Hallo,
ich möcht Klaus hier Recht geben. Ich sammle schon lange in dieser Region und ged. Kupfer aus dem Hosenbacher Revier ist unbekannt. Dieses Revier ist sehr gut erforscht und der Fund von ged. Kupfer wäre ein bislang einmaliger Fund. Auch die Paragenese die auf dem Bild zu erkennen ist (soweit möglich und sollte angegeben werden), deutet nicht auf das Fischbacher Revier hin.
Allerdings muss ich auch zur Auflistung der Mineralien im Lexikon aus den Fischbacher Gruben sagen, dass einige Mineralien aufgelistet sind, die dort nicht vorkommen. Leider fehlen jegliche Reverenzangaben und sollten nachträglich eingefügt werden. Anscheinend wurden hier mehrere unterschiedliche Fundorte um Fischbach und dem Fischbachtal vermischt. Als Beispiel möchte ich den aufgeführten Prehnit nennen. Er wurde zwar in Fischbach gefunden, stammt aber aus kleinen Steinbrüchen an der Nahe und nicht aus den Kupfergruben. Auch wenn der Prehnit im "Schmelzer" aus "...einem alten Steinbruch am Kupferberg..." erwähnt wird, ist dies nicht gleichbedeutend mit einem Vorkommen in den Fischbacher Kupfergruben (speziell im Hosenberger Revier). Der besagte Kupferbergbau fand im Hosenbachtal statt und die Prehnite wurden wie schon erwähnt in kleinen Steinbrüchen in der nähe der Nahe (andere Bergseite) gefunden.
Kupferabbau fand im Fischbachtal an vielen Stellen statt und zog sich bis fast nach Niederwörresbach. So sind auch bei Abbauarbeiten im Steinbruch Juchem einige Stollen angefahren worden. Diese sollten aber vielleicht nicht mit dem Fischbacher Revier zusammen aufgeführt werden (ob sie dazu gezählt werden, könnte ich aber herausfinden, wenn es erwünscht ist). Auf keinen Fall gehören sie zum Hosenbacher Revier.
Gruß
Gerdchen