Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic
Konglomerat
Angler:
Hallo werte Experten und Foristen,
wir haben heute ein paar Steine geschnitten und natürlich auch diesen. Wegen der Kürze der Zeit haben wir ihn nur kurz angeschliffen (120er) und dann nass fotografiert. Ist nicht besonders schön, aber man kann deutlich erkennen, dass es sich um ein Konglomerat handelt und nicht um Beton.
Wir haben den Stein absichtlich so geschnitten, dass der o. gen. verfüllte Riss gequert wird. Wie ihr sehen könnt verläuft er nicht nur oberflächlich – was durchaus möglich gewesen wäre – sondern durchzieht den gesamten Stein. Die einbettende Matrix ist teilweise sehr dicht und feinkörnig. Es ist für uns sehr spannend, ob man sie näher bestimmen könnte. Vielleicht habt Ihr ja eine Idee! ???
Hätten wir den Säuretest zuerst gemacht, wäre der Stein als vermeintlicher Beton schon wieder in einer Kiesgrube gelandet und hätte Michael – vollkommen berechtigt - nicht den Bunkerbeton in die Diskussion eingebracht, dann hätten wir den Stein nie geschnitten. Es wäre ein Restzweifel geblieben. So aber haben wir jetzt ein, für unsere Gegend, ungewöhnliches Konglomerat mit 5 verschiedenen Graniten. :)
Deshalb Allen recht herzlichen Dank für Eure hilfreichen Beiträge und Expertisen.
VG von nun wieder sehr beruhigten brandenburger Rentnerband und Michael
Collector:
Hallo Michael
ich möchte gerne Euer schönes Konglomerat ins Mineralienatlas-Lexikon einstellen.
Der guten Sitte halber sollte beim Bild ein Fundort stehen, sowie der Name des Fotografen. Kannst Du uns das zukommen lassen. ?
Danke.
Collector
Harzsammler:
Hallo,
ein schönes Stück ist das!
Kennt denn jemand das Alter und Herkunftsgebiet dieses Konglomerats?
Im Ablagerungsraum des Gletschers wird es ja wohl nicht entstanden sein.
Grüße,
Michael
Johannes Kalbe:
Das wird schwierig. Herkunft kann der gesamte skandinavisch-baltische Ostseeraum sein. Da sind (auch sehr lokal begrenzt) viele Konglomerate und Brekzien entstanden, die sich i.d.R. regional nicht zuordnen lassen.
Vom Alter her ist es ähnlich schwierig. Ich sehe unter den Klasten nur Granitoide, keine Vulkanite und Sedimentite. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass das Geschiebe recht alt (Präkambrium) ist. Ggf. kann man es mal mit den diversen Sparagmiten aus dem schwedischen Anstehenden vergleichen...
Angler:
Hallo werte Experten und Foristen,
wir haben schon so oft Eure freundliche Unterstützung genossen, dass wir sehr gerne etwas zurückgeben wollen. Ich habe deshalb schon die erbetenen Info‘s an den Collector geschickt.
Nur mit dem ganz genauen Fundort, gibt es ein kleines Problem. Weil wir normaler Weise keine Konglomerate sammeln, lag er schon einige Zeit auf unserem Steinhaufen. Jetzt erinnert sich hier niemand mehr, ob er aus einer Kiesgrube, von einem Lesehaufen oder der Endmoräne kam. Sicher ist nur, das er aus der Umgebung von Eberswalde ist.
Zur genaueren Herkunft können wir leider auch wenig beitragen. Wir hatten ausführlich im Netz und in unserer Literatur nach ähnlichen Konglomeraten gesucht, aber leider nichts gefunden, was für Michaels Betonthese sprach. Eventuell wird sich ja zukünftig noch etwas ergeben.
VG von der brandenburger Rentnerband und Michael
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