10 ppm. 25 - 30 ppm über 30 Minuten bzw. 1250 ppm wirken sofort tödlich."
Andere nasschemische Nachweise sind weniger gefährlich, dafür aber aufweniger (z.B. Nachweis als Arsenat mit Hydrogenphosphat).
Viel Glück
Hg

Offline Collector

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #3 am: 13 Jun 05, 20:58 »
Ich spreche über einen Kristall mit max o.3 bis weniger als 1 Zehntel Gramm.

Wie geht der Na-Hydrogenphosphat-Test ?

collector

Reaktor

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #4 am: 13 Jun 05, 21:04 »
Klassisch und sehr effektiv ist natürlich die sicher bekannte Mahrsche Probe. Mit einem Reagenzglas, etwas Zink, Schwefelsäure und einem entsprechenden Glasrohr hat man eigentlich alles beisammen. (erklärung spar ich mir da sicher bekannt)

Die Gutzeitsche Probe kommt noch ohne viel Equipment und Chemikalien aus: "Die zu untersuchende Substanz wird in ein Reagenzglas gegeben, mir einigen Körnchen Zink und verd. Schwefelsäure versetzt. Der Hals des Reagenzglases wird mit einem Wattebausch verschlossen und die Öffnung mit einem mit Silbernitrat getränkten Filterpapier bedeckt. Man kann auch ein Körnchen festes Silbernitrat auf das Papier geben und es mit einem Tropfen Wasser befeuchten.
Der entweichende Arsenwasserstoff reagiert mit dem Silbernitrat zu gelbem Ag2S*3AgNo3, das später durch Zerfall des Silberarsenids schwarz wird.
Störungen: PH3 und SbH3 liefern ähnliche Reaktion. Sulfide, S2o3^2-  und SCN^1- geben stölrendes H2S. Selektiver ist daher [die Fleitmannsche Probe; aber nur bei dreiwertigem Arsen]."  Aus: Jander, Blasius "Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie" - da stehen mehrere Proben drin aber die Gutzeitsche ist neben der Mohrschen Probe eigentlich die simpelste.


Offline Hg

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #5 am: 13 Jun 05, 21:56 »
@ Collector
naja, bei solchen Mengen ist das vielleicht noch geradeso vertretbar. Nach ein wenig googlen habe ich folgenden link gefunden:
http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/a/ar/arsen.php
Gibt man zu einer ammoniakalischen, ammoniumchloridhaltigen Lösung von Arsenat Magnesium-Ionen, so erhält man einen kristallinen Niederschlag von Magnesiumammoniumarsenat-Hexahydrat:
AsO43- + Mg2+ +NH4+ + 6 H2O --> MgNH4AsO4*6 H2O
 
Eine weitere Nachweisreaktion von Arsen in wässriger Lösung ist die Fällung mit Ammoniummolybdat. Der gelbe Niederschlag ist schwerlöslich in Säuren, aber gut löslich in Basen
Grüße
Hg

P.S.: die von Reaktor aufgeführte Marsh´sche Probe funktioniert auch sehr gut und ist auch sehr empfindlich

Offline giantcrystal

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #6 am: 13 Jun 05, 22:27 »
Bei all diesen chemischen Nachweisen - gleich welcher Art - gilt natürlich die Grundregel des "chemischen Riechens"

Also nicht den Rüssel über das Reagenzglas oder das brodelnde Gebräu halten und tief einatmen, sondern sich den Geruch aus 10 cm Entfernung sachte mit der Hand zufecheln. Dann geht das schon ohne gesundheitliche Probleme. Und der menschliche Geruchsinn ist ausgesprochen empfindlich !


Sonst dürfte man auch keinen Anschlagtest beim Arsenkies machen - der riecht ja bekanntermaßen auch nach Knoblach...

Glück Auf

Thomas

Reaktor

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #7 am: 14 Jun 05, 20:18 »
Bei all diesen chemischen Nachweisen - gleich welcher Art - gilt natürlich die Grundregel des "chemischen Riechens"

Also nicht den Rüssel über das Reagenzglas oder das brodelnde Gebräu halten und tief einatmen, sondern sich den Geruch aus 10 cm Entfernung sachte mit der Hand zufecheln. Dann geht das schon ohne gesundheitliche Probleme.
Bei Arsenverbindungen sollte man sich das aber möglichst verkneifen, ist nicht umsonst als giftig und cancerogen eingestuft ;)

Ich würde auch empfehlen bevor man das unbekannte Mineral untersucht mit einem sicher bestimmten Arsenhaltigem Mineral die Probe durchführen um die Reaktion zu beobachten, quasi als Blindtest.


Offline Hg

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #8 am: 14 Jun 05, 20:26 »
Hallo Collector,
ich habe heute in der Unibib ein Analytikbuch ausgeliehen. Ich schicke Dir morgen die 6 Seiten mit verschiedenen Nachweismöglichkeiten für Arsen per Mail zu.
Grüße
Hg

Offline Krizu

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Re: Einfacher Arsen-Test - wer weiß was
« Antwort #9 am: 23 Jun 05, 21:56 »
Ich spreche über einen Kristall mit max o.3 bis weniger als 1 Zehntel Gramm.

Hallo,

einfach eine EDX?

MfG

Frank