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Börse Sainte Marie - Kurzbericht - Was gabs Neues ?

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Schweizer Strahler:
Danke für die Auskunft  ;)

Dann habe ich ja nichts verpasst...

Gruß Dominik

michael berghäuser:
@ collector  :) und andere,

was gabs denn aus namibia?

glück auf aus dem quarzreichen westtaunus

Collector:
@mb

ganz, ganz  wenig aus Namibia; jedoch Topstufen Goboboseb-Quarze und ausgezeichnete Schörle ( Foitit ? ) und tiefdunkelgrüne Fluoritwürfel auf Schörl bei den teuren Händlern. ( Preise ab ca. 300.- Euro, nach oben unlimitiert ).

gruß
collector

McSchuerf:
Hallo Collector, .. :)

gab es auch irgendwelche ganz sprektakulären Neuheiten im Systematikbereich?..ähnlich wie das erste Aufkommen der Poldervaartite? Also entweder ganz neue Mineralien oder Mineralien, die vorher nur im MM-Format bekannt waren - nun aber in cm-Größe vorkommen?

Denn alles was ich jetzt Deinen Berichten entnehmen konnte, sind im Prinzip Mineralien bzw. Stufen die man schon kannte und die auch vorher schon, wenn auch z.T. in nicht so guter Qualität auf dem deutschen Markt waren. (Pakistan, China, Afrika, etc..)

nach den Preisen frag ich lieber gar nicht erst weiter..denn wenn erst eine Stufe über 300 € z.T. nicht mehr als 'Schrott' bezeichnet wird, oohh..dann muss ich ja viel 'Schrott' in meiner Sammlung haben.. ;D ;D

Gruß Peter McS

Ralf:
Hallo Leute,

bin gestern spät aus St. Marie zurückgekommen. Collector hat ja schon das Wichtigste sehr gut geschildert.  Wie immer auf so großen Börsen kann man sicher nicht alles sehen, ist einfach zu viel.

Ergänzend  und z.T. widersprechend  ;) ist mir aufgefallen:

China:

Chalkopyrit mit bis 3 cm großen Kristallen, vergesellschaftet mit Pyrit ( bis 2 cm ) und Quarz aus der Da Yei ? Mine ( das muß ich noch recherchieren ) / Prov. Hubei / China. Sehr attraktives Material. Preise von 100 -300 € auf der Euromin, bzw 30 - 100 € auf der Eurogem.

Manganocalcit in einem sehr schönen ( echten ) rosa. Mittlere bis große Aggregate aus Pagodenartig aufgebauten Kristallen. Auffallend war hierbei der sehr gute Zustand. Es war kein Problem, unbeschädigte Stufen zu finden. Man scheints begriffen zu haben. Preise zwischen 20 und 300 €.

Marokko:

Wulfenit aus Touissit gabs bei einem Händler zwischen 5 und 30 €. Meist Kleinstufen bis ca. 10 x 10 cm. Reich besetzt, allerdings mit kleinen Kristallen bis 0,5cm. Unter dem Tisch habe ich zwei Große Handstufen mit wenigen aber dicktafeligen Kristallen von 1,5 cm Kantenlänge gefunden. Der Preis, nun ja.. wirklich extrem günstig.


Stufen aus vollständig mit Limonit überzogenen Calcitskalenoedern. Darauf sitzen cmgroße Aragonitbüschel. Fundort ist Azro, ca. 100 km von Midelt entfernt. Optisch vielleicht kein Hochgenuss, aber für Calcitfreaks sicher interessant und vor allem mit 3 - 5 € richtig günstig.

Vanadinit:
Hier muß ich Collector widersprechen. Ich hab zahlreiche wirklich gute Vanadinitstufen gesehen und auch gekauft. Auf der Eurogem gabs Stufen, reich besetzt mit bis cmgroßen, dicktafeligen Kristallen in sehr guter Farbe und hohem Glanz. Größe zwischen 5 und 10 cm. Preise zwischen 5 und 25 €. Fand ich nicht für zu teuer. Relativ günstig waren mit 60 - 100 € auch große Handstufen bis ca. 20 cm. Sehr dicht und oft auch rundum mit herrlich roten Kristallen besetzt. Die Kristalle waren mit einer Größe von 2 bis 5 mm zwar nicht gigantisch, aber der optische Gesamteindruck stimmte.

Pyromorphit aus Oujda war auch in sehr guter Qualität zu bekommen.  Handstufen mit bis 2 cm großen Kristallen kosteten zwischen 30 und 50 €


Sehr interessant waren die extremen Unterschiede in den Preisen auf der Euromin und der Eurogem, bzw die Flexibilität der Händler. Während man sich auf der Euromin recht schwer tat, konnte man auf der Eurogem bereits gestern sehr gut handeln. Die dort untergebrachten Verkäufer sahen offenbar schon ihre Felle schwimmen, weil sich der Besucherandrang dort arg in Grenzen hielt. Wer geschickt handelte, konnte die Preise z.T um zwei drittel nach unten drücken. Wer was bestimmtes suchte ( z.B. Wulfenit aus Marokko ) sollte die Händler gezielt danach fragen. Vieles war unter den Tischen und die Preisverhandlungen aus dem Karton sind erfolgreicher als vom Tisch.

Leider gabs auch wieder viel negatives zu sehen. Der überwiegende Teil der Stufen war gar nicht ausgezeichnet. Das die Chinesischen Stufen sehr reich an ungesättigten Fettsäuren sind, daran hat man sich fast schon gewöhnt. Auch hier empfiehlt es sich nach Ware aus den kartons zu fragen. Diese ist meist noch nicht, bzw. zumindest nicht frisch geölt.

Alles in allem lohnt sich der Besuch dieser Börse wirklich. Allerdings muß man sich Zeit lassen und mit den Händlern reden. Man kann durchaus günstige Stücke bekommen, wenn man sich nicht von den Preisschildern, bzw. der ersten Preisangabe der Händler abschrecken lässt. Beim Handeln mit Chinesen und Marokkanern kann man ruhig sehr unverschämt sein, die Händler sind´s auch. Schlimmstenfalls geht man halt zum nächsten Stand.

Ach ja, wer jetzt noch auf die schnelle hinfahren möchte:

Seht zu, das Ihr spätestens um 07.00h in St. Marie seid. Dann kriegt man noch einen guten Parkplatz. Bereits ab 8.00h ist auf der Straße die Hölle los. Ab 09.00h gibts nur noch Parkplätze außerhalb des Ortes.
Ab 06.30h kann man in den kleinen Cafe´s und Bäckereien gemütlich frühstücken und sich das Chaos der Spätkommer anschauen oder die Flics beim Strafzettel schreiben beobachten.

Gleich stelle ich noch ein paar Fotos von interessanten gefälschten/gefärbten Sachen ein. Dafür gibts ja einen extra-Threat, weiß ihn im Moment aber nicht auswendig. Link folgt.

Ralf





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