Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic
Konglomerat
Johannes Kalbe:
--- Zitat von: Angler am 09 Jul 19, 14:54 ---Wir hatten ausführlich im Netz und in unserer Literatur nach ähnlichen Konglomeraten gesucht, aber leider nichts gefunden
--- Ende Zitat ---
Naja, es gibt zum Beispiel Einiges zu einem polymikten, von Granitoiden dominierten Konglomerat im Gesteinsgarten von Pudagla. (z.B. in HOFFMANN, G. & DIETRICH, H. (2004): Das polymikte Konglomerat im „Usedomer Gesteinsgarten“ in Ückeritz. – Archiv für Geschiebekunde 3 (8/12) [SCHALLREUTER-Festschrift]: 585-598.) Von der Matrix, aber weniger vom Klastenbestand könnte auch dies hier interessant sein: monomiktes Konglomerat Usadel
Ersteren Artikel (bzw. das Heft/die Festschrift) habe ich irgendwo noch liegen und könnte es euch zum Selbstkostenpreis+Porto zuschicken. Leider haben wir die älteren AfG noch nicht frei verfügbar als pdf's. Aber das eine oder andere findet sich evtl. auch noch in ga oder den ga-Sonderheften.
Besten Gruß
Angler:
Hallo Johannes,
vielen Dank für Dein freundliches Angebot und die Links. Beim Usadel-Konglomerat passt die Matrix auch nicht, denn unsere ist grau-braun und feinkörnig.
Wir haben u.a. den „Geschiebesammler“ und natürlich auch dort gesucht. Das ist immer sehr aufwändig, wenn wir die ganzen Hefte durchforsten müssen.
Auch hat das Konglomerat außer den Graniten noch einen „großen“ (ca. 3cm), gut abgerollten Quarzkiesel und wir glauben immer noch 2-3 braune Porphyrstücke (farblich ähnlich und mit sehr dichter Kornstruktur, dem Rödö-Syenitporphyr) zu sehen.
Optisch am ähnlichsten kommen die Digerberg-Konglomerate diesen hier, allerdings ist dort das Verhältnis von Porphyr zu Granit genau umgekehrt. Es gibt da Bilder, auf denen die Matrix farblich unserer sehr nahe kommt, aber . . . ???
Wir denken, dass wir hier nur raten könnten. Wenn überhaupt sollten nur Geschiebeexperten mit dem Stein in der Hand etwas zur Klärung beitragen können. Eventuell geben wir den Stein unseren berliner Michael mit, damit er ihn in Berlin den Wissenschaftlern zeigt. Das haben wir ja schon einmal gemacht. Hoffentlich schmeißen die ihn nicht die Klamotte ins Kreuz. ;D
VG von der brandenburger Rentnerband und Michael
Johannes Kalbe:
--- Zitat von: Angler am 15 Jul 19, 19:52 ---Wenn überhaupt sollten nur Geschiebeexperten mit dem Stein in der Hand etwas zur Klärung beitragen können. Eventuell geben wir den Stein unseren berliner Michael mit, damit er ihn in Berlin den Wissenschaftlern zeigt.
--- Ende Zitat ---
Na da bin ich aber gespannt, welchem Wissenschaftler in Berlin ihr die zeigen wollt. Die Kollegen die sich in B damit auskennen sind entweder verstorben oder weggezogen, die FU, die TU und das MfN sind jedenfalls m.W. frei von Wissenschaftlern die sich gut im Bereich Geschiebe auskennen. Und der einzige Potsdamer, dem ich da eine verlässliche Einordnung der Granite zutrauen würde, kommt berufsbedingt selten nach Berlin (und ist auch eher Autodidakt auf sehr hohem Niveau).
Im November (2./3.11.) gibt es für euch ggf. die Möglichkeit an der Geschiebetagung im MfN teilzunehmen, da kommen dann die Leute, die euch am ehesten weiterhelfen können in die Hauptstadt.
Angler:
Hallo Johannes,
ja wenn das so ist, sollten wir es uns nochmal überlegen. Wir gehen davon aus, dass sich die offensichtlich wenigen Geschiebeexperten auf spezielle, eng begrenzte Forschungsgebiete beschränken und wenn sie dann mit einer gebietsfremden Bestimmungsanfrage durch uns Laien konfrontiert werden, genervt reagieren. Was wir gut verstehen können und was hier auch niemand möchte.
Da sollte man schon wissen, welcher der Experten sich selbst intensiv mit Konglomeraten beschäftigt, um Selbigen dann gezielt anzusprechen.
Wir lesen ja weiter und werden sicherlich auch mal fündig werden. Falls nicht, ist es auch nicht weiter schlimm, denn eigentlich interessiert uns hauptsächlich, die so schön schäumende Matrix und dass wir hier einen wissenschaftlich interessanten Fund gemacht haben, denkt auch keiner.
VG von der brandenburger Rentnerband und Michael
karlov:
Moin, kurzer Nachtrag zum Konglomerat. KÖNNTE aus dem Transskandinavischen Magmatitgürtel (TIB) stammen, in dem diverse kleine bis winzige Vorkommen von Konglomeraten gibt. Einige sind bekannt, zahlreiche weitere dürften noch gar nicht entdeckt sein. Eine Übersicht wird man allerdings kaum gewinnen können, geschweige denn, Geschiebefunde einem bestimmten Vorkommen zuordnen. Und dann sind da ja noch die etwas älteren Svekofenniden mit unzähligen kleinen Konglomerathorizonten. Ein Vorkommen im TIB habe ich letztes Jahr besucht, das sog. Väderstad-Konglomerat östlich vom Vätternsee.
Grüße,
karlov
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