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Fluor in Portugal ?
giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken
Die Anfrage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Möglicherweise handelt es sich um Mineralisationen im Untergrund, aus denen geogenes Fluorgas / Fluorid in irgendeiner Form aufsteigt und sich in den Schaltschränken anreichert.
Müßte man sich natürlich mal genauer ansehen. Falls daran seriöses Interesse besteht, bitte mit mir Kontakt aufnehmen
Mit herzlichen Glück Auf
Thomas
Axinit:
Servus,
elementares Fluor als geogenes Gas - das musst Du bitte naeher erklaeren !
Ist derartiges schon irgendwo beobachtet bzw. zweifelsfrei nachgewiesen worden ?
Fluor F2 ist auch nicht gleich Fluorid F-. Wie Frank (Fabian) schon ausgefuehrt hat, kann es viele potentielle Quellen fuer fluorhaltige Stoffe (anthropogen oder nicht) geben.
Warte gespannt auf Aufklaerung !
BG
Harald
sinnfrei:
Hallo zusammen,
vorab schon mal vielen Dank für die vielen verschiedenen Hinweise und Ansätze!! (Danke auch für den Hinweis zu meinem sinnfreien Namen an Harzsammler - es war nichts anderes mehr frei :D )
Wir haben das Schütz von einem Institut in der Schweiz untersuchen lassen und die haben Fluorine auf den metallischen Kontakten festgestellt. Auch hier wurde der Verdacht geäußert, dass es sich um Teflonrückstände handeln könnte. Somit wurden an einem beweglichen Teil in dem Schütz weiter EDX-Messungen (X-Ray Spectrometer) durchgeführt und mit einer Referenzplastik aus Teflon verglichen. -> Der Abrieb aus dem Schütz besteht nicht(!) aus Teflon / Fluor. Somit wird erst mal davon ausgegangen, dass das Fluor von außen eingedrungen sein muss.
Die Untersuchungen wurden neben EDX auch mit SM (Stereo Microscopy) und SEM (Electron Microscopy) durchgeführt.
Der Hinweis mit dem Schwefelhexafluorid (SF6) ist interessant! Der Schaltschrank steht unten im Turmfuss der Windkraftanlage. Teilweise befinden sich darunter/daneben der Mittelspannungsschalter - normalerweise isoliert mit SF6. Doch das ist gekapselt und sollte eigentlich nicht austreten. Teilweise stehen auch die Mittelspannungsschalter in einem separatem Trafohaus neben dem Turm. versuche ich zu klären.
Im Anhang habe ich noch ein SEM und EDX Bild und einen Aufbau im Schaltschrank angehängt. Das betroffene Schütz habe ich rot umrandet. Unten befindet sich noch 2x 9Ah / 12V Blei-Vlies Akkus (Schwefelsäure)...
Weitere Anregungen sind gerne willkommen!!
Schöne Grüße!
Lutz
sinnfrei:
Nachtrag:
Der verwendete Türlüfter bläst unten in den Schaltschrank rein und drückt die erwärmte Luft oben durch die Austrittsgitter wieder raus.
Lüfter und Austrittsgitter haben eine Filtermatte (IP54).
Grüße
Lutz
Fabian99:
Ehrlich gesagt: Fluor würde nicht lokal angreifen. Warum sollte ich das elementare Fluor dieser Welt, den Weg an siebentausend Opfern (=freie Kabel) vorbei zu der Stelle suchen und sich dort im Bereich eines typischen Tropfenfängers, der Nase anreichern. Das sehe ich wie Harald.
Mit viel Phantasie sehen ich im linken Bereich einen Teil-Fingerabdruck ;-) Wenn ich als Qualitöter ein Audit frei hätte, würde ich das bei der Galvanik machen (wenn die nachbehandelt sind) oder direkt bei dem Kontakthersteller. Mir scheinen da eher Fluortenside oder vergleichbare Organika beteiligt zu sein. Die Waschung nach der Reinigung beim Stanzen/Entgraten wird gerne stiefmütterlich behandelt.
Übrigens: Wenn Fluor aus dem Boden austritt bis die Anlage ausfällt, dann rennst du kotzend aus dem Häuschen raus. Und so Sachen wie im Fernsehen (Dantes Peak z.B.) bei der brodelt und dann wieder still ist glaube ich kaum in Portugal- erst recht nicht mit elementarem Fluor.
Als Gute Nacht Lektüre:
https://www.welt.de/wissenschaft/article107922524/Forscher-weisen-erstmals-Fluor-in-freier-Natur-nach.html
Elementares Fluor F2 in der Natur – In‐situ‐Nachweis und Quantifizierung durch NMR‐Spektroskopie
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/ange.201203515
LG
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