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Autor Thema: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit  (Gelesen 5083 mal)

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Deutschland/Thüringen/Nordhausen, Landkreis/Harztor/Ilfeld/Braunsteinhaus
vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Letzte Änderung: 11 Jan 23, 12:01 von Stefan »

Offline Harzsammler

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vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #1 am: 11 Oct 19, 08:38 »
Hallo,

ist das wirklich Spessartin?
Rein optisch kommen noch ein paar andere Mineralien in Frage die für mich eher in die Paragenese passen.

Grüße,
Michael

Offline Alcest

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #2 am: 11 Oct 19, 10:09 »
Moin,

für mich als kristallographische Niete ist das eine beschädigte Dipyramide und kein Granat.

Offline harzforelle

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #3 am: 11 Oct 19, 11:11 »

Hallo,

ist das wirklich Spessartin?
Rein optisch kommen noch ein paar andere Mineralien in Frage die für mich eher in die Paragenese passen.

Grüße,
Michael


Das würde ich auch so sehen. An Granat erinnert der Kristall mich nicht.
Grüsse

Offline harzgeist

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #4 am: 11 Oct 19, 12:37 »
Moin,

für mich als kristallographische Niete ist das eine beschädigte Dipyramide und kein Granat.
Das sehe ich auch so!
Xenotim wäre beispielsweise eine Option, neben anderen.
Der Spessartin kommt meines Wissens nicht in der Gangmineralisation vor, sondern direkt im Rhyolit.

Thomas

Offline smaragd123

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #5 am: 11 Oct 19, 13:29 »
Moin,

für mich als kristallographische Niete ist das eine beschädigte Dipyramide und kein Granat.
Das sehe ich auch so!
Xenotim wäre beispielsweise eine Option, neben anderen.
Der Spessartin kommt meines Wissens nicht in der Gangmineralisation vor, sondern direkt im Rhyolit.

Thomas

Meine ich auch und soweit ich weiß sind die Sedimente nicht besonders Mangan-reich. Also sollte sich da auch kein Spessartin gebildet haben.

Offline harzgeist

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #6 am: 11 Oct 19, 13:41 »
Hallo Noah

Zitat
Meine ich auch und soweit ich weiß sind die Sedimente nicht besonders Mangan-reich. Also sollte sich da auch kein Spessartin gebildet haben.
???  ???  ??? Wie meinst du das? Welche Sedimente?

Gruß Thomas

Offline Alcest

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #7 am: 11 Oct 19, 15:18 »
Typisch ist dort Rhyolith, ein vulkanisches Gestein.

Offline smaragd123

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #8 am: 11 Oct 19, 17:08 »
Neben den intrudierten Vulkaniten gibt es auch noch ältere Sedimente, die theoretisch doch durch die Intrusion verändert wurden.

Offline Alcest

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #9 am: 11 Oct 19, 20:00 »
Ähm... Wir haben auf der Stufe Manganit. Der oft auf Rhyolith hängt. WInwiefern sollten etwaige Mn-arme Sedimente ein anderes Mn-Mineral ausschließen? Die Zusammensetzung eines Sedimentes, das von einem Vulkanit durchschlagen wurde, ist doch vollkommen egal.

Offline smaragd123

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #10 am: 12 Oct 19, 11:07 »
Das war bezogen auf den Spessartin.
Der kann doch durch die Regionalmetamorphose von Mangan-reichen Sedimenten entstehen.
(Nicht bezogen auf diese Lokalität): Die Zusammensetzung der umliegenden Sedimente spielt bei Intrusionen doch eine relativ große Rolle. (Kontaktmetamorphose/ Metasomatose; siehe Beispiel Skarn)
« Letzte Änderung: 12 Oct 19, 11:17 von smaragd123 »

Offline Alcest

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #11 am: 12 Oct 19, 11:20 »
Zwischen Intrusion und älterem Nebengestein gibt es ja auch Reaktionssäume mit bestimmten Mineralbildungen.

Zudem ist Rhyolith das vulkanische Äquivalent (u. a. chemisch gesehen) zum Granit, auf dem Spessartin oft sitzt. Laut diverser Eintragungen (z. B. bei uns im Granatportrait) bildet sich Spessartin auch nebst Rhyolithen. Da wäre das Sediment, wie in Wikipedia beschrieben (Bildung von Spessartin "nur" in Graniten/Granitpegmatiten oder überprägten Mn-reichen Sedimenten) irrelevant.

Allerdings, um zum Kern des Pudels zurückzukehren, würde ich die Zuordnung des Bildes löschen und auch den Ersteintrag von Spessartin zur Fundstelle, der im Rahmen dieses Bildes erfolgte, entfernen. Es sei denn, die Bildautoren/Stufenbesitzer sind sich analytisch oder anderweitig sicher, dass es sich tatsächlich um Spessartin handelt. Ich persönlich würde es so optisch ausschließen.

Offline guefz

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #12 am: 12 Oct 19, 13:58 »
Mit einer Raman-Messung sollte sich zumindest die Gruppenzugehörigkeit klären lassen, für Details ist dann häufig EDX erforderlich.

Offline Alcest

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #13 am: 12 Oct 19, 17:02 »
Ich habe die Beschreibung hinsichtlich der von uns bezweifelten Bestimmung ergänzt, die Zuordnungen jedoch noch so gelassen.

Offline Manfred Früchtl

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Re: vielflächiger orangefarbener Spessartin mit Manganit
« Antwort #14 am: 12 Oct 19, 17:50 »
Hallo,
das ist eine Stufe von uns. Ich habe die noch nicht gesehen und werde diese am Donnertag anschauen.
Auf dem Bild sehe ich auch eher einen tetragonalen Kristall, Formen wie bei Anatas.
Ich melde mich wieder nächsten Freitag
Gruß Manfred

 

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