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Autor Thema: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"  (Gelesen 1841 mal)

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Offline seisteff

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Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« am: 20 Sep 19, 22:17 »
Glück auf

Ich möchte gerne dieses Bild mit Jaspis von der Wolframitgrube Pechtelsgrün ins Lexikon stellen.
In der Literatur zur Wolframitgrube  steht geschrieben, Zitat ("Jaspis fand sich als Einlagerung im Gangquarz, die Form der Abscheidung ließ erkennen das er in Verdrängungshohlräumen von Wolframit entstanden ist")

In diesem Fall hat der Jaspis den Platz von Wolframit eingenommen. (siehe Bild)

Meine Frage an die Experten: Ist das eine Pseudomorphose/ Metasomatose  oder wie heißt das in der Fachsprache?

Grüße seisteff

Offline giantcrystal

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Re: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« Antwort #1 am: 20 Sep 19, 22:27 »
Hallo Stefan

verzeih, aber wo war da früher der Wolframit ?

Glück Auf

Thomas

Offline seisteff

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Re: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« Antwort #2 am: 20 Sep 19, 22:30 »
Hallo Thomas

Da wo jetzt der Jaspis ist!

Grüße seisteff

Offline Collector

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Re: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« Antwort #3 am: 20 Sep 19, 22:53 »
Hallo Stefan

das ist keine Pseudomorphose. Wie Thomas schon schrieb ".. wo war da früher der Wolframit ?... sollte unabdingbar die Form (griechisch: morphé = Gestalt) erkennbar /deutbar sein.

Dieser Jaspis könnte als Gangfüllung enstanden sein. Eine andere Interpretation ist ein Trümmerjaspis.
Trümmerjaspis bildet sich durch tektonische Einwirkungen auf Jaspis, welcher durch Quarzabscheidungen wieder miteinander verkittet wurde. Per se ein Mineral, im geologischen Sinn jedoch eine tektonische Brekzie, d.h., ein nicht klassifizierbares Gestein.
Ich würde dieses Exemplar als "Jaspis-Quarz-Brekzie" in die Sammlung aufnehmen.

Gruß
collector

Offline Sebastian

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Re: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« Antwort #4 am: 21 Sep 19, 14:04 »
Also die ehemalige Form des derben Wolframits lässt sich schon erahnen. Schwieriger Fall, eine klassische Pseudomorphose
halte ich hier für nicht passend. Richtig einen Namen würde i h dem nicht geben, einfach beschreiben was los war.
Trümmerjaspis ist es nicht, auch keine breckzie, aber ein sehr interessantes Stück.
Gruß Sebastian

Offline helgesteen

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Re: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« Antwort #5 am: 22 Sep 19, 12:22 »
Wirklich ein sehr schönes Stück. Ich stimme Sebastian zu: Beschreibe den Bildungsablauf: Wolframit kristallisiert, Quarzbildung, Wolframit weggelöst, Japsis in den Hohlräumen abgeschieden. Man kann im Foto schön die ehemalige Kristallform der Wolframitplatten erkennen, die nun von dem Jaspis nachgezeichnet werden.

Viele Grüße,
Helge

Offline seisteff

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Re: Verdrängung "Jaspis / Wolframit"
« Antwort #6 am: 24 Sep 19, 07:27 »
Glück auf

Vielen Dank für eure Antworten!

Ich werde es wohl so schreiben:

Jaspis im Gangquarz.
Der Jaspis entstand hier in Verdrängungshohlräumen von Wolframit, man kann die Form der ehemaligen Wolframitleisten noch erkennen!

Oder so ähnlich!

Grüße seisteff
   

 

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